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Privatsphäre im gemeinsamen Haus nach Trennung (unverheiratet)

07.11.2016 21:35 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


06:56

Guten Tag,

ich besitze gemeinsam mit meiner Exfreundin (unverheiratet) ein Einfamilienhaus (beide stehen zu jeweils 50/100 im Grundbuch). Wir haben uns nun getrennt und uns darauf geeinigt, dass ich zunächst im Haus wohnen bleibe (sie ist ausgezogen). Die Hälfte der Kreditrate (die Kredite laufen auf beide Eigentümer zu jeweils 50/100) wird weiterhin von meiner Exfreundin bedient. Meine Exfreundin besitzt weiterhin die Schlüssel zum Haus und holt seit mittlerweile einem Monat nach und nach Gegenstände aus dem Haus. Ich habe Sie darum gebeten sich vorher bei mir zu melden, damit ich mich darauf einstellen kann. Leider macht Sie das nicht und kommt unangemeldet und zu teilweise "außergewöhnlichen" Zeiten vorbei (z.B. Abends gegen 20 Uhr oder am Wochenende Morgens gegen 8 Uhr) um dann 2-3 kleine Gegenstände aus dem Haus zu holen.

Gibt es Gesetzestexte die besagen, dass sie sich trotz der Miteigentümerschaft mit einer gewissen Frist ankündigen muss (bzw. Zeiten im Einvernehmen abgesprochen werden müssen), bzw. gibt es Zeiten zu denen Sie generell nicht Erscheinen dürfte (früh morgens / abends) , oder darf Sie ohne Vorankündigung zu jeder Tages- und Nachtzeit kommen und gehen?

07.11.2016 | 22:15

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Zwar ist Ihre Ex-Partnerin noch Eigentümerin, jedoch hat sie erkennbar ihren Nutzungswillen und Willen zum unmittelbaren Besitz an der Immobilie durch den Auszug aufgegeben.

Aus diesem Grund darf sie nicht ohne Ankündigung und Absprache dauernd erscheinen.

Eine Gesetzesvorschrift, die genau diese Konstellation behandelt, gibt es nicht, jedoch folgt es aus allgemeinen Grundsätzen von Besitzrechten und Achtung der Privatsphäre.

Fordern Sie sie auf, ihre Sachen auf einmal abzuholen und benennen Sie ihr drei zumutbare Termine hierfür. Einen soll sie wahrnehmen.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Draudt
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 07.11.2016 | 22:31

Vielen Dank!

Ich habe an anderer Stelle einmal gelesen, dass der Verzicht auf Nutzungswillen und zum unmittelbaren Besitz erst nach 6 Monaten (nach dem Auszug) eintreten würde. Hierbei reicht aber dann auch ein Monat aus?

Vielen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.11.2016 | 06:56

Das bezieht sich darauf wieder einziehen zu wollen.

ANTWORT VON

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