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Privatkredit/Treuhand mit unklaren Konditionen

06.08.2012 18:22 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Vor gut einem Jahr organisierte ich einen Junggesellenabschied. Einer der Mitfahrer, der einiges per Kreditkarte ausgelegt hatte, sollte danach noch etwa 550€ bekommen. In den Aufrechnungen per Email brach er den Kontakt ab nachdem ich ihn in friedlichem Ton auf einen Rechenfehler seinerseits und zu seinen Gunsten aufmerksam gemacht hatte und meldete sich seitdem über ein Jahr nicht mehr. Ich versuchte aus Ärger auch nicht ihn zu erreichen. Ein Teil des Geldes, etwa 200€, wurde nie von mir eingesammelt. Die verbleibenden 350€ befanden sich damals auf meinem Konto; ich vergaß sie nach einigen Monaten und trennte sie unbedachterweise nicht mehr von meinem privaten Geld.

Kürzlich schrieb er mir, dass ihm beim Durchsehen alter Mails aufgefallen sei, dass er noch Geld bekomme. Dem ursprünglichen Fehler hat er in dieser Mail zugestimmt und ihn korrigiert.
Ich lebe momentan von sehr wenig Geld welches ich selber erwirtschafte und verfüge nicht über die fragliche Summe. Unser Verhältnis ist schon sehr lange unterkühlt und teilweise aggressiv, es hat sich einfach und ohne bemerkenswerte Vorfälle so ergeben. Auffällig war mir, dass an dem Tag seines Schreibens die Rückschaumöglichkeit meiner Onlinebank bzgl. der Details exakt auf den Tag unseres letzten Schriftverkehrs datierte. Aus dem schwer wiederzugebenden Gesamtbild heraus habe ich Sorge, dass es seine Absicht ist mir Ärger zu machen, womöglich primär. Ich möchte ihm eine Ratenzahlung anbieten, erwarte aber eine schwierige Einigung. Ich traue ihm zu, dass er jemanden professionell mit der Geldbeschaffung beauftragt ohne das dies zwingend nötig wäre. Ich welchem juristischen Rahmen bewegen wir uns in den letztgenannten Punkten?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie schreiben selbst, dass dieser Person noch Geld zusteht.

Er hat daher die Möglichkeit, den Betrag und möglicherweise auch Zinsen z.B. durch einen Anwalt eintreiben zu lassen oder aber gleich zu klagen bzw. einen gerichtlichen Mahnbescheid zu beantragen.

Wenn Sie sich in Zahlungsverzug befinden, haben Sie auch die Kosten der Rechtsverfoglung (z.B. die des Anwalts) zu tragen

Eine Einigung in Form einer Ratenzahlung ist auch für ihren Gläubige der beste Weg.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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