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Privathaftpflicht - Nachbar erleidet Beinbruch - Anspruch auf Schmerzensgeld?


04.01.2018 10:42 |
Preis: 50,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
am 20.12.2017 war ich in meinem Garten und wollte einige herunterhängende Äste von Bäumen entfernen.
Mein Nachbar sah mich wie ich gerade mittels einer Leiter und meiner Kettensäge einen Ast entfernen wollte.
Er sagte daraufhin direkt „Das ist so zu gefährlich, lass mich das mal machen."
Er holte daraufhin seine Kettensäge mit einer Verlängerung mit der man vom Boden aus diese Äste entfernen kann.
Ein Ast mit einem Durchmesser von gut 18cm brach beim Sägen vorzeitig ab und traf meinen Nachbarn aus 3m Höhe mit voller Wucht am rechten Unterschenkel.
Er hatte große Schmerzen, worauf ich mit ihm zur Notaufnahme ins Krankenhaus fuhr.
Dort stellt sich heraus, dass unterhalb des rechten Knie ein glatter Knochenbruch ist.
Mein Nachbar wurde daraufhin am Folgetag operiert und lag noch bis zum 29.12.2017 im Krankenhaus.

Die Folge ist nun, dass er 3 Monate nicht mit dem rechten Bein auftreten darf, und im Anschluss eine 3monatige Reha stattfindet. Beruflich fällt er also 6 Monate aus.
Dazu kommt das seine Frau MS hat und deswegen auch stark gebehindert ist.
Die Einkäufe und für einiges im Haushalt helfen wir als Nachbarn natürlich mit aus.

Jetzt meine Frage:
Ich habe eine Privathaftpflicht, wo ja auch Personenschäden bis 10 Millionen mit abgedeckt sind.
Kommt diese dafür auf und wie geht er da vor?
Muss ich dies melden oder sollte er Schmerzensgeld bei der Versicherung oder über einen Anwalt beantragen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Private Haftpflichtversicherung tritt dann ein, wenn Sie wegen eines Haftpflichtfalls in Anspruch genommen werden, Ihr Nachbar also Ansprüche gegen Sie geltend macht.

Anhand Ihrer Sachverhaltsschilderung ist jedoch nicht anzunehmen, dass diese dann auch die eingetretenen Schäden ausgleichen wird. Dies wird sie nämlich nur dann tun, wenn Sie den Unfall zu vertreten bzw. verschuldet hätten. Für diese Annahme spricht der Unfallhergang zunächst nicht. Alleine die Tatsache, dass es sich um Ihren Baum handelte, reicht hierfür nicht aus. Anders würde die Einschätzung nur dann ausfallen, wenn Sie durch Ihr Verhalten zum Unfall beigetragen hätten. Denn die Haftpflichtversicherung muss nur haften, wenn Sie selbst auch haften müssten.

Sie vergeben sich jedoch nichts, wenn Sie den Vorgang bei dem Versicherer melden. Hierzu ist im Zweifel auch zu raten, da kleine Abweichungen vom Sachverhalt häufig auch eine andere Rechtseinschätzung rechtfertigen. Beachten Sie die Fristen, die zumeist eine Woche betragen, aber auch länger ausfallen können. Schauen Sie in die Versicherungsbedingungen.

Sie bzw. Ihr Nachbar wird dann vermutlich ein Fragebogen zugesandt, anhand derer der Versicherer dann entscheidet, ob er den Schaden reguliert oder nicht. Falls Sie selbst ein eigenes Verschulden zu erkennen meinen, machen Sie dies bei dieser Gelegenheit ausreichend deutlich.

Alternativ kann sich auch Ihr Nachbar direkt an den Versicherer wenden. Dies ist auch ohne anwaltliche Vertretung möglich. Einen Direktanspruch gegen ihn hat er jedoch nicht. Im Notfall müsste er die Ansprüche zunächst gegen Sie richten, und Sie dies dann an den Versicherer melden. Dieser hätte dann übrigens die Plicht, Sie zumindest gegen die Inanspruchnahme zu schützen.

Da ich annehme, dass es Ihnen in erster Linie um Ihren Nachbarn geht, noch einen Hinweis: Es sollte unbedingt überprüft werden, ob eigene Versicherungen einspringen können. Zu nennen wären in etwa die Unfall-, die Krankentagegeld- und ggf. auch die Berufsunfähigkeitsversicherung zu nennen.

Sollten Sie weitere Hilfe benötigen können Sie mich gerne kontaktieren.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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