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Privatverkauf von importierten Rohgold

30.06.2012 03:52 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,
sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

aus steuerrechtlicher Hinsicht habe ich zu dem Thema Import von Rohgold / Verkauf von Rohgold Fragen.

Zu Ihrem besseren Verständnis möchte ich Ihnen kurz den Sachverhalt schildern dürfen: Zukünftig beabsichtige ich u.a. den gewerbsmäßigen Onlineverkauf von Goldnuggets / Goldflitter vorzunehmen. Allerdings möchte ich erst einmal probeweise für einen Zeitraum von etwa 12 bis 18 Monaten das Rohgold als Privatperson online veräußern. Das Rohgold stammt aus dem Direktimport von Goldwäschern und Mineneignern aus südamerikanischen Ländern, das ich als Privatperson unter Zahlung der Einfuhrumsatzsteuer mit nach Deutschland gebracht habe.

In diesem Zusammenhang bitte ich höflich um die Beantwortung der folgenden Frage: Ist es aufgrund der geltenden Rechtssprechung zulässig, dass ich probeweise als Privatperson ohne Gewerbeanmeldung die Goldnuggets / die Goldflitter in diversen Onlineauktionen veräußern kann, und dabei einen Jahresumsatz von 17.500 Euro (Kalenderjahr 2011) erzielen darf, insofern die Angabe der Verkaufserlöse dieser beabsichtigten Onlineauktionen mit der nächsten Einkommenssteuererklärung gegen über dem zuständigen Finanzamt zu erfolgen hat?

Höflich bitte ich um Ihre entsprechende Antwort. Besten Dank.

Freundliche Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Da Sie auf Dauer (12-18 Monate) und wohl mit Gewinnabsicht das Gold verkaufen, ist von einem wirtschaftlichen gewerblichen Tätigwerden auszugehen, so dass eine Gewerbeanmeldung erforderlich wird. Ihr Tätigwerden kein Hobby dar!Im Jahr, in welchem Sie die Einkünfte erzielen, also Ihnen diese zufließen, haben Sie diese auch im Rahmen Ihrer Steuererklärung zu deklarieren. Auf die Höhe der getätigten Umsätze kommt es hierbei nicht an. Dies spielt nur im Rahmen der Umsatzsteuer eine Rolle, inwieweit Sie Rechnungen mit oder ohne Umsatzsteuer ausstellen dürfen bzw. müssen, da Sie kein Kleinunternehmer mehr sind. Dies ist die von Ihnen erwähnte 17.500 € Grenze.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Hermes, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 01.07.2012 | 03:36

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Hermes,

erst einmal möchte ich mich bei Ihnen für die Beantwortung meiner gestellten Frage bedanken. Dazu möchte ich Ihnen folgendes mitteilen dürfen: Den Zeitraum von 12 – 18 Monate habe ich darum gewählt, weil ich mir erst einmal einen konkreten persönlichen Überblick = u.a. die Marktsituation - über den von mir beabsichtigten Onlineverkauf von Rohgold verschaffen möchte. Natürlich könnte auch ein weitaus kürzerer Zeitraum von z.B. 2 – 3 Monaten in Betracht kommen. Dieser wirklich sehr kurze Zeitraum hätte dann allerdings den Nachteil, einen weniger konkreten Überblick über die Marktsituation zu erhalten.

Ebenfalls möchte ich es in jedem Fall vermeiden gleich ein Gewerbe anzumelden. Denn für eine Gewerbeanmeldung ist es in jedem Fall erforderlich, dass ich dafür entsprechende Büroräume anmieten müsste. Hierzu wäre ggfls. auch wieder ein langwieriges Verfahren beim zuständigen Bauordnungsamt = Nutzungsänderungsantrag erforderlich. Verständlich dürfte wohl auch für Sie sein, dass ich in meiner selbst genutzten Eigentumswohnung wohl kaum vom zuständigen Bauordnungsamt einen positiven Bescheid auf Nutzungsänderung für teilweise gewerbliche Zwecke erhalten dürfte. Diese Eigentumswohnung liegt nämlich nach dem bauordnungsrechtlichen Bestimmungen in einem Wohngebiet. Weiterhin teilte mir die zuständige Sachbearbeiterin des Bauordnungsamtes in einem Vorab geführten Gespräch bereits mit, dass – selbst bei einem positiven Bescheid – KEINE schlichte gewerbliche Tätigkeit – hier nämlich der Onlineverkauf von Goldnuggets / Goldflittern – genehmigt werden könnte. Es könnte NUR z.B. eine künstlerische Tätigkeit auf freischaffender Basis genehmigt werden. Darum habe ich von der Stellung eines Nutzungsänderungsantrags abgesehen.

Weiterhin darf ich Ihnen mitteilen, dass aus den vorgenannten Gründen eine gewisse Probezeit von Bedeutung sein dürfte, in der ich als Privatperson die Goldnuggets anbieten möchte. In diesem Zeitraum beabsichtige ich allerdings KEINE Gewinne zu erzielen. Ebenfalls liegt mir ein gewerbsmäßiger Onlineverkauf fern. Der beabsichtigte Verkauf der Goldnuggets soll – VORERST einmal – rein hobbymäßig erfolgen. Für die Option, dass sich tatsächlich eine Rentabilität durch en Onlineverkauf von Goldnuggets ergeben sollte, beabsichtige ich ggfls. die Anmeldung eines Gewerbes. Darum wollen Sie mir bitte die folgende Nachfrage gestatten: Ist der HOBBYMÄßIGE Onlineverkauf unter den vorgenannten Umständen zulässig und wie viele Onlineverkäufe darf ich hobbymäßig aufgrund der geltenden Rechtssprechung vornehmen?

Aufgrund Ihrer Ausführungen habe ich zur Kenntnis genommen, dass ich gegenüber dem Finanzamt in jedem Fall deklarations- und steuerpflichtig bin. Unabhängig davon, ob ich das Rohgold nunmehr als Privatperson oder als Gewerbetreibender anbieten werde.

Gerne erwarte ich Ihre weitere Antwort, für die ich mich schon jetzt bei Ihnen bedanken möchte.

Freundliche Grüße nach München

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.07.2012 | 10:17

Hierzu gibt es verschiedene Urteile. Verkäufe von über 90 Artikeln im Monat über zB ebay wird als gewerbliche Tätigkeit und nicht als hobbymäßiger Privatverkauf angesehen.
Hier spielen Indizien immer eine Rolle.

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