Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
478.661
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Privatinsolvenz und Gewerbe


26.10.2015 12:43 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Park, LL.B.



Ich bin als Grundschullehrerin angestellt u. bekomme 2.500.- netto/m.
Über eine Schuldnerberatungskanzlei wird momentan ein Privatinsolvenzverfahren
vorbereitet. Seit 2006 betreibe ich nebenbei ein Gewerbe - Handel mit Antiquitäten
im eBay. Die Kanzlei behauptet nun, dass das Gewerbe abgemeldet werden müsste,
weil sonst ein Privatinsolvenzverfahren nicht möglich sei.
Ich gehe aber davon aus, dass es im Interesse der Gläubiger wäre, wenn ich noch
nebenbei was erwirtschafte. Was und wieviel lässt sich ja den jährlichen Steuer-
bescheiden entnehmen, das wäre doch kein Problem.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

Eine Gewerbeabmeldung vor dem Gang in die Verbraucherinsolvenz ist nicht zwingend erforderlich. Die Abmeldung des Gewerbes ist keine Voraussetzung für eine Verbraucherinsolvenz.

Insbesondere für die erste Phase eines solchen Verfahrens, der Schuldenbereinigungsphase i.S.d. § 305 Abs. 1 Nr. 1 InsO ist eine Gewerbeabmeldung nicht notwendig, sogar eher hinderlich.

Erst wenn ein von Ihnen ausgearbeiteter Schuldenbereinigungsplan ausgearbeitet und gescheitert ist, sollten Sie sich Gedanken über eine Gewerbeabmeldung machen.

Mit einem angemeldeten Gewerbe und mit mehr als 20 Gläubigern wäre ein Regelinsolvenzverfahren denkbar. Dies ist grundsätzlich schuldnerfreundlicher. Nach Abmeldung des Gewerbes und mit weniger also 20 Gläubigern wäre eine Verbraucherinsolvenz denkbar.

Sollte das Gewerbe auch im Insolvenzverfahren weiter betrieben werden, so müssen Sie Rücksprache mit dem Treuhänder halten. In aller Regel dürfte dies aber den Gläubigern zugute kommen. Daher werden Sie davon ausgehen können, dass der Treuhänder dies genehmigen wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59764 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
3,2/5,0
Hilfreiche Antwort, die etwas ausführlicher hätte sein können. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
klar und schnell - jederzeit wieder!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Frage wurde sehr verständlich zu 100% beantwortet. Dankeschön! ...
FRAGESTELLER