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Privatinsolvenz + Erbschaft

| 20.05.2015 17:38 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Eine Erbschaft fällt während des Insolvenzverfahrens in voller Höhe in die Insolvenzmasse, in der Wohlverhaltensphase nur noch zur Hälfte. Eine Ausschlagung ist ohne die Restschuldbefreiung zu gefährden möglich, muss aber innerhalb von sechs Wochen nach Kenntnis von dem Erbfall erfolgen.

Ich bin seit 2012 in Privatinsolvenz; mein Vater ist 01/2014 verstorben, Nachlass ca. 10.000 Euro - 3 erbberechtigte Töchter, kein Erbschein. Ich habe meinen Insolvenzverwalter am 16.01.2014 über den Todesfall informiert und gefragt, was ich tun muss. Jetzt - am 06.05.2015 - fordert der Insolvenzverwalter von mir die Zahlung der Erbschaft. Gibt es da eine Verjährungsfrist? Ich habe das Geld natürlich nicht mehr - war ja keine große Summe und ich liege mit meinem Einkommen eh unter der Pfändungsgrenze. Muss ich das Geld nach 15 Monaten noch zurückzahlen?

20.05.2015 | 18:58

Antwort

von


(578)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragestellerin,

zunächst möchte ich Ihnen mein Beileid zum Tod Ihres Vaters aussprechen.

Wenn Sie sich am 16.01.2014 im Insolvenzverfahren befanden, die Wohlverhaltensphase also noch nicht angebrochen war, steht dem Insolvenzverwalter Ihr Erbe in voller Höhe zu. Einen Pfändungsfreibetrag gibt es hier nicht, dieser gilt nur für Arbeitseinkommen bzw. seinen Ersatz wie Rente, Arbeitslosengeld usw.

Sie hätten das Erbe ausschlagen können, dies hätte aber innerhalb von sechs Wochen nach Kenntnis von dem Erbfall geschehen müssen. Jetzt ist es zu spät dafür.

Die Verjährungsfrist für die Herausgabe von Massegegenständen wie Ihrem Erbe beträgt drei Jahre zum Jahresende und ist daher nicht abgelaufen. Eine Verwirkung würde voraussetzen, dass sich der Insolvenzverwalter in irgendeiner Weise verhalten hat, dass Sie annehmen durfte, er würde das Erbe nicht von Ihnen fordern. Hierzu kann ich Ihrer Mitteilung nichts entnehmen.

Ich muss Ihnen daher bedauerlicherweise empfehlen, die geerbte Summe an den Insolvenzverwalter zu bezahlen. Ggf. wird sich dieser auf eine Ratenzahlung einlassen, wenn Sie ihm mitteilen, dass Sie das Geld aufgrund seiner verspäteten Reaktion bereits verbraucht haben.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 22.05.2015 | 00:16

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