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Privatinsolvenz


05.01.2005 18:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ich bin geschieden seit April 2001. Das gemeinsam erworbene Haus wurde 2003 im Dezember veräußert und stand seit der Trennung im Juli 99 leer. Ich trug alleine alle Kosten des Hauses. Ab Scheidung stellte ich meiner Ex-Frau die Kosten (hälftig) des Hauses bis zum Zeitpunkt der Veräuserung in Rechnung. Da sie nicht reagierte, eröffnete ich ein Mahnverfahren um meine insgesamt € 25.111,00 zurückzufordern. Mir kam zu Ohren, daß sie ein privates Insolvenzverfahren eröffnen will. Sie lebt heute in einer neuen Partnerschaft mit 2 eigenen Kindern und meinem Sohn zusammen. Über die Einkünfte ihres Partners weiß ich nichts, er ist selbständig. Sie ist ausgebildete Intensivkrankenschwester und meines wissens zur Zeit in Babypause. Geht man von einer 3 jährigen Pause aus und einem mir bekannten Einkommen von ca. € 1000,00 ohne Kindesunterhalt und Kindergeld.

Nun meine Frage: habe ich Aussichten mein Geld zurückzubekommen, wie und in welcher Höhe.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

sofern ich davon ausgehe, dass Sie gemeinsam mit der EX-Frau im Grundbuch eingetragen waren, sind diese Kosten auch hälftig zu tragen.

Dem Grund nach haben Sie also gute Aussichten, zumindest zunächst einen Titel zu erwerben, der grundsätzlich 30 Jahre seine Gültigkeit behält.

Da das Mahnverfahren schon von Ihnen (richtigerweise) eingeleitet worden ist, bleibt nun der weitere Verlauf abzuwarten. Sollte allerdings ein Widerspruch erhoben werden, müssen Sie sich darauf einstellen, dass Sie einen Rechtsanwalt einschalten müssen (dabei aber bitte die Möglichkeit einer Prozesskostenhilfe beachten, damit Sie nicht noch mehr Verluste haben!).

Wieviel der Titel dann aber letztendlich "wert" ist, kann sich erst in der Zwangsvollstreckung zeigen, da die Gefahr besteht, dass dann bei Ihrer Ex-Frau tatsächlich nichs mehr zu holen ist, insbesondere wenn die Gefahr einer Insolvenz droht. Denn dann könnte es sein, dass Sie entweder nur eine Quote erhalten und mangels Masse sogar gar nicht.

Dabei sollte aber überlegt werden, was mit dem Teil des Verkauferlösses geschehen ist, den Ihre Ex-Frau sicherlich erhalten hat. Auch sollte weiter die Möglichkeit bedacht werden, nach Titelerlangung weitere Werte zu pfänden (Sparguthaben, Lebensversicherungen und bitte nicht zu vergessen: Rentenanwartschaften).

Ich hoffe, dass Sie mit Ihrer berechtigten Forderung durchdringen.

Zunächst bleibt Ihnen jedoch nichts anderes übrig, als den Gang des Mahnverfahrens abzuwarten. Sie sollten vom Gericht eine Nachricht erhalten, wann der Mahnbescheid zugestellt worden ist. 14 Tage nach diesem Datum sollte dann sofort der Vollstreckungsbescheid beantragt werden, um hier jede Gefahr der Verzögerung zu vermeiden.

Sollte es zwischenzeitlich doch zur Insolvenz kommen (die Veröffentlichungen sind im Internet zu finden!), steht es Ihnen frei, Ihre Forderung anzumelden, wobei auch dort Eile geboten ist, da nach Rangfolge befriedigt wird. Das gerichtliche Verfahren wird für den Fall der Insolvenz dann leider unterbrochen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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