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Privates Darlehn wird nicht zurückgezahlt

06.04.2010 18:21 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe Mitte 2003 (21.06.) einer privat Person einen Darlehnsvertrag über 20.000 € gegeben.
Dieser sollte in zwei Raten, jeweils in den nächsten 2 Wochen zurückgezahlt werden, das Darlehn wurde 2 Monate zinsfrei gewährt, ab 01.08.2003 mit 12% Zinsen p.a.

Lt. Vertrag sollte die Rückzahlung bis spätestens 31.12.2004 erfolgen.

Zur Absicherung des Vertrages sicherte der Schuldner schriftlich zu, dass er mit seinem Privatvermögen haftet.

Jedoch legte der Darlehnsnehmer am 24.07.2003 eine Eidesstattliche Versicherung ab.

Auf mehrfache Nachfrage, auf die ich nur Drohungen als Antwort bekam, tauchte der Darlehnsnehmer ab, änderte seinen Wohnort, sperrte seine Telefonnummer und seinen eMail-Account.

Ich war zu dem Zeitpunkt tatsächlich eingeschüchtert und habe irgendwann kapituliert, auch auf Grund der Tatsache, dass ich über mehrere Ecken mitbekommen habe, dass sich bei dem Schuldner mehr als € 200.000,- Schulden angehäuft haben und ich ziemlich weit hinten in der Schlange stehe.

Heute sehe ich die Sache anders und wollte mich informieren, ob es überhaupt noch Möglichkeiten gibt, bzw. ob Chancen bestehen irgendwann zu meinem Geld zu kommen.

Ich danke im Voraus recht herzlich für eine aussagekräftige Antwort.

Mit freundlichen Grüßen,
T.M.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung/Vertretung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden. Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer anderen Beurteilung des Falles führen. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Leider erwähnen Sie nicht explizit, ob Sie seinerzeit bereits einen vollstreckbaren Titel (z.B. Urteil, Vollstreckungsbescheid o.ä.) gegen den Schuldner erwirkt haben oder nicht. Sollten Sie einen solchen Titel haben, könnten Sie daraus 30 Jahre lang die Zwangsvollstreckung betreiben, hätten also gute Chancen.

Aus Ihrer Anmerkung, dass Sie sich haben einschüchtern lassen, schließe ich hingegen, dass Sie nicht gerichtlich gegen den Schuldner vorgegangen sind und somit keinen Titel in Händen halten. Dann greift die allgemeine zivilrechtliche Verjährung der §§ 195, 199 BGB ein, so dass Ihre Ansprüche auf Darlehensrückzahlung binnen 3 Jahren verjähren. Da vereinbart war, dass Ihre Ansprüche spätestens am 31.12.2004 fällig werden sollten, sind Sie 3 Jahre später, mit Ablauf des Kalenderjahres 2007 verjährt.

Daher haben Sie nunmehr nur äußerst schlechte Chancen. Die Verjährung ist eine Einrede, was bedeutet, dass sie in einem gerichtlichen Verfahren nicht von Amts wegen berücksichtigt wird, sondern nur, wenn sich der Schuldner darauf beruft. Sollten Sie Grund zu der Annahme haben, dass sich der Schuldner überhaupt nicht verteidigen wird, empfehle ich Ihnen, die Ansprüche noch geltend zu machen. Dies ist aber eher unwahrscheinlich. Sollte sich der Schuldner verteidigen und auf die Verjährung, werden Sie das Verfahren verlieren und haben zudem die Rechtsverfolgungskosten zu tragen. Im Ergebnis rate ich Ihnen daher von einem gerichtlichen Vorgehen ab.

Es tut mir Leid, Ihnen keine positivere Auskunft geben zu können, hoffe jedoch, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben.

Nachfrage vom Fragesteller 06.04.2010 | 18:57

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort und die damit verbundene Mühe!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.04.2010 | 14:20

Gern geschehen, auch wenn die Antwort sicherlich nicht das von Ihnen gewünschte Ergebnis enthielt.

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