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Privater Autokauf


06.05.2007 11:07 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geerthe Damen und Herren

Ich habe am 17.3.2007 Einen Ford Fusion für 11.750 von Privat gekauft.Erstzulassung 07/06 - Laufleistung 720 Kilometer.
Am 19.3.07 habe ich festgestellt das etwas nicht stimmt mit den Wagen.
Nach mehreren telefonaten habe ich erfahren das sich der Ersbesitzer mit dem Fahrzeug mehrmals Überschlagen hat Reperaturkosten 13.268 ¬ . Der Erstbesitzer hat das Fahrzeug an einen Autohändler gegeben der den Wagen mit den Unfallschaden an meinen Verkäufer weiter verkauft hat.
Mein Verkäufer hat den Wagen dann selbst Unfachmänich Repariert
und mir weiter Verkauft im Kaufvertrag steht Unfallschaden der Repariert wurde,laut aussage des Verkäufers rechter Kotflügel beule die Repariert wurde.Ich habe den Kaufvertrag zwichen den Autohändler und meinen Verkäufer das gutachten vom Erstbesitzer
über 13.268 ,-- und ein KFZ Sachverständigen Gutachten das Ich Erstellen lies Fahrzeugwert im moment 8500,-- .
Fahrzeug in sich verzogen nur äuserre Ansicht .
Motor Achse und technichr Teile wurden noch gar nicht begutachtet.Um das Fahrzeug wieder her zu stellen müste ich nach meinen Gutachter mit 6000,-- Reperatur kosten rechnen.
Da mein Verkäufer von diesen erheblichen schaden wuste reicht es wenn er im Kaufvertrag unfallschaden der repariert wurde rein schreibt , oder hätte er mir so einen erheblichen Mängel melden müssen .
Kann ich mit den Gutachten des Erstbesitzers , Kaufvertrag des Autohändlers und meinen Verkäufer , und mein Gutachten zum Anwalt gehen und versuchen mein Geld zurück zu bekommen .
( Arglistige Täuchung )
das Fahrzeug wurden Privat Verkauft nicht vom Händler.

Vielen Dank
06.05.2007 | 11:43

Antwort

von


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Austr. 9 1/2
89407 Dillingen a. d. Donau
Tel: 09071/2658
Web: www.rechthilfreich.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

In Betracht kommt vorliegend die ( 1 ) Geltendmachung von Gewährleistungsrechten nach §§ 433 ff. BGB oder auch ( 2 )die Anfechtung des Kaufvertrages.

( 1 ) Gewährleistung

Wenn der Verkäufer die gesetzliche Gewährleistung im Kaufvertrag nicht ausgeschlossen hat, so könnten Sie den Verkäufer unter Setzung einer angemessenen Frist zur Behebung des Mangels auffordern. Zugleich sollten Sie für den Fall der Nichtbehebung des Mangels den Rücktritt vom Kaufvertrag androhen und dann ggf. auch gemäß §§ 434, 437 Nr. 2 i.V.m. 323 BGB vom Kaufvertrag zurücktreten.

( 2 ) Anfechtung wegen arglistiger Täuschung

Selbst wenn im Kaufvertrag die gesetzliche Gewährleistung ausgeschlossen sein sollte, so könnten Sie den Kaufvertrag gegenüber dem Verkäufer erfolgreich anfechten, wenn Sie arglistig getäuscht wurden und von Ihrem Anfechtungsrecht innerhalb von einem Jahr nach Entdeckung der arglistigen Täuschung die Anfechtung erklären.

Hierzu führe ich weiter wie folgt aus:

Entscheidend dürfte insoweit sein, ob Sie dem Verkäufer nachweisen können, dass er Kenntnis von den nicht behobenen Fahrzeugmängeln hatte.

Für Kenntnis des Verkäufers spricht der Umstand, dass er das Unfallfahrzeug selbst reparierte. Allerdings wendet die Rechtsprechung beim Verkauf aus privater Hand keine so strengen Maßstäbe hinsichtlich Aufklärungspflichten des Verkäufers an, wie wenn Sie das Fahrzeug von einem Händler gekauft hätten.

Sollte der Verkäufer die gesetzliche Gewährleistung nicht ausgeschlossen haben, so möchte ich Ihnen daher raten, dass Sie zunächst vom Verkäufer die Behebung des Mangels unter Fristsetzung per Einschreiben mit Rückschein einfordern.

Dieses Vorgehen wäre sicherer als eine Anfechtung, da Sie im Streitfall die Kenntnis des Verkäufers vom Mangel nicht nachweisen müssten.Sie müssten allenfalls den/die Mängel selbst beweisen. Diesbezüglich würde im Streitfall unter Umständen ein weiteres Gutachten vom Gericht in Auftrag gegeben. Die Kosten trägt die in einem Prozess unterliegende Partei.

Wurde die Gewährleistung im Vertrag ausgeschlossen, so kann nicht mit Sicherheit prognostiziert werden, ob Sie mit einer Anfechtung des Kaufvertrages durchdringen werden können. Problematisch erscheint diesbezüglich tatsächlich der Vermerk :" Unfallschaden, der repariert wurde. "

Idealerweise beauftragen Sie einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen in der Angelegenheit. Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Bedarf können Sie gerne die kostenfreie Nachfragefunktion nutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Jur.M. Kohberger
Rechtsanwalt
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eMail: kohberger@freenet.de
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Rechtsanwalt Michael Kohberger

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