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Privates Hypothekendarlehen !


27.04.2005 20:24 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Die Vorgeschichte....
1998 entschlossen meine Frau und ich uns in das Haus meiner Schwiegereltern zuziehen.Wir zogen in den zu vermietenden Teil des Hauses und den anderen Teil bewohnten meine Schwiegereltern.
Meine Schwiegereltern nahmen bei ihrer Bank ein Hypothekendarlehen auf um das Haus zu renovieren.Von diesen Darlehen gaben Sie uns 35.000 DM.Wir kauften davon eine neue Küche, legten neue Böden, tapezierten und legten den Garten neu an usw.Am Ende der Sanierungs und Renovierungsarbeiten kam ein Angestellter der Bank um die nachweißlich erbrachten Arbeiten abzunehmen.Der Bankangestellte nahm alles schriftlich auf bestätigte das Geld tatsächlich ins Haus investiert wurde.
Seit 7 Jahren zahlen wir regelmäßig eine monatliche Rate.
Vor 3 Jahren starb meiner Schwiegermutter.Auf den Erbteil von 25.000 € hatte meine Frau verzichtet(kein Grundbucheintrag).Im letzten Jahr lernte mein Stiefschwiegervater eine neue Frau kennen und zog aus.Er vermietete seine Wohnräume und wir verblieben bei einer mündlichen Zusage, das wir das Haus im Jahre 2008 von ihm abkaufen.Jetzt haben meine Frau und ich vor auszuziehen, da wir mit keinen Mieter zusammen wohnen möchten.

Der Inhalt des Hypothekendarlehens lautet....

Das Darlehen beläuft sich auf 35.000 DM .Die Rückzahlung erfolgt monatlich zu einen Zins von 5,9% und einer Tilgung von 1 % für die nächsten 10 Jahre.(Beginn 1.11.1998)
Der monatliche Betrag beträgt 201 DM bzw.100 €

Die monatliche Tilgung läuft solange weiter, bis die 35.000 DM
minus Tilgung zurückgezahlt sind. Der Zins ist bis zum Jahr 2008
festgelegt und wird dann neu verhandelt.

Meine Frage ist:
Wir wollen den privaten Hypothekenvertrag nach unseren Auszug nicht mehr weiter zahlen, da ja alles was neu angeschafft wurde in diese Haushälfte bleibt.Wie sieht es rechtlich aus, sind wir verpflichtet die Raten immer weiterzuzahlen obwohl wir nicht mehr in den Haus leben.

Vielen Dank im voraus.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach Ihrer Schilderung verhält es sich so, daß nicht Sie das Darlehen aufgenommen haben, sondern Ihre Schwiegereltern, und Ihnen davon einen Teil zur Verfügung gestellt haben.

Nachdem die Schwiegermutter verstorben ist, dürften die Erben - neben dem ebenfalls verpflichteten Schwiegervater - in die Darlehensverpflichtung eingetreten und gemeinsam mit dem Schwiegervater gesamtschuldnerisch zur Rückzahlung des von der Bank gewährten Darlehens verpflichtet sein.

Ich verstehe den Sachverhalt allerdings so, daß von dem Geld, welches die Schwiegereltern aufgenommen haben, diese Ihnen einen Anteil in Höhe von € 35.000 darlehensweise zu den geschilderten Bedingungen zur Verfügung gestellt haben.

Dieser Darlehensvertrag wird durch den Auszug aus dem Haus nicht berührt, sofern keine diesbezügliche Vereinbarung getroffen wurde. Grundsätzlich ist es nämlich allein ihre Sache, wofür Sie das Ihnen von den Schwiegereltern gewährte Darlehen verwendeten. Sie haben das Geld allerdings teilweise in das Eigentum der Schwiegereltern - nämlich das Grundstück - investiert und insofern zu einer Wertsteigerung beigetragen. Sofern darüber keine vertraglichen Abreden getroffen wurden, könnte man daran denken, daß diese Investitionen ohne Rechtsgrund erfolgten, allein in der Absicht, daß Sie selbst davon bei einem Erwerb des Hauses profitieren würden. Realisiert sich diese Planung aber nun nicht, wird der Schwiegervater ohne Rechtsgrund etwas erlangt haben und wäre zur Herausgabe verpflichtet. Dieser Herausgabeanspruch könnte dem Anspruch aus der Darlehensverpflichtung entgegengehalten werden.

Ob diese Möglichkeit besteht, kann aber ohne konkrete Kenntnis der dem Darlehen zugrundeliegenden Absprachen nicht verbindlich festgestellt werden. Möglicherweise beruft sich der Schwiegervater hinsichtlich Ihrer Investitionen in das Grundstück auch auf eine Schenkung.

Ich empfehle Ihnen, diese Fragen anwaltlich vor Ort abklären zu lassen, da es hier auf die Details der Vereinbarungen ankommen wird.

Ich hoffe aber, Ihnen mit meiner Antwort zunächst geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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