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Privater Darlehensnehmer verstorben - Haften die Erben?


| 16.02.2007 19:19 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
Habe ein privates Darlehen gewährt. Nun ist der Darlehensnehmer verstorben, gibt es eine Frist in der ich meine Ansprüche an die Erben stellen muß und in welcher Form.
Ich denke die Erben wissen nichts über dieses Darlehen.
Vielen Dank.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Dadurch dass der Darlehensnehmer in Ihrem Fall verstorben ist, ist somit diesbezüglich der Erbfall eingetreten.
Dies hat zur Konsequenz, dass der/die Erben gem. § 1922 BGB etwaig auch ohne Wissen um deren Stellung Gesamtrechtsnachfolger Ihres Darlehensnehmers geworden sind.
Dies hat zur Folge, dass die Erbengemeinschaft in Form der Gesamtschuldnerschaft für das Darlehen des Erblassers zu haften haben, wobei die Haftung jedoch auf die Höhe des Nachlasse beschränkt werden kann.
Eine bestimmte Frist ist eigentlich nicht zu beachten, wobei jedoch an eine etwaige Verjährung zu denken wäre.
Diese betrüge drei Jahr nach Fälligstellung des Darlehens, was z.B. durch Kündigung desselben oder Zeitablauf eingetreten sein könnte. Hierfür fehlen jedoch Sachverhaltsangaben, so dass eine diesbezügliche Beurteilung momentan nicht möglich sein wird.
Sollte ein Annuitätendarlehen vorliegen, wird durch die Einhaltung derselben der Darlehensanspruch anerkannt und die Verjährung wäre diesbezüglich gehemmt.
Erst wenn z.B. durch Nichtzahlung der Annuitäten und Endfälligstellung des Darlehens die Hemmungswirkung wegfallen würde, wäre noch die Restverjährungsfrist noch zu bestimmen, um den Verjährungseintritt festlegen zu können.
Sollten Sie die Erben ermitteln können und diese als Erbengemeinschaft von dem Darlehen nichts wissen, sollte Sie diese über deren Existenz – hoffentlich mit Nachweis – über deren Existenz in Kenntnis setzen.
Sollte das Darlehen noch nicht gekündigt oder zeitabgelaufen sein, sollte eine diesbezüglich Kündigung ausgesprochen bzw. der Zeitablauf abgewartet werden, um den Anspruch geltend machen zu können. Des Weiteren wird zu diesem jeweiligen Zeitpunkt bzw. nach dessen Jahresende die dreijährige Verjährungsfrist zu laufen beginnen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 05.03.2007 | 09:20

Hallo eine Frage habe ich noch, das Darlehen wurde noch nicht getilgt, befinde mich aber in der drei Jahresfrist vor einer Verjährung. Die Erben müssen doch die Erbschaft innerhalb von 6 Wochen annehmen oder auch ablehnen, muss ich keine Frist einhalten um den Erben mitzuteilen , das ein Darlehen des Verstorbenen vorliegt? Sie wissen doch nichts über das Darlehen was dann ihr Erbe erheblich schmälert.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.03.2007 | 15:14

Sehr geehrter Ratsuchender,

es trifft zu, dass die Erben innerhalb von sechs Wochen nach Kenntnis des Erbfalles bzw. der Erbenstellung etwaig die Erbschaft ausschlagen können.
Einer expliziten Annahme derselben bedarf es nicht.
Sie müssten gegenüber den Erben das Darlehen entweder kündigen oder auf die Fälligkeit desselben, dann aber unter Einhaltung der Verjährungsfrist hinweisen, um den Darlehensanspruch gegenüber einer etwaigen Erbengemeinschaft durchzusetzen.
Solange die Einrede der Verjährung nicht erhoben wird, ist der
Darlehensanspruch trotz Verstreichens der Verjährungsfrist durchsetzbar.
Die Verjährung ist von einem etwaigen Gericht nicht von amts wegen zu prüfen.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

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