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Privatverkauf - Wie soll ich mich Verhalten? Wer hat Recht?


| 11.02.2007 23:41 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe am 23.07.2005 mein Motorrad Privat verkauft.
Im Kaufvertrag wurde angekreuzt, dass das Motorrad ein Unfallfahrzeug ist. Dort ist zum ankreuzen aufgeführt: "nein; unbekannt; Ja, mit folgenden Schäden:“, wobei angekreuzt wurde: “ja, mit folgenden Schaden: Verkleidung“.
Nun wollte der Käufer das Motorrad weiterverkaufen und stellte dabei fest, dass das Motorrad einen anderen Tank und eine andere Sitzbank bekommen hatte. Er rief mich an und möchte nun eine Entschädigung haben, da er meinte, er hätte das Motorrad nie gekauft, wenn er gewusst hätte, dass es ein Unfallfahrzeug sei, wo Tank und Heck erneuert wäre.
Ich bin der festen Meinung, dass ich Ihm mitgeteilt habe, dass es sich um ein Unfallfahrzeug handelt und ich den Tank, das Heck und andere kleine Teile erneuern musste.
Im Kaufvertrag ist aber nur Verkleidung aufgeführt. Diese Teile hatte ich noch nicht ersetzt. Dadurch ist aber auch erkenntlich, das es sich um ein Unfallfahrzeug handelt. Des Weiteren steht im Vertrag: "Das Fahrzeug wird unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft. Der Verkäufer bestätigt, dass das Fahrzeug sein Eigentum ist und dass ihm keine Mängel bekannt sind, von denen er den Käufer nicht unterrichtet hat sowie dass alle Angaben in diesem Vertrag richtig sind".
Der Käufer versucht das Fahrzeug bei Ebay weiter zu verkaufen. Falls es ihnen was bringt, habe ich Ihnen ein Link angefügt.
http://cgi.ebay.de/YAMAHA-R6-YZF-POLIERTE-FELGEN-KLEINE-BLINKER-REIFEN-NEU_W0QQitemZ110088587246QQihZ001QQcategoryZ9804QQrdZ1QQcmdZViewItem

Meine frage ist nun, bin ich schuldig, da im Vertrag nicht aufgeführt ist, dass Tank und Rückbank getauscht wurden oder reicht das Kreuz "Unfallfahrzeug: ja, mit folgenden Schäden: Verkleidung"? Hat er überhaupt nach 16. Monaten noch das Recht darauf, den Vertrag anzufechten, da es sich ja um einen Privatverkauf handelt und ich glaube auf diesen Verträgen eine Gewährleistung von einem Jahr besteht, oder irre ich mich da?
Sollte ich mich lieber auf eine Forderung mit Ihm einlassen oder sollte ich gegen angehen bzw. es auf einen Rechtstreit ankommen lassen? Da ich noch nicht Rechtschutz versichert bin (welche ich aber schnellstmöglich abschließen werde), habe ich Angst vor hohen Kosten, zu welcher Lösung Raten sie mir?

Mit freundlichen Grüßen

12.02.2007 | 00:50

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Die Gewährleistungsfrist auch bei Privatverkäufen beträgt zwei Jahre, der Käufer kann also nach 16 Monaten durchaus einen Schadensersatzanspruch geltend machen.

Jedoch muss er beweisen können, dass die Mängel bereits bei Verkauf vorgelegen haben.
Daher bitte ich um eine kurze Mitteilung, ob Sie ihm schriftlich bestätigt haben, dass Tank und Sitz ausgetauscht haben.
Zudem wird bei Ebay erwähnt, dass vor dem Verkauf ein Yamaha-Händler das Motorrad untersucht hat und keine Mängel fand.
Haben Sie dessen Bericht noch, und wenn ja, was stand dadrin bezüglich Tank und Sitz.

Auch müssten der ausgetauschte Tank und Sitz einen Mangel darstellen. Wenn, wie eigentlich üblich, der Käufer das Motorrad vor dem Kauf besichtigt und probegefahren ist und der Kaufvertrag eine sogenannte "Gekauft-wie-gesehen"-Klausel enthält, stellen die ausgetauschten Teile keinen Mangel dar.
Daher bitte ich um eine kurze Mitteilung, ob die Probefahrt bzw. Besichtigung stattgefunden hat und ob eine solche Klausel gegeben ist.

Wenn diese Besichtigung/Probefahrt sowie die Klausel gegeben ist, so haben Sie keine Schadensersatzforderung zu befürchten.

Ich rege daher an, den Käufer auf die, sofern gegeben, Probefahrt/Besichtigung und die Klausel hinzuweisen.

Sollte er hartnäckig bleiben oder gar einen Anwalt hinzuziehen, so rege ich an, einen örtlichen Kollegen Ihres Vertrauens hinzuzuziehen.

Bitte benutzen Sie für die erbetenen Mitteilungen sowie bei sonstigem Bedarf die kostenlose Mitteilungsfunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung stellt eine erste rechtliche Orientierung dar.


Nachfrage vom Fragesteller 12.02.2007 | 21:07

Sehr geehrter Herr Weber,

als erstes möchte ich mich für die schnelle und Fachkompetente Antwort bedanken.

Ich habe dem Käufer nicht schriftlich mitgeteilt, dass ich den Tank und das Heck des Fahrzeuges erneuert habe. Ich empfand dies auch nicht als notwendig, da ich die Teile ersetzt hatte und sie voll Funktionstüchtig waren. Des Weiteren habe ich gestern bei Mobile das Motorrad gefunden, wo er auf Schäden vom Vorbesitzer hinweist und sogar den Rahmen vom Yamahahändler durchchecken lies.
Der Link: http://mobile.de/SIDpMOg-M-Yh-0GlagEdvCfbg-t-vaNexlCsAsCsK%F3P%F3R~BmSB11LsearchPublicJ1171238075A1LsearchPublicD1300IMotorbikeW-t-vctpLtt~BmPA1A1B20A2%81%5C-t-vCaMkMoQuSeUnVbZRZi_X_Y_x_ycosO~BSRA6B99E26000BR6BGNDKRADA0HinPublicB50E19053A2A0A0A0ADA0/cgi-bin/da.pl?bereich=krad&sr_qual=GN&top=2&id=11111111244229793&

Damit gibt er doch zu verstehen, das es Ihm bekannt ist, das ich als Vorbesitzer den Tank und das Heck erneuert habe, oder!? Ich habe mir die Seite sicherheitshalber ausgedruckt. Außerdem hat das Fahrzeug am 03/06 neu HU und AU bekommen, spätestens dort, hätten mir Mängel, wenn vorhanden, doch gemeldet werden müssen, oder!? Mir kommt es so vor, als wenn er das Motorrad nicht nach seinen Vorstellungen verkauft bekommt und ich jetzt drunter leiden soll. Der Käufer versucht das Motorrad sogar über den damaligen Kaufpreis (der damalige Kaufpreis betrug 5400€) weiter zu verkaufen.
Aber trotzdem steht im Kaufvertrag nur, das es ein Unfallfahrzeug ist, mit folgenden Schäden: Verkleidung. Das wären auch noch die einzigen Schäden, die ich nicht ersetzt hatte.
Hätte ich im Kaufvertrag den Tank und die Rückbank schriftlich festhalten müssen, obwohl die Teile wieder voll funktionstüchtig waren?
Habe auch schon überlegt, ob der Käufer vielleicht selbst ein Unfall mit dem Motorrad hatte und sie jetzt nicht verkauft kriegt. Denn wer läst sein Motorrad schon freiwillig vom Yamahahändler auf verzogenem Rahmen kontrollieren. Das kostet richtig Geld, ich habe es damals machen lassen, wobei sich der Rahmen im Tolleranzbereich des Herstellers befindet. Dieses habe ich Ihm aber nicht mitgeteilt, da das Motorrad ja wieder voll Funktionstüchtig war.
Er hat sich das Motorrad angesehen und eine Probefahrt durchgeführt. Aber im Kaufvertrag steht keine so genannte "Gekauft-wie-gesehen"-Klausel." Unten steht nur Kleingedruckt: “Das Fahrzeug wird unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft. Der Verkäufer bestätigt, dass das Fahrzeug sein Eigentum ist und dass ihm keine Mängel bekannt sind, von denen er den Käufer nicht unterrichtet hat sowie dass alle Angaben in diesem Vertrag richtig sind".

Meine Frage wäre nun noch, in welcher Form könnte er mir gefährlich werden? Kann er den Kaufvertrag anfechten? Muss ich zugeben, dass ich die Teile ersetzt habe? Er kann sie nach der langen Zeit ja selber ersetzt haben! Wie kann ich mich verhalten? Was kann ich Ihm gegenüber äußern und was sollte ich Ihm nicht mitteilen?
Könnten hohe Kosten für mich entstehen, wenn es vor Gericht gehen sollte und ich ein Anwalt hinzuziehen muss?

Danke für die gute Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.02.2007 | 21:38

Sehr geehrter Ratsuchender,

solange Sie dem Käufer den Austausch nicht schriftlich bestätigt haben, müssen Sie diesen auch nicht zugeben.

Der Kaufvertrag kann auch nicht angefochten werden, da der Käufer das Motorrad zuvor gesehen und probegefahren ist.

Sie sollten dem Käufer möglichst nichts mehr mitteilen und nach Möglichkeit nichts mehr tun, solange keine Fristen genannt werden oder solange kein Kollege sich einschaltet.

Grundsätzlich können je nach Klagebegehren Kosten entstehen, jedoch ist es mir aus der Distanz leider unmöglich, die genauen Kosten vorherzusagen. Jedoch wird jeder Kollege Ihnen gerne einen Kostenvoranschlag machen bzw. eine Kostenabschätzung geben.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

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"Schönen Dank an Herr Weber, er hat mir sehr geholfen!!
Ich werde in Zukunft öffter auf Ihn bzw. seinen Kollegen zurückgreifen. "
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Schönen Dank an Herr Weber, er hat mir sehr geholfen!!
Ich werde in Zukunft öffter auf Ihn bzw. seinen Kollegen zurückgreifen.


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