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Privatinsolvenz vorzeitig beenden?

| 01.04.2016 00:06 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Keine Aufhebung eines Insolvenzverfahren durch den Schuldner.

Liebes Anwalts-Team,

mein Mann und ich haben Privatinsolvenz beantragt. Ich selbst befinde mich bereits in der Wohlverhaltensphase. Mein Mann noch nicht. Nun ist mein Mann ( 74 Jahre alt ) am 5.2.2016 eine Steintreppe hinab gestürzt und befindet sich seither mit einem Schädel-Hirn-Trauma in der Klinik. Frontallappen sehr geschädigt.
Er hat bis zu diesem Datum auch noch zusätzlich ( zur Rente ) gearbeitet. Das war dem Treuhänder auch bekannt.
Nun ist mein Mann derart geschädigt, dass er nicht wieder ein normales Leben wird führen können. Er wird behindert bleiben.
Meine Frage an Sie ist jetzt, ob man eine Privatinsolvenz unter diesen Umständen nicht beenden kann. Ich selbst habe nur eine kleine Mütterrente für 5 Kinder und die Rente meines Mannes ist auch nicht sehr hoch. Eine andere, behindertengerechte Wohnung zu finden ist unter diesen Umständen sich völlig unmöglich.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie mir eine Antwort geben könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Eine Privatinsolvenz kann durch den Schuldner nicht beendet werden. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist eine Aufhebung nicht mehr möglich.

2. Allenfalls die Gläubiger können zu einer vorzeitigen Beendigung des Verfahrens beitragen, wenn diese die Forderungsanmeldung zurücknehmen.

3. Soweit der Schuldner seinen Mitwirkungspflichten wissentlich nicht nachkommt und das Insolvenzgericht die Versagung der Restschuldbefreiung ausspricht endet das Verfahren, § 299 Inso.

4. Dies sollte aus meiner Sicht nicht angestrebt werden, da dann die Gläubiger wieder die Möglichkeit haben im Wege der Zwangsvollstreckung auf das Vermögen und Einkommen Ihres Mannes zuzugreifen. Auch wenn dieser kein Vermögen hat und das Einkommen unterhalb der Pfändungsfreigrenze liegt, bedeuten Zwangsvollstreckungsmaßnahmen Ärger und Aufwand. Daher sollte das Insolvenzverfahren fortgeführt werden.

5. Soweit das Einkommen über dem Pfändungsbeitrag liegt, sollte beantragt werden, dass der Pfändungsfreibetrag krankheitsbedingt erhöht wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 01.04.2016 | 11:08

Sehr geehrter Herr Schröter,

ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen für die Antwort bedanken. Sie haben meine Frage zur Gänze beantwortet. Gleichzeitig möchte ich mich entschuldigen, dass mein Beitrag für eine Beratung so gering ausgefallen ist. Leider war mir nicht mehr möglich.

Mit freundlichen Grüßen
I.- C. S.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.04.2016 | 11:28

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Wenn sich noch Nachfragen ergeben, können Sie sich gerne an mich wenden.

Viele Grüße

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 01.04.2016 | 11:18

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Obwohl ich nicht sehr viel bezahlt habe, hat sich Herr Schröter nicht gescheut auf meine Frage zu antworten. Nochmals herzlichen Dank!"
Stellungnahme vom Anwalt:
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