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Privatwegerecht


| 08.11.2017 11:07 |
Preis: 49,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

eine Erbengemeinschaft besitzt einen Weg über den auch andere Wohnparteien fahren müssen um an ihre Grundstücke zu gelangen. Der Abwasserkanal der in diesem Weg liegt und an den alle anschließen, auch die Nichteigentümer, muss in naher Zukunft erneuert werden. Wer trägt die Kosten??? Müssen die "Nutznießer", die seit 50 Jahren durch eine mündliche Zusage der damaligen Eigentümer den Weg und den Kanal kostenfrei nutzen, sich an Sanierungsarbeiten am und im Weg, beteiligen?
Wenn ja, wie kann ich sie davon überzeugen, dass alle Anwohner dazu verpflichtet sind.

Vielen Dank für ihre Auskunft
08.11.2017 | 11:39

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Der BGH hat diese Frage wie folgt entschieden. Der zur Nutzung berechtigte Eigentümer des hinteren Grundstücks ist Halter des Weges und somit für Instandhaltungsarbeiten verantwortlich. Das heißt, die Nutzer die nicht Eigentümer sind, sind zur anteiligen Kostenübernahme im Verhältnis Ihrer Nutzung verpflichtet. Bei ungefähr gleich verteilter Nutzung ist von einer hälftigen Kostenteilung auszugehen. Die Kosten müssen angemessen und notwendig sein. Die Arbeiten beauftragen kann nur der Eigentümer des Weges.

Problematisch könnte in Ihrem Fall sein, dass die Nutzer des hinteren Grundstücks kein Wegerecht im Grundbuch eingetragen haben. Die Nutzer könnten dies verlangen. Im Ergebnis wird der Eigentümer sich nicht dagegen wehren können, wenn keine andere Zuwegung möglich ist und die "Inselstellung" des hinteren Grundstücks nicht mutwillig erfolgte. Der Eigentümer kann allerdings für das Wegerecht eine Miete verlangen.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfrageoption.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 09.11.2017 | 08:10

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, wenn ein Teilhaber der Erbengemeinschaft seinen Wegeanteil weitervererbt, zu welchen Folgen kann dies für die Nutzer führen?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.11.2017 | 08:50

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für die Nachfrage.

Angenommen die Erbengemeinschaft besteht aus A,B,C. Die Erbengemeinschaft und die Nutzer haben die Kosten hälftig zu tragen. Das heißt die Erbengemeinschaft muss 50% der Kosten zahlen. A verstirbt, und vererbt seinen Anteil an die Kinder A1 und A2. Dann besteht die Erbengemeinschaft aus A1,A2,B und C. Die Kosten müssen immer noch zur Hälfte von der Erbengemeinschaft getragen werden. Für die Nutzer ändert sich zunächst nichts. Was sich allerdings ändern kann, ist das Interesse der Erbengemeinschaft notwendige Renovierungen durchzuführen.

Ich hoffe, die Nachfrage beantwortet zu haben, sollte dies nicht der Fall sein, können Sie mich gerne via E-Mail kontaktieren. Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckeneyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.11.2017 | 09:23


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