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Privatkauf Auto

06.03.2018 20:25 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Guten Abend,

ich habe am 14.02.2018 für meine Sohn von privat einen Gebrauchtwagen gekauft (TÜV noch bis Mai 2019, ohne offenkundige Mängel).
Nach wenigen Tagen (da kam die Kältewelle in Hamburg an) fiel uns auf, dass die Heizung wenig / nicht funktionierte.
Heute morgen hatte mein Sohn einen platten Reifen links vorne. Der gerufene ADAC-Experte tauschte den Reifen gegen ein Notrad, hat dabei festgestellt, dass im Kofferraum Wasser steht (das war durch das Reserverad verdeckt) und dass zumindest links vorne auch die Bremse absolut nicht in Ordnung und dringend reperaturbedürftig ist. Im Reifen befand sich ein Nagel, der den Abriebspuren zufolge auch schon eine Weile im Reifen war. Insgesamt summieren sich jetzt die Mängel an dem Wagen doch (Heizung, Reifen, Bremse, Wasser).
Im Kaufvertrag ist die Gewährleistung NICHT ausgeschlossen, zu diesem Thema findet sich keine der üblichen Zusätze. Der Kaufvertrag ist vom Verkäufer handgeschrieben und entspricht daher wohl nicht so ganz dem üblichen Standard.
Meine Frage: Wie ist denn jetzt der Ablauf? Eigentlich würde ich das Auto gerne so schnell wie möglich in meine Werkstatt bringen und zumindest Bremsen und Reifen in Ordnung bringen lassen.
Ich denke aber, ich habe jetzt doch etliche Ansprüche gegen den Verkäufer... ? Wäre ein Gutachten sinnvoll, in dem evtl. noch weitere Mängel gefunden werden? Kann so ein Gutachten "meine" Werkstatt machen? Oder kann ich reparieren lassen und dann versuchen, die Kosten vom Verkäufer wenigstens anteilig zurückzuholen?

Ich bin für jede Hilfe dankbar.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie sollten dem Verkäufer zunächst die Mängel anzeigen und ihn auffordern, nachzubessern. Die Aufforderung ist nur dann entbehrlich, wenn eine Nachbesserung nicht mehr möglich ist, etwa bei dem beschädigten Reifen.

Listen Sie alle Mängel auf und setzen Sie ihm eine angemessene Frist, diese Mängel zu beheben. Eine Woche wird reichen. Dazu wird er das Auto bei Ihnen abholen lassen müssen.

Verstreicht diese Frist, wovon auszugehen ist, oder verweigert der Verkäufer die Nachbesserung, dürfen Sie die Mängel selbst beseitigen lassen und Schadensersatz verlangen - oder aber vom Kaufvertrag zurücktreten und Rückabwicklung des Kaufvertrages verlangen.

Einen Gutachter müssen Sie nicht beauftragen. Es reicht, wenn Sie die vom ADAC festgestellten Mängel mitteilen und den Verkäufer auffordern, nachzubessern.

Also: keine Reparatur ohne vorherige Fristsetzung an den Verkäufer! Wenn Sie nicht weiterkommen, sollten Sie sich an einen Anwalt wenden, der Ihre Ansprüche durchsetzt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 07.03.2018 | 08:34

Vielen Dank für Ihre schnelle und kompetente Antwort.
Ich habe nur Bedenken, dass eine Werkstatt bei genauer Prüfung noch mehr Mängel feststellt als der Herr vom ADAC nebenbei beim Reifenwechsel. Daher meine Idee mit der Vorstellung des Wagens in einer Werkstatt.
Irgendwann müsste man ja auch darüber nachdenken, ob eine Reparatur wirtschaftlich überhaupt noch sinnvoll wäre.
Wenn ich Sie recht verstehe, zeige ich dem Verkäufer jetzt die bekannten Mängel an und genau diese würden dann auch von ihm (oder letztlich von mir) beseitigt werden dürfen. Bei neuen Mängeln würde das "Spielchen" dann wieder von vorne beginnen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.03.2018 | 08:44

Sie können natürlich das Fahrzeug einmal genauer unter die Lupe nehmen lassen. Die Kosten dafür bekommen Sie aber vom Verkäufer nicht erstattet, wenn keine weiteren Mängel außer den bereits bekannten auftauchen. Da ein Gutachten nicht billig ist, gehen Sie damit also ein erhebliches Kostenrisiko ein.

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