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Privater Kredit

03.09.2010 18:28 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Hallo,

ich habe mir im Jahr 2006 einen größeren Geldbetrag von einem damaligen Geschäftpartner und Freund "geliehen". Dieses Geld brauchte ich um einen gemeinam entstandenen Verlust auszugleichen.
Wir haben damals einen Vertrag aufgesetzt indem ich bestätigt habe meinem Bekannten dieses Geld zu schulden. Eine weitere Klausel des Vertrages lautete , dass ich bis zur Fälligstellung der Forderung keinerlei Rückführung oder Zinsen zu bezahlen hätte. Wenn die Schulden fälliggestellt würden , dann hätte ich ab diesem tag eine rate zu zahlen die einen Zinssatz beinhaltet, der bereits im Vertrag festgehalten wurde.

Ziel diesess Vertrages war es Zeit zu gewinnen, weil wir beide damals davon ausgingen, dass sich der Verlust in kurzer Zeit wieder amortisieren würde und ich dann von dem Gewinn das Geld zurückzahlen könnte.

Das steht so natürlich nicht im Vertrag. Da steht nur, dass ich das Geld schulde und ab Fälligstellung die Raten zu bezahlen hätte.

Im Jahr 2007 hat er dann per email den Vertrag fällig gestellt. Diese email habe ich aber nicht mehr vorliegen. Ich habe danach mit ihm geredet und er hat zugestimmt, dass ich vorerst nichts an ihn bezahlen mus.

Ich habe also nach Abschluss des Kreditvertrages noch keine Rate bezahlt.
Nun neigt er in letzter Zeit immer mehr dazu mich geradezu mit diesen Schulden zu erpressen. Immer wenn er etwas will oder ihm etwas nicht passt schreit er rum und spricht die Schulden an. Er bedroht mch damit den Vertrag fällig zu stellen oder die Sache seinem Anwalt zu geben.
Ich bin momentan finanziell weder in der Lage die Raten zu bezahlen, noch die Summe zurück zu führen.

Hier meine Frage

1. Bin ich jetzt durch diesen Vertrag lebenslang meinem Bekannten ausgeliefert oder verjährt die Schuld irgendwann

Was kann ich tun damit er aufhört mich mit diesem Vertrag unter Druck zusetzet - ja geradezu zu erpressen

Gruß A.H.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre gestellte Frage beantworte ich wie folgt:

Die Forderung aus einem Darlehen verjährt in der allgemeinen Verjährungsfrist von drei Jahren, § 195 BGB. Die Frist beginnt aber erst mit Ablauf des Jahres, in dem das Darlehen zurück gezahlt werden muss, § 199 BGB.

Sofern Ihr Geschäftspartner das Darlehen in 2007 bereits fällig gestellt hat, ist aber durch die Vereinbarung einer weiteren Stundung die Verjährung gehemmt worden, § 205 BGB. Dies bedeutet, dass der Zeitraum, während dessen die Verjährung gehemmt ist, in die Verjährungsfrist nicht eingerechnet wird.

Wenn Sie sich nicht weiter dem Druck ausgesetzt sehen wollen, das Darlehen zu den vereinbarten Konditionen zurück zu zahlen, sollten Sie über neue, für Sie günstigere Konditionen verhandeln. Einen einklagbaren Anspruch auf Vertragsänderung gibt es nach der gesetzlichen Regelung aber nicht.

Sollte Ihr Geschäftspartner die Geltendmachung der Forderung bzw. die Aufhebung der Stundung als Mittel nutzen, um bestimmte Zwecke zu erreichen, kann dies u.U. eine Nötigung iSd. § 240 StGB darstellen, wenn Mittel und Zweck im Verhältnis zueinander als verwerflich anzusehen sind. Ist dies der Fall können Sie Strafanzeige erstatten und Unterlassung von Ihrem Geschäftspartner fordern. Wann eine Verwerflichkeit vorliegt, ist dabei im Einzelfall zu bestimmen und kann anhand Ihrer Angaben nicht pauschal bewertet werden.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

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