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Privatinsolvenz und Zwangsversteigerung

| 13.04.2013 20:42 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Carsten Neumann


Zusammenfassung: Ein Recht eines Insolvenzgläubigers, das ihn zur abgesonderten Befriedigung berechtigt, wird durch die Restschuldbefreiung nicht berührt (§ 301 Abs. 2 Satz 1 InsO).

Bei meiner Privatinsolvenz hat sich die Bank für mein Hausgrundstück mit voller Schuldsumme in die Insolvenztabelle eintragen lassen. Gleichzeitig hat die Bank das Hausgrundstück aus die Insolvenzmasse genommen, um es selbst zu veräußern. Nach 6 Jahren Wohlverhaltenzeitraum versucht die Bank das Hausgrundstück immer noch zu versteigern. Die Bank hatte in den 6 Jahren Zahlungen aus den Verwertungseinnahmen erhalten. Die Restschuldbefreiung ist ohne Bedenken von dem Insolvenzverwalter beantragt worden. Ich habe die Restschuldbefreiung noch nicht schriftlich bekommen.
Ist die Zwangsversteigerung noch rechtens? Was kann ich gegen den Versteigerungstermin unternehmen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, dass für die Bank ein Grundpfandrecht (Grundschuld, Hypothek)für das Hausgrundstück im Grundbuch eingetragen ist. Auf Grund dieses Grundpfandrechts ist die Bank zur sog. abgesonderten Befriedigung berechtigt (§ 49 InsO), d.h. sie kann die Zwangsversteigerung in das Grundstück betreiben. Rechte der Insolvenzgläubiger, die im Insolvenzverfahren zu einer abgesonderten Befriedigung berechtigen, werden von der Restschuldbefreiung nicht berührt, § 301 Abs. 2 Satz 1 InsO. Dies bedeutet, das Grundpfandrecht der Bank erlischt durch die restschuldbefreiung nicht, und die Bank ist weiterhin berechtigt, aus dem Grundpfandrecht die Zwangsversteigerung in das Hausgrundstück zu betreiben. Soweit die Bank während des Insolvenzverfahrens mit der abgesonderten Befriedigung ausfällt, weil sich das Grundstück nicht verwerten lässt, wird sie anteilig an der Verteilung der Insolvenzmasse beteiligt (§ 52 InsO). Diesen Betrag muss sich die Bank auf ihr abgesondertes Befriedigungsrecht anrechnen lassen.

Sollte bei einer Zwangsversteigerung ein Mehrerlös erzielt werden, der das abgesonderte Recht der Bank, soweit es noch nicht befriedigt ist, übersteigt, ist dieser Mehrerlös nach Abzug der Verfahrenskosten an Sie auszukehren.

Die Zwangsversteigerung ist noch rechtens, und Sie können hiergegen nichts unternehmen, es sei denn, Sie lösen das Grundpfandrecht der Bank durch Zahlung ab.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Neumann, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 13.04.2013 | 21:39

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