Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Private Krankenversicherung gekündigt - und dann?

| 23.05.2008 15:49 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Lieber Experte,

in unserer fünfköpfigen Familie bin ich, der Vater und Alleinverdiener, privat krankenvollversichert bei der Gesellschaft A. Meine drei Kinder sind auch privat krankenvollversichert, aber bei Gesellschaft B. Das älteste Kind ist volljährig, die beiden jüngeren nicht. Alle drei Kinder gehen noch zur Schule und bekommen nur Taschengeld, haben keinen Nebenerwerb.

Versicherungsnehmer bin in allen vier Fällen ich, versicherte Personen sind jeweils die Kinder bzw. ich. Ich bekomme und bezahle alle Beitragsrechnungen. Meine Frau ist freiwillig gesetzlich krankenversichert. Diese Ausgangssituation für meine folgende Frage ist sozusagen historisch gewachsen, sie soll nicht kommentiert werden.

Nun angenommen, ich schreibe Gesellschaft B einen Brief, in dem ich den Versicherungsvertrag für mein ältestes (volljähriges) Kind kündige.

(1) Geht das überhaupt? Ich bin der Versicherungsnehmer, also sollte es gehen. Andererseit ist das Kind volljährig. Wie bewerten Sie das?

(2) Angenommen, der Vertrag wurde erfolgreich gekündigt. Ist das (volljährige) Kind dann gar nicht mehr krankenversichert, da es ja nun weder privat noch gesetzlich krankenversichert ist? Aber diese Situation, dass jemand gar nicht krankenversichert ist, soll doch nach einer kürzlichen Gesetzes-Novellierung gar nicht mehr auftreten dürfen bzw. können!? Bitte Klarstellung.

Vielen Dank!
Eingrenzung vom Fragesteller
23.05.2008 | 18:50
26.05.2008 | 13:20

Antwort

von


(34)
Bahnhofstrasse 116
55296 Harxheim bei Mainz
Tel: 06138 - 981689
Tel: 06138 - 981691
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragensteller,

die Krankenversicherung für Ihr ältestes Kind können nicht Sie, auch wenn Sie der Beitragszahler sind, sondern nur Sie zusammen mit dem volljährigen Kind kündigen. Von einer Kündigung ohne geregelte Anschlussversicherung ist drin gend abzuraten. In Ihrer Frage haben Sie nicht das Ziel Ihrer Frage angedeutet. Wollen Sie Kosten sparen? Welchen Versicherungsschutz wünschen Sie?

Ihre Frau sollte sich zusammen mit Ihrem ältesten Kind bei der gesetzlichen Krankankasse erkundigen, zu welchen Kondition sich das Kind dort selbst versichert werden kann. Eine Mitversicherung wird wohl nicht möglich sein. Die Konditionen der einzelnen gesetzlichen Krankenversicherung können bei einer Grundversicherung minimal von eineander abweichen.
Zugleich könnten Sie sich auch von Ihrer privaten Versicherung für die Mitversicherung das oder der Kinder Angebote einholen lassen.
Wichtig ist noch zu wissen, die Kündigung der Krankenversicherung wird immer von dem Versicherungsagenten für private Versicherung in die Wege geleitet, über den auch die Verträge laufen (bei einer neuen privaten versicherung). Erst wenn klar ist, wo die weitere Versicherung stattfinden wird, sollte die Kündigung erfolgen. Wenn Ihre Kinder in di gesetzliche Versicherung wechseln sollen, sollten Sie die Kündigung erst aussprechen, wenn Sie mit der Krankenversicherung eine Anschlussversicherung geklärt haben.
Mit freundlichen Grüßen

Susanne Glahn, Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 17.06.2008 | 16:28

Liebe Frau Glahn,

vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Sie haben recht, ich bin die Zielrichtung meiner Fragestellung schuldig geblieben.

Es ist leider so, dass meine Frau und ich uns trennen werden. Da das volljährige Kind voraussichtlich bei seiner Mutter bleiben wird, möchte ich natürlich die Kosten für die Krankenversicherung sparen.

Sicherlich stecken Sie in der Materie weitaus tiefer drin als ich; dennoch kann ich kaum glauben, dass ich diese Versicherung, deren alleiniger Versicherungsnehmer ich ja bin (die Tochter ist nur die versicherte Person) nicht kündigen kann.

Wie auch immer - ich muss zusehen, wo ich sparen kann. Was raten Sie mir in Hinblick auf die private Krankenversicherung in der geschilderten Konstellation?

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.06.2008 | 18:02

Sehr geehrter Fragensteller,

die Kosten für eine private Krankenversicherung sind Kosten, die bei einem volljähhrigen Kind ohne eigenes Einkommen als Eltern gemeinsam im Rahmen der Unterhaltsverpflchtung übernehmen müssen.
Wenn alle Kinder, auch das Volljährige , bei der Mutter wohnen, kann diese Ihre Unterhaltsleistung natural erbringen. Sie müssten dan Barunterhalt für die Kinder leisten. Das heißt aber nicht, das Sie neben dem Barunterhalt zusätzlich auch die KV-Kosten allein tragen müssen. Schreiben Sie die Versicherung an und beantragen Sie eine Umschreibung des Vertrages auf das volljährige Kind und der weiteren auf Ihre Frau, wenn die Kinder bei Ihr leben. Sezten Sie sich mit Ihrer Frau in Kontakt, ob diesen nicht im Rahmen einer Familienversicherung die Kinder mit in Ihre Versicherung (GKV) nehmen kann. Sie müssten dann nur noch den Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle bezahlen, gekürzt um 50% des Kindergeldes. Wenn eine Familienversicherung bei der GKV nicht möglich ist, vereinbaren Sie mit Ihrer Frau, das diese sich mindestens an 50% der Kosten beteiligt und die Verträge auf sich umschreiben lässt. Da Sie bei einer Barunterhaltspflicht keine größeren weiteren Zahlungen leisten müssen, müßte Ihre Frau sich soadann mit Ihren Mitteln um eine Krankenversicherung der Kinder kümmern.
Damit aber keine Versicherungslücken auftreten, sollten Sie sich zusammen mit Ihrer Frau um eine Lösung bemühen.
So nun sind wir schon fast im Scheidungsrecht.
Wenn Sie noch eine Frage haben, dann melde Sie sich bitte.
Mit freundlichen Grüßen
Susanne Glahn, Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers |

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr freundlich im Ton, ausführlich und klar in der Sache und hilfreich im Rat. Ich fühle mich sehr gut beraten von Frau Glahn und bedanke mich."
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Susanne Sibylle Glahn »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER
5/5,0

Sehr freundlich im Ton, ausführlich und klar in der Sache und hilfreich im Rat. Ich fühle mich sehr gut beraten von Frau Glahn und bedanke mich.


ANTWORT VON

(34)

Bahnhofstrasse 116
55296 Harxheim bei Mainz
Tel: 06138 - 981689
Tel: 06138 - 981691
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Insolvenzrecht, Sozialhilferecht