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Privates Carsharing: Fiktive Abrechnung, merkantile Wertminderung, Nutzungsausfall?

11.08.2015 12:05 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von



Sehr geehrter Herr Anwalt,

ich bitte sie in folgendem Fall um Rat:


E ist Privateigentümer eines Automobils  A.

E hatte dieses während einer zeitlich begrenzten Mietdauer als Privatmann über die in der deutschen Stadt B ansässige D-GmbH und deren Internetauftritt an einen Mieter M vermietet (sogenanntes privates Carsharing).

Die D-GmbH vermittelte dazu M an E und eine Versicherung der A-AG mit einer Selbstbeteilgung von 800€ an M für Haftpflicht-, Kasko-  und Vollkaskoschäden. 

Die D-GmbH hat dafür 30% des vereinbarten Mietpreises erhalten.

Die D-GmbH hat den Geschäftszweck : 

Die Gestaltung (Design), Unterstützung und der Betrieb von Webseiten und Vermittlung von Dienstleistungen Vertrauenswürdiger Dritter (trusted third party services) für Privatpersonen im Bereich Autovermietung, die Entwicklung von technischen Plattformen für Carsharing sowie das Marketing und die Kommunikation für ihren Gesellschafter.

Die über die D-GmbH vermittelte Versicherung sicherte M während der Mietdauer ab und ist durch einen als pdf herunterladbaren Versicherungsschein der A-AG belegt.

Während der Mietdauer kam es unstrittig zu einem durch M verursachten Schaden, der die Eigenbeteiligung übersteigt.

E hat den Schaden fristgerecht bei der D-GmbH gemeldet und sich telefonisch nach der Abwicklung erkundigt. E wurde dabei gebeten einen Kostenvoranschlag einzuholen und das A reparieren zu lassen. Eine dabei von E verlangte fiktive Abrechnung wurde verweigert. Ebenso wurde eine Nennung einer Schadensnummer der A-AG verweigert.

Ferner wurde die Nennung einer deutschen Zustelladresse sowie Faxnummer verweigert. 

Das Impressum der Plattform weist lediglich eine deutsche Telefonnummer, eine französische sowie deutsche Mailadresse und eine  französische Adresse einer in der französischen Stadt P ansässigen D-SAS aus. 

Die I-GmbH ist laut Presse eine 100% Tochter der D-SAS.

Einige Tage darauf erhielt E einen Anruf der in S ansässigen I-GmbH, die sich mit 

Dienstleistungen im Bereich Unfallschadenmanagement für Autoversicherer, Leasingfirmen, Autovermieter und Eigentümer von Firmenflotten. Organisation von Fahrzeugreparatur, Abwicklung von Schadensansprüchen und Corporate-Identity-Lösungen für Fuhrparks

befasst. 

Diese teilte E mit, dass er nun das A reparieren lassen könne. Die immer noch von E gewünschte fiktive Abrechnung wurde erneut verweigert. Ebenso das Nennen einer Schadennummer, Postzustelladfesse sowie Mailadresse.

Das A ist weniger als 3 Jahre alt, weist eine Fahrleistung von weniger als 30000 km auf. Der Kostenvoranschlag zeigt Reparaturkosten von ca. 1200€, Lackierarbeiten sowie Karosseriearbeiten, jeweils in geringem Umfang, und eine Reparaturdauer von 4 Tagen auf.


Dazu bitte ich nun um Beantwortung der folgenden Fragen:


Was steht E zu (Rechtsberatungskosten, Gutachten, Wertminderung, fiktive Abrechnung, Nutzungsausfall ...), wenn dieser auf einer fiktiven Abrechnung besteht oder darf dieser auf eine tatsächlich durchzuführende Reparatur verwiesen werden?

Gegen wen soll E nun seine Ansprüche geltend machen? M, D-GmbH, I-GmbH, A-AG oder die französische D-SAS?


Vorab schon vielen Dank.

11.08.2015 | 14:02

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Sie haben da die falschen Gegner vorgenommen. Vertragspartner des Mietvertrages war M und dieser hatte das Auto auch beschädigt. Daher ist M der primäre Anspruchsgegner.

Zusätzlich haben Sie eine Versicherung abgeschlossen, diese ist ebenfalls Anspruchsgegner.

Die Vermittlungsfirma und deren Mutter- bzw. Tochterfirma ist kein Anspruchsgegner.

E hat Anspruch auf eine fiktive Abrechnung, Ersatz der Gutachterkosten, der Wertminderung bzw. des Nutzungsausfalls. Ersatz der Rechtsberatungskosten können Sie nur verlangen, wenn Sie M oder der Versicherung eine Frist gesetzt haben und diese Frist versäumt wurde.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 12.08.2015 | 13:50

Sehr geehrter Herr Weber,

vielen Dank für Ihre klare Antwort.

Dieser entnehme ich, dass E sowohl von der D-GmbH als auch von der I-GmbH bewusst mit falschen Informationen versorgt worden ist (insbes. fiktive Abrechnung ist nicht möglich).

Ferner tritt die D-GmbH derart auf, dass sie den Weg vorgibt, dass die Schadenmeldung über sie abgewickelt werden kann. Außerdem hat diese E auf seine Schadensmeldung hin das Nennen einer Schadensnummer bei der A-AG verweigert. Vielleicht könnte das das daran, wenn intern höhere Selbstbeteiligungen verhandelt wären und daher die A-AG garnicht zahlungspflichtig werden würde.

Insofern richtet sich E's Ärger zunächst natürlich gegen die D-Gmbh, deren nach Ihrer Antwort offensichtlichen Falschinformation und Verwirrspiel mit Mutter und Vermittler.

Wie soll E nun vorgehen? Darf dieser nun einfach den Schaden mit samt seinen Forderungen bei der A-AG einreichen?

Nochmals vielen Dank und viele freundliche Grüße


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.08.2015 | 18:41

Sehr geehrter Ratsuchender,

so verständlich der Ärger ist, so schädlich kann er bei der juristischen Geltendmachung sein. Daher sollte E seinen Ärger loswerden und dann parallel seine Ansprüche gegen die Versicherung und gegen den Mieter geltend machen.

Aufgrund der etwas komplexen juristischen Konstruktion des Mietvorganges wäre eine Begleitung durch einen Anwalt zu empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

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