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Privatverkauf bei Ebay käufer möchte nach drei Monate Ware nicht mehr


24.02.2006 18:53 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Sehr geehrte Damen und Herren,
bei mir stellt sich folgendes Problem. Ich habe vor 3 Monaten bei ebay ein Bett für 800,- verkauft. Es war ein ausstellungsstück das ich für mich wollte es aber dann weiterverkauft hatte weil es in mein Zimmer nicht gepaßt hat. Es war aber unbenutzt und somit als "Neuwertig" verkauft. So hatte ich auch alles in meiner Auktion beschrieben das es "neuwertig und unbenutzt ist, jedoch als Gebraucht von Privat verkauft wird ohne Garantie und unter ausschluß jeglicher Gewährleistung. Bieten sie nur wenn sie mit diesen bestimmungen einverstanden sind" . Soweit sogut.
Nach der bezahlung hatte ich eine Möbelspedition beauftragt die speziell für empfindliche Möbel die man nicht verpacken kann, einen versicherten Transport gewährleisten. Habe deshalb nur die Ecken verpackt. Bei der abholung war das Bett in Einwandfreien zustand was auch vom Fahrer unterschrieben wurde.
Bei der Anlieferung wurde das Bett wohl beschädigt abgegeben, die Empfängerin(Käuferin) unterschrieb mit dem Zusatz unter Vorbehalt, da sie ersehen konnte das mit dem Bett irgendetwas nicht stimmte. Die Jungs von der SPedition wussten das wohl da sie darauf drängten gleich gehen zu müssen.
Daraufhin bekam ich nachricht von ihr und nach kurzer vereinbarung hatte ich ihr den versicherungsfall an sie abgetreten. Die Möbelspedition wollte für den Schaden nicht aufkommen da sie sich auf eine Klausel, die natürlich beim Auftragsstart nicht zu ersehen war, berufen haben die besagt das die Spedition wohl dafür wirbt Möbel unverpackt zu versenden, aber dadurch das ich die Ecken verpackt habe, um eine beschädigung vorzubeugen, alles hätte verpacken müssen. Im klartext: hätte ich die Ecken nicht verpackt (die Ecken waren garnicht beschädigt sondern alles andere was unverpackt war)hätte ich wohl entschädigung erhalten. Hätte ich alles verpackt hätte ich auch entschädigung erhalten. Da ich aber die Sache an die Käuferin abgetreten habe hatte ich damit nichts mehr zu tun und sie hat wohl auch nichts mehr dagegen unternommen und sich somit damit abgefunden.
Ich kam ihr dann entgegen und habe einen bekannten beauftragt auf meine Kosten die beschädigten Teile neu zu überziehen. Er sagte mir nach vollendeter arbeit das sich im Schlafzimmer eine Baustelle befand wo auch das Bett stand, es war wohl ein Wasserschaden und der wurde aufwendig restauriert. Das war 1 Monat nach der Lieferung.
Nach dem 2. Monat schrieb sie mir in einer email das Kleberückstände auf dem Kunstleder die von der verpackung stammten, nicht zu beseitigen waren. Nun wollte sie das Bett nicht mehr und ich hatte ihr ein angebot gemacht das Bett für 500,- zurückzunehmen. Daraufhin wollte sie es doch noch behalten mit dem Vorschlag ihr Kunstleder zu senden damit sie selber von einem Polsterer das Bett neu beziehen zu lassen. Das habe ich gemacht(das Leder habe ich bezahlt). Nach dem 3.Monat (diese Woche) bekam ich eine mail das sie das Bett jetzt nicht mehr möchte, ich es zurücknehmen soll und den vollen Kaufbetrag zurück überweisen solle. Sie beruft sich auf ein Recht über eine Neue Rechtspechung in Deutschland womit sie das Recht habe die Ware zurückzusenden. Sie gab mir eine frist ihr das Geld zu überweisen und behält sich weitere Schritte vor.
Wie soll ich mich weitehin verhalten? Hat sie die möglichkeit damit vor Gericht durchzukommen? Soll ich mir einen Anwalt nehmen? Wie stehen die Chancen das sie damit durchkommt? Ich habe bei Ebay Privat verkauft und habe die artikelbeschreibung so erstellt das man dies auch ersehen kann. Ich habe keinen Shop oder verkaufe viele dinge über ebay. Bitte helfen sie mir.......

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Sehr geehrter Ratsuchender

aufgrund Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Sie haben sich mit der Käuferin letztendlich darauf geeinigt, dass zur Beseitigung angeblicher Mängel Sie der Käuferin das Kunstleder auf Ihre Kosten schicken; die Käuferin sollte dann selbst den angeblichen Mangel beseitigen.
Ich gehe davon aus, dass dieser Sachverhalt von Ihnen auch so bewiesen werden kann, durch Vorlage von Schriftverkehr, ... emails oder ähnlichem.

Mit dieser Vereinbarung haben Sie eine enentuelle Gewährleistungspflicht jedenfalls einvernehmlich abgeändert. Nachdem Sie Ihrer Verpflichtung nachgekommen sind, besteht diesbezüglich kein Anspruch der Käuferin mehr.

Die Käuferin schein sich auf das Wiederrufs- und Rückgaberecht bei Fernabsatzverträgen, § 312 d BGB berufen zu wollen.
Diese Vorschriften finden aber nur zwischen Unternehmer und Verbraucher Anwendung, § 312 b I S1. BGB.

Unternehmer ist gem. § 14 BGB "...jede natürliche Person...", die ..."bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstädngien beruflichen Tätigkeit handelt. ..."

Nach Ihren Angaben sind Sie beim Verkauf als Privatmann tätig geworden und deshalb kein Unternehmer. Ein Rückgabe- oder Widerrufsrecht der Käuferin besteht daher nach Ihren Angaben nicht.

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung scheint die Käuferin also keine berechtigten Ansprüche gegen Sie zu haben.

Die Einschaltung eines Rechtsanwalts bereits zum jetzigen Zeitpunkt kann für Sie deshalb vorteilhaft sein, weil unberechtigte Anspruchsteller oftmals bereits durch ein fundiertes Antwortschreiben in ihre rechtlichen Schranken gewiesen werden können.

Gerne können Sie mich in dieser Angelegenheit beauftragen. Meine Kontaktdaten finden Sie im Kopf der Antwort.

Ich hoffe, ich haben Ihnen einstweilen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen
Iris Lemmer-Krueger
-Rechtsanwältin-

Nachfrage vom Fragesteller 24.02.2006 | 20:28

Vielen Dank für ihre Antwort!
Ich habe alle emails gespeichert die das beschriebene Dokumentieren. Ich würde ihre Dienste gerne in Anspruch nehmen indem sie einen Brief an die Käuferin schreiben. Ist es ein Problem das sie nicht in meinem Umfeld ansässig sind? Ich wohnen in Göppingen zwischen Stuttgart und Ulm. Ist das Sinnvoll falls es zu einem längeren Streitfall kommen würde?
Ich bedanke mich schon mal Herzlich für ihre Antwort ich finde diese Internetseite Klasse! Sehr einfach und schnell!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.02.2006 | 20:39

Sehr geehrter Ratsuchender,
in den Zeiten des Internets ist die räumliche Entfernung grundsätzlich kein Problem. Das Nähere können wir zunächst per e-mail und Telefon erörtern, auch wie beim Streitfall vorgegangen werden soll.
Bitte nehmen Sie wegen einer Mandatierung über meine Homepage www.die-Rechtschaffenden.de mit mir Kontakt auf.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin

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