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Privater Darlehensvertrag wird nicht zurückbezahlt


| 27.11.2017 08:23 |
Preis: 40,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


Zusammenfassung: Darlehensverträge müssen, bevor der Kreditgeber den Rest seines Geldes zurückfordern kann, gekündigt werden. Die Kündigungsfristen regeln sich nach §§ 488 ff. BGB oder nach dem Kreditvertrag. Eine fällige Kreditforderung ist abtretbar, wenn nicht im Vertrag etwas anderes steht, und damit verkaufbar.


Sehr geehrter Rechtsanwalt,

ich habe einem (ehemaligen) Kumpel ein privates Darlehen im Juni 2016 in Höhe von 8.800€ gegeben.

Es wurde ein Darlehensvertrag geschlossen mit einer monatlichen Rückzahlrate von 250€ und keinen Sicherheiten. Der Schuldner hat im Jahr 2016 alle Raten korrekt bezahlt und in 2017 wurden die Raten von Januar bis August gestundet. Im September und Oktober sind jeweils nur 200€ eingegangen. Jetzt aber bezahlt der Schuldner seit diesem Monat nicht mehr und ich möchte dem Geld auch nicht mehr ständig hinterherrennen. Offen sind noch 7.150€.
Meine Frage an den Anwalt ist nun, ob ich eine Möglichkeit oder Argumentation habe, den kompletten Restbetrag einfordern, da der Schuldner seine Raten nicht bezahlt. Oder ab welchem Zeitpunkt es möglich ist den kompletten Betrag einzufordern ohne, dass es eine Verjährung oder so gibt.
Die zweite Frage hierzu ist ob ich die Schulden auch abtreten kann z.B. an ein Inkassounternehmen. Hier kann ich aber in der Regel nur den Gesamtbetrag einfordern. (Darum Frage 1)

Da ich mit dem Schuldner eigentlich nichts mehr zu tun haben möchte, würde die Forderung gerne über ein Inkassounternehmen einfordern welches auch Mahnverfahren usw. übernimmt. Was halten Sie hiervon?

Freundliche Grüße und vielen Dank im Voraus


27.11.2017 | 09:55

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Rückzahlung eines Darlehens ist ohne besondere vertragliche Regelung durch den Geldgeber nach § 488 Absatz 3 BGB mit einer Frist von drei Monaten möglich. Nach Ablauf der Kündigungsfrist ist die gesamte Restsumme in voller Höhe fällig.

Daneben können Sie bei einer erheblichen Verschlechterung der finanziellen Lage des Kreditnehmers den Kredit nach § 490 Absatz 1 BGB im Zweifel fristlos kündigen. Dann ist der Rest des Kredits sofort in einer Summe fällig. Ich denke, nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung, mit monatelanger Stundung und erheblichem Verzug in der Ratenzahlung danach, ist von einer wesentlichen Verschlechterung auszugehen.

Das ist allerdings nur die Gesetzeslage. Wenn Sie in einem schriftlichen Darlehensvertrag abweichende Regeln getroffen haben, dann sind diese vorrangig.

Eine Verjährung tritt erstmals für die ausstehenden Raten des Jahres 2017 zum 31.12.2020 ein.

Wenn Sie im Darlehensvertrag kein Abtretungsverbot vereinbart haben, dann können Sie die Forderung gegen den Kreditnehmer auch an ein Inkassobüro verkaufen.

Problematisch an der Idee, ein Inkassobüro einzuschalten, dürfte die Schwierigkeit sein, einen Käufer für eine einzelne nicht titulierte Forderung zu finden. Das machen Inkassobüros nur ungern und lassen sich solche Geschäfte mit einem fürstlichen Abschlag auf den Kaufpreis vergüten. Die Kosten eines gerichtlichen Mahnverfahrensliegen bei rund 100,00 € für Gerichtskosten und Anwalt, so dass Sie überlegen sollten, ob Sie nicht selbst das Mahnverfahren betreiben und bei Ergehen eines Vollstreckungsbescheides eine nun titulierte Forderung verkaufen.


Sollten Sie hierbei weitere Hilfe benötigen, so rufen Sie mich gerne an.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Stefan Pieperjohanns

Nachfrage vom Fragesteller 27.11.2017 | 13:07

Sehr geehrter Herr Pieperjohanns,

vielen Dank für Ihre freundliche und ausführliche Darlegung der Möglichkeiten.
Ich habe mich soeben einmal durch die entsprechenden Paragraphen durchgearbeitet. Und bin mir jetzt unsicher was für mich, bzw. auf den geschlossenen Vertrag in Frage kommt.
Wäre es möglich, dass ich Ihnen alle Unterlagen (Vertrag, auflistung der Tilgungen und Stundungen) per Mail zukommen lasse; Sie den Vertrag für mich einmal genau unter die Lupe nehmen und für mich die Kündigung mit Frist usw. verfassen / veranlassen? Gemäß Ihrer Gebührenordnung erwarte ich dann auch Ihre Rechnung.
Sollte dies möglich sein, können Sie mir Ihre Mailadresse zukommen lassen und ich sende Ihnen alle Unterlagen sowie meine Kontaktdaten zu.
Vielen Dank im Voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.11.2017 | 13:11

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich werde die Sache gerne übernehmen.

Benutzen Sie zur Kontaktaufnahme am besten die oben rechts im Kasten an der Seite angezeigten Funktionen .

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt

Pieperjohanns

Bewertung des Fragestellers 29.11.2017 | 07:49


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Der Anwalt hat den Fall von mir übernommen und wird sich nun darum kümmern."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 29.11.2017
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