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Private Schulden


13.02.2005 11:09 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Morgen
Da ich von einen Bekannten Geld in Höhe von 400 Euro geliehen habe und sachgemäß je 100 Euro/Monat über Bank überwiesen ließ, bin ich damit ausgegangen meine Schulden ausgeglichen zu haben.

Zwei Monate nach der Rückzahlung wechselte ich meine Arbeitsstelle, da die Tätigkeit Studium bezogen ist – Davor arbeite ich in einer Gaststätte.
Er fand heraus wo ich momentan tätig bin und hat mich telefonisch angefördert eine Summe von 1000 Euro an ihn zu zahlen oder er wird die Firmeninhaberin kontaktieren, mit der er sehr gut befreundet sein sollte. Ich hab auf seine Dröhnung nicht reagiert.
Später gab er mir bekann, das er mir 700 Euro geliehen hat , damit ich die Studiengebühren leisten konnte mit der Bemerkung : Ich zitiere „ 700 Euro kling doch glaubwürdig oder ?“

Gestern erhielt ich einen Brief von einem Anwalt , mit der Aufforderung bis spätestens 26.02.05 eine Summe über 300 Euro zu überweisen.

Der jenige terrorisiert miterweile nicht nur mich aber auch meine Eltern, die recht schlechte Deutschkenntnisse haben und deswegen völlig vorängstlich reagieren.
Da er in Dorf ein bekannter Unternehmer und seiner Meinung sehr gute Freunde und Kontakte hat, hab ich Angst das er mir und meiner Familie Schaden zufügt.
Zudem predigt er überall, er hätte mir damals 700 Euro geliehen um mir das Studium zu ermöglichen.

Da er mir vor drei Tagen eine Mailbox Nachricht hinterlassen hat, mit der Aufforderung das Geld innerhalb von sieben Tagen zu zahlen (Das hörte sich wie eine indirekte „Dröhnung“ an) und durch seine Ungeschicklichkeit hatte er ein interessantes Gespräch mit einer unbekannte Person ebenfalls auf meinen Mailbox hinterlassen!

Wie kann ich mich noch retten ? Ich habe keinen Schuldschein unterschrieben und somit kann ich auch nicht die tatsächlich geliehene Summe nachweisen !

Ich bitte um Hilfe
13.02.2005 | 11:23

Antwort

von


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30159 Hannover
Tel: 0511. 220 620 60
Web: www.tarneden-inhestern.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten.

Ihre rechtliche / prozessuale Situation ist ausgezeichnet. Wenn der Gegner von Ihnen die 300 € oder 700 € oder 1000 € haben will, muss e r (!) beweisen, dass er den Betrag an Sie verliehen hat.

Nur wenn er dies beweisen kann, müssen Sie ggf. beweisen, dass sie den Betrag beglichen haben.

Daher ist es kein Nachteil für Sie, sondern für den Gegner, dass es keinen Schuldschein gibt. Ohne Schuldschein wird er seine Forderung kaum beweisen können, es sei denn dass es Zeugen gibt.

Ich empfehle Ihnen daher, dem Anwalt entweder überhaupt nicht zu antworten oder nur mit einem kurzen Schreiben mit folgendem Inhalt:

"Ich bestätige den Eingang Ihres Schreibens und sehe der kurzfristigen Übersendung des Schuldscheines entgegen. Sodann werde ich unaufgefordert auf die Angelegenheit zurückkommen.

Bis dahin gehe ich davon aus, dass Telefonanrufe und ähnliche Belästigungen meiner Person sowie meiner Familie durch Ihren Mandanten unverzüglich eingetellt werden, andernfalls ich mich gezwungen sehe, meine Unterlassungsansprüche gerichtlich per einstweiliger Verfügung geltend zu machen."

Denn die Anrufe bei Ihnen bzw. der Familie hat der Gegner zu unterlassen.

In diesem Sinne alles Gute und ein schönes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen



Rolf Tarneden
Rechtsanwalt aus Hannover


Nachfrage vom Fragesteller 13.02.2005 | 13:22

Viele Dank für Ihre Antwort,

ich werde Ihren Ratschlag in Anspruch nehmen !

Ich hab jedoch noch eine Frage bezüglich der oben genannten Problematik:

Der Rechtsanwalt verlangt von mit Inanspruchnahme (ca.80 Euro) , aufgrund Zahlungsverzuges wofür ich haften soll. Nach fruchtlosem Ablauf der Frist werden die Ansprüche umgehend gerichtlich geltend gemacht und ggf. zwangsweise beigetrieben. Er weist darauf hin, dass dann weitere nicht unerhebliche Kosten auf mich zukammen.

Wie soll ich das versehen ???


Ich wünsche Ihnen ebenfalls ein schönes Wochenende und gleichzeitig möchte ich mich für Ihre Hilfestellung bedanken.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.02.2005 | 14:56

Sehr geehrte Fragestellerin,

der Anwalt behauptet, dass Sie sich mit den Kosten im Verzug befinden. Sollte dies zutreffen, müssen Sie tatsächlich die Anwaltskosten des Gegners tragen.

Dies gilt aber nur dann, wenn Ihnen gegenüber überhaupt die Forderung besteht, was Sie ja bestreiten. Schreiben Sie also den Text wie besprochen und gehen auf die Anwaltskosten nicht näher ein.

In diesem Sinne viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen



Rolf Tarneden
Rechtsanwalt

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