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Privathaftpflicht,Recht des Geschädigten

| 23.07.2014 18:51 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Zusammenfassung:

Rechtsverfolgungskosten (Sachverständigen- und Rechtsanwaltskosten) nach Schaden in der Privathaftpflichtversicherung

Mein Auto wurde von einem Verwandten beim reinigen beschädigt.Er meldete den Schaden seiner Privathaftpflichtversicherung,welche schnell ihren Gutachter vorbeischickten.
Ich bekam das Gutachterergebnis zugeschickt das Geld wurde mir auch gleich überwiesen.
Ich bin mit dem Schadenersatz aber nicht einverstanden.

Meine Frage: Habe ich noch das Recht auf ein unabhängiges Gegengutachten und einen Rechtsanwalt welche die Privathaftpflichtversicherung des Schädigers bezahlen muss ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!


Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten:

1. Teil des Schadensersatzanspruches, der vom Privathaftpflichtversicherer zu erstatten ist, sind auch die Rechtsverfolgungskosten, soweit diese erforderlich sind.

Zu den Rechtsverfolgungskosten zählen alle Kosten, die zur Geltendmachung des Schadensersatzanspruches notwendig sind.

Dazu gehören grundsätzlich auch Kosten für ein Gutachten und für die Hinzuziehung eines Rechtsanwaltes. Auch diese stehen jedoch unter dem Vorbehalt der Erforderlichkeit.

Erforderlich sind nach der ständigen Rechtsprechung des BGG diejenigen Aufwendungen anzusehen, die ein verständiger, wirtschaftlich denkender Mensch in der Lage des Geschädigten machen würde (z.B. BGH, Urteil vom 11. Februar 2014 - VI ZR 225/13 ).

2. Die Einholung eines Sachverständigengutachtens gilt als erforderlich, es sei denn, es ist für den Geschädigten erkennbar, dass der Schaden unter ca. 700 € liegen wird.

Hier ist jedoch auch beachtlich, dass der Versicherer bereits einen Gutachter beauftragt hat. Dieser kommt erfahrungsgemäß zwar zu Ergebnissen, die zu Gunsten des Versicherers tendieren. Eine grobe Orientierung zur Schadenshöhe bieten diese jedoch oftmals ebenfalls. Wenn dort nur z.B. 250 € als Reparaturkosten heraus kommen, deutet dies auf fehlende Erforderlichkeit für ein Sachverständigengutachten hin.

Ggf. sollten Sie einen einfachen Kostenvoranschlag in einer Fachwerkstatt erstellen lassen, um die zu erwartenden Reparaturkosten einschätzen zu können.

3. Grundsätzlich ist der Haftpflichtversicherer auch verpflichtet, die Rechtsanwaltskosten zu erstatten. Dies gilt unter der Voraussetzung, dass die vom Versicherer bereits gezahlte Summe hinter dem tatsächlichen Schaden zurück bleibt.





Ich hoffe, Ihnen eine rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!


Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 24.07.2014 | 00:42

Ich hatte vergessen die Berechnung des abhängigen Gutachters anzugeben.
Reparaturkosten 4987 EUR d.h. Totalschaden

Wiederbeschaffungswert vom Auto 3150 EUR abzüglich Restwert 2400 EUR wurden mir 750 EUR überwiesen mit der Adressenangabe eines Autohändlers der mir auf Wunsch das Auto für den Restwert 2400 EUR abkauft.

Wie schon gefragt,--muss die Privathaftpflichtversicherung in meinem Fall die Rechtsanwaltskosten und ein Gegengutachten bezahlen ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.07.2014 | 11:12

Sehr geehrter Ratsuchender,
Ihre Nachfrage beantworte ich gern wie folgt:

1. Bei dieser Schadenhöhe besteht Anspruch auf Übernahme der Kosten für einen Sachverständigen.

2. Da der Versicherer die Haftung dem Grunde nach offensichtlich anerkannt hat, sollte ein Rechtsanwalt erst eingeschaltet werden, wenn der Versicherer nach Vorlage des Sachverständigengutachtens die Regulierung eines höheren Betrages verweigert.

Andernfalls könnte Ihnen entgegen gehalten werden, dass die zusätzliche Einschaltung eines Rechtsanwalts nicht notwendig war.


Ich hoffe, ich konnte Ihre Nachfrage hiermit beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 25.07.2014 | 14:49

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