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Privatinsolvenz, wie kann ich Verfahren beschleunigen?


22.11.2006 10:46 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht



Guten Tag !

Im Juli diesen Jahres habe ich mich an Schuldnerberatungsstelle gewandt mit der Bitte um Bearbeitung für eine Privatinsolvenz. Die Gesamtsumme beträgt ca 30000 Euro hinzu kommen nochmal ca. 20000 Euro aus einer Straftat ( für diese besitzt der Gläubiger einen Titel und nur hierfür zahle ich bereits einen monatlich ausgehandelten Betrag ) Der Schuldnerberater zögert das Anschreiben an die Gläubiger immer wieder hinaus da er nicht weiß wie er aufgrund der Straftat verfahren soll, ( muß diese überhaupt angegeben werden ? )es kommen daher immer wieder Mahnbescheide.
Wie kann ich das Verfahren beschleunigen ?
Legt man gegen die Mahnbescheide grundsätzlich Einspruch ein um erneut Zeit zu gewinnen ?
Was kann ich hierfür noch tun ich bitte Sie um einen juristischen Rat - vielen Dank.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Die Forderung gegen Sie aus einer Straftat dürfte wohl nicht an der etwaigen Restschuldbefreiung teilnehmen.
Aus diesem Grunde könnte man diese eigentlich aus dem Schuldenbereinigungsplan draußen lassen.
Da Sie aber auf diese Forderung bezahlen, wäre es wohl angemessen, diese mit aufzunehmen, da Sie ansonsten Gefahr laufen würden, Gläubiger zu benachteiligen, so dass eventuell eine Restschuldbefreiung insgesamt nicht zum Tragen kommen könnte.
Beschleunigen werden Sie das Verfahren wohl kaum können. Sie sollten jedoch den Schuldenberater dahingehend motivieren, dass er alle Forderungen in den Schuldenbereinigungsplan mit aufnimmt.

Gerichtliche Mahnverfahren bzw. sonstige Gerichtsverfahren werden in Ihrem Fall von Gesetzes wegen gestoppt werden, spätestens sobald das Verbraucherinsolvenzverfahren eröffnet wurde.
Bis zu diesem Zeitpunkt sind auch noch Einzelzwangsvollstreckungen bis hin zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung möglich.
Statt Rechtsmittel einzulegen, was jederzeit möglich ist, aber die Verfahren unnötig verteuern würde, wäre ggf. eher anzuraten, sich mit den Gläubigern in Verbindung zu setzen. Sie sollten diese, solange keine Verjährung droht, in Ansehung der Vorbereitung des Verbraucherinsolvenzverfahrens keine gerichtlichen Schritte mehr zu unternehmen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt
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