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Privathaftpflicht Schlägerei Jugendlicher


| 07.07.2006 08:48 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Mein Sohn 16 Jahre hat auf einer Party (unter Alkohol 0,6 Promille) einem Schulbekannten der auf seinem Fahrrad saß auf den Hinterkopf geschlagen. Dieser ist daraufhin gestürzt und hat sich am Kopf verletzt - ohne weitere Folgen - aber Untersuchungskosten von 1500 Euro. Die Krankenversicherung schickt uns die Rechnung. Meine Haftpflicht lehnt ab wegen "vorsätzlicher Körperverletzung".
Wie soll ich vorgehen?
Einspruch bei Haftpflicht weil Frage ob wirklich vorsätzlich und bei klarem Verstand oder
Kostenanspruch gegen meinen Sohn laufen lassen da er als Schüler ohnehin nicht bezahlen kann und ich meine Aufsichtspflicht hier doch nicht verletzt habe und nicht einspringen muß.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),


hier wird Ihr Sohn um die Zahlung nicht herumkommen.


Die Argumentation des Haftpflichtversicherers ist zutreffend. Bei einer vorsätzlichen Körperverletzung muss diese nicht zahlen.

Sofern Sie ausführen, dass Ihr Sohn "geschlagen" hat, ist danach auch von einem bewußten und gewolten Vorgehen, also einem Vorsätzlichen Handeln auszugehen. Etwas anderes wäre es dann, wenn durch eine unachtsame, versehentliche Bewegung Ihres Sohnes das "Opfer" gestürzt wäre. Das kann ich Ihrer Schilderung aber so nicht entnehmen.

Auch der geringe Alkoholgehalt wird daran nichts ändern.


Sofern Sie ausführen, dass Sie Ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben, ist dieses zutreffend; gegen Sie wird man daher keine Ansprüche durchsetzen.

Falsch ist aber die Grundeinstellung, dass Ihr Sohn Schüler ist und daher ohnehin nicht bezahlen könne. Dieses ist dann etwas "kurzsichtig". Denn die Ansprüche verjähren erst nach drei Jahren. Wenn die Zahlung nicht erfolgt, wird Ihr Sohn dann sicherlich verklagt und auch verurteilt werden, wobei ein solches Urteil dan 30 (dreißig) Jahre Bestand hat und neben weiteren Kosten auch Zinsen auflaufen, die Ihre Sohn dann irgendwann -wenn er einer Erwerbstätigkeit nachgeht- zu zahlen hat.

Und das ist eigenlich auch gerecht. Denn unstreitig hat Ihr Sohn einen Schaden verursacht und muss für die Folgen einstehen. Überlegen Sie nur einmal den Fall, wenn Ihr Sohn geschlagen worden wäre; dann würden Sie sicherlich auch eine berechtigte Entschädigung haben wollen und sich über die Grundeinstellung, "ich hab ja nichts, also zahle ich nicht" auch nicht gerade freuen.


Also: Die berechtigten Ansprüche sollten ausgeglichen werden; kann der Betrag nicht auf einmal gezahlt werden, sollte man sich schnell mit dem Gläubiger über eine Ratenzahlung einigen, um weitere Kosten - die letztendlich Ihr Sohn zu tragen haben wird - zu vermeiden.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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