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Privathaftpflicht verweigert Deckung da Gegner Zahlung eingezogen hat

21.02.2016 16:09 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Im September habe ich mit zwei weiteren Personen in einem Hotel in Italien übernachtet. Nach unserer Abreise hat mich das Hotel am per Mail kontaktiert. Das Hotel vertritt die Auffassung, dass wir während des Aufenthalts den Fernseher im Zimmer
beschädigt haben sollen. Der Fernseher musste vom Hotel in Stand gesetzt
werden. Demnach sei ein Schaden in Höhe von 113,93 EUR entstanden. Die
Beschädigung wird von mir bestritten.

Es folgen mehrere Mails, allerdings ohne Reaktion durch das Hotel. Der Betrag wurde meiner Kreditkarte belastet, die für das Check-In genutzt habe. Die Belastung erfolgte ohne meine Zustimmung. Eine Reklamation beim Kreditkartenanbieter brachte nichts. Ich habe den Vorfall meiner Privathaftpflicht gemeldet. Die Versicherung hat das Hotel angeschrieben. Es vergingen mehrere Monate. Das Hotel reagierte nicht.

Die Versicherung teilt mir nun mit, dass Sie den Schaden nicht begleichen kann, da ich nach eigener Aussage nichts beschädigt habe. Soweit, so verständlich. Allerdings könne die Versicherung auch nicht gegen das Hotel gerichtlich vorgehen, da keine Antwort vorliege und man deshalb die Sicht der Gegenseite nicht kenne.Ohnehin sei die Zahlung von meiner Karte eingezogen worden. Deshalb wäre der Fall erledigt. Eine Klage gegen das Hotel, dass der Anspruch nicht besteht, käme nicht in Frage.

Ist es tatsächlich so? Kann ich nicht gerichtlich erzwingen, dass die Versicherung den Anspruch anfechtet und mich schadlos hält?

22.02.2016 | 09:37

Antwort

von


(833)
Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Die Privathaftpflichtversicherung hat die Aufgabe, das Risiko, dass Sie fahrlässig einen Schaden verursachen, abzudecken. Hier haben Sie Ihren Angaben zufolge keinen Schaden verursacht, weshalb die Eintrittspflicht nicht gegeben ist, was Sie bereits nachvollziehen konnten.

Sofern der Hotelbetreiber nun dennoch den Betrag für den angeblichen Schaden einbehält, ist es nicht Aufgabe des Privathaftpflichtversicherers, sondern Ihre Sache, diesen Betrag zurückzufordern und ggf. auch einzuklagen; zudem wäre an Erstattung einer Strafanzeige wegen Betruges zu denken. Vom Versicherer kann nicht verlangt werden, in Vorleistung zu treten, Sie zu entschädigen und die Forderung beim Gegner einzuklagen, da das Risiko, sich einer unberechtigten Forderung ausgesetzt zu sehen, nicht versichert ist. Zur Verdeutlichung erlaube ich mir folgendes Beispiel: Wenn es nicht um € 113,93, sondern um einen Betrag von € 1 unterhalb des Versicherungshöchstbetrages gehen würde und der Fall nicht in Italien, sondern z.B. in einem Staat ohne funktionierende Justiz spielen würde und es sich nicht nur um einen, sondern eine Vielzahl von Fällen handeln würde, wäre das Geschäftsmodell der privaten Haftpflichtversicherung nicht lange haltbar, weil es von böswillig zusammenarbeitenden Versicherten und angeblich Geschädigten ausgenutzt werden könnte.

Ich bedauere, Ihnen kein für Sie günstigeres Ergebnis mitteilen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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