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Privates Darlehen - Wie kann ich die Rückzahlung einfordern?

18.10.2013 13:52 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Ein Darlehensvertrag, bei dem ein Rückzahlungstermin nicht vereinbart ist, muss zunächst mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hoffe Sie können mich zu folgendem Sachverhalt beraten:

Im Jahr 2009 habe ich einem Bekannten eine nicht unerhebliche Summe Geld geliehen (gesamt 16.500€ in mehreren Teilzahlungen). Die Rückzahlung sollte ein Jahr später erfolgen. Wie das eben so ist, warte ich bis heute darauf und werde ständig vertröstet und um Aufschub gebeten.

Zumindest habe ich darauf bestanden das ganze, in Form eines privaten Darlehensvertrags schriftlich festzuhalten. Somit kann ich beweisen, dass er das Geld tatsächlich erhalten hat. Die Rückzahlungsbedingungen sollten später noch im Detail besprochen werden.
Nach diversen Nachfragen zur Rückzahlung wurde vereinbart und schriftlich festgehalten, dass im März 2013 die Bedingungen und Zeitpunkt im Detail besprochen werden und in den Vertrag mit aufgenommen werden. Leider kam es bis heute nicht dazu.

Da ich nun endgültig mit meiner Geduld am Ende bin, möchte ich ihm unmissverständlich klar machen, dass ich mich nicht länger hinhalten lasse und möchte ein Mahnschreiben erstellen, welches ihn per Einschreiben mit Rückschein zugestellt werden soll.

Wie stelle ich das also am geschicktesten an? Wie formuliere ich den Brief, worauf muss ich achten, welche Fristen sollte ich setzen, was muss im Schreiben enthalten sein? Oder muss ich ihn sogar vorher anzeigen? Da es unrealistisch ist, die Summe in einer Zahlung komplett zu erhalten, möchte ich auch eine Ratenzahlung anbieten (mind. 200€ mtl.).

Ich hoffe ich habe mein Problem so gut es geht geschildert, so dass Sie mir raten können welchen Schritt ich nun in die Wege leiten sollte. Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie mich gerne per E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Friedel

18.10.2013 | 14:29

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,



unter Berücksichtigung des von Ihnen dargestellten Sachverhalts und Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:


Bei einem Darlehen, bei dem ein Rückzahlungszeitpunkt nicht vereinbart ist, muss der Darlehensgeber den Vertrag zunächst kündigen. § 488 III BGB sieht hier eine Kündigungsfrist von drei Monaten vor.

Zwar war ursprünglich zwischen Ihnen vereinbart worden, dass die Rückzahlung in 2010 erfolgen sollte. Durch die Vereinbarung, dass erst im März 2013 über den Rückzahlungszeitpunkt (erneut) gesprochen werden sollte, ist fier ursprüngliche Rückzahlungszeitpunkt wohl einvernehmlich aufgehoben worden, ohne dass bisher ein neuer Rückzahlungstermin vereinbart worden wäre. Damit halte ich die Kündigungsvorschrift des § 488 III BGB für einschlägig.

Schreiben Sie den Darlehensnehmer per Einwurf-Einschreiben (hier ist der Zugang nachweisbar, bei einen Einschreiben mit Rückschein hingegen nur dann, wenn der Empfänger das Schreiben annimmt) an. Kündigen Sie den Darlehensvertrag zum 31.1.2014 und fordern Sie Ihren Vertragspartner auf, Ihnen den Gesamtbetrag bis zu diesem Zeitpunkt zurückzuzahlen. Nennen Sie die Kontoverbindung, auf die die Zahlung erfolgen soll.

Nach Fristablauf befindet sich der Gegner im Verzug, wenn er nicht gezahlt hat. Sie können dann Anfang Februar einen Anwalt mit der Durchsetzung Ihrer Forderung beauftragen und die Anwaltskosten als Verzugsschaden geltend machen. Ab Anfang Februar kann der Anspruch dann auch eingeklagt werden, so dass Sie nach Abschluss des Verfahrens ein Urteil haben, aus dem Sie die Zwangsvollstreckung betreiben könnten.

Sollte der Gegner nach Ihrer Kündigung "wach werden" und eine Ratenzahlung anbieten, können Sie diese ggf. schriftlich mit ihm vereinbaren. Sie sollten aber eine Verfallsklausel aufnehmen, die besagt, dass der jeweils noch offene Restbetrag sofort fällig wird, wenn sich der Gegner mit einer Rate mehr als 14 Tage (o. ä.) im Verzug befindet.

Eine Strafanzeige ist nicht notwendig, um den Anspruch auf Rückzahlung durchzusetzen.


Bitte beachten Sie, dass dieses Forum eine erste Orientierung bieten, nicht aber die persönliche Beratung ersetzen kann. Oft ergeben sich dabei Details, die zu einer anderen Bewertung führen.

Dennoch hoffe ich, dass Ihnen meine Antwort weiterhilft.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel


ANTWORT VON

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