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Privatisolvenz

| 22.02.2015 23:58 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Insolvenzverfahren bei Forderung aus Straftaten. Für Forderung aus Straftaten hat der Gläubiger die Möglichkeit diese Forderung mit dem Vermerk "aus unerlaubter Handlung" aufnehmen zu lassen. Die Forderung ist dann nicht von der erteilten Restschuldbefreiung umfasst.

Hallo.

Ich habe durch viele Betrugs Straftaten sehr viele Schulden, und jetzt moechte ich gern wissen ob ich in die Privatisolvenz gehen kann, oder ob das bei Straftaten aus den Schulden hervorgehen nicht geht, und wenn es nicht geht, was habe ich dann fuer moeglichkeiten um gegen die Schulden anzukämpfen?

Ich freue mich sehr auf eine Hilfreiche Antwort.

Mfg.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Sie haben natürlich die Möglichkeit einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu stellen. Je nach Art der Verbindlichkeiten ist bei einem Verbraucherinsolvenzverfahren ein außergerichtlicher Schuldenbereinigungsplan vorzuschalten. Bei einer Regelinsolvenz ist dies nicht erforderlich.

2. Im Falle einer Verbraucherinsolvenz erhalten die Gläubiger Kenntnis von Ihrem Vorhaben die Verbindlichkeiten durch ein Insolvenzverfahren zu regulieren. Hier erhalten Sie dann erstmals eine mögliche Reaktion auf Ihr Vorhaben.

3. Kommt es nicht zu einer außergerichtlichen Schuldenregulierung durchlaufen Sie das Insolvenzverfahren und anschließend die Wohlverhaltensphase.

4. Die Gläubiger haben dabei die Möglichkeit die Forderung gegenüber Ihnen zur Insolvenztabelle anzumelden. Darüber hinaus haben die Gläubiger die Möglichkeit bei Forderung aus einer Straftat, diese als Forderung aus einer unerlaubten Handlung anzumelden. Sinn und Zweck dieser Anmeldung ist, dass die Forderung aus unerlaubter Handlung nicht an der Erteilung der Restschuldbefreiung teilnimmt und nach Abschluss des Insolvenzverfahrens weiter geltend gemacht werden kann. Sie haben die Möglichkeit der Anmeldung des Gläubigers er habe eine Forderung aus unerlaubter Handlung zu widersprechen. Der Gläubiger muss dann in einem Gerichtsverfahren feststellen lassen, dass es sich um eine Forderung aus unerlaubter Handlung handelt.

5. Werden die Forderung aus unerlaubter Handlung zur Insolvenztabelle festgestellt, können diese Forderung nach Abschluss des Verfahrens und erteilter Restschuldbefreiung weiterhin gegen Sie geltend gemacht werden. Für die Dauer des Insolvenzverfahrens können die Gläubiger Sie jedoch nicht in Anspruch nehmen.

6. Die Durchführung des Insolvenzverfahren macht dann Sinn, wenn nicht alle Gläubiger Ihre Forderung zur Insolvenztabelle anmelden bzw. die Gläubiger nicht die Forderungsanmeldung mit dem Zusatz aus unerlaubter Handlung versehen. Sollten dennoch einige Gläubiger die Forderung aus unerlaubter Handlung anmelden, besteht noch immer die Möglichkeit nach Abschluss des Insolvenzverfahrens mit den Gläubigern über einen Vergleich zu verhandeln.

7. Das Insolvenzverfahren bietet keinen Gewähr, dass Sie eine vollumfängliche Restschuldbefreiung erlangen. Allerdings haben Sie die Möglichkeit, dass wenn einige Gläubiger ihre Forderung nicht als Forderung aus unerlaubter Handlung geltend machen, Sie hinsichtlich dieser Forderung Restschuldbefreiung erhalten. Sollte noch ein Rest an Gläubiger bestehen bleiben, sollten Sie dann mit diesen nachverhandeln.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 25.02.2015 | 07:29

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