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Private Krankenversicherung - Behandlung


22.02.2006 22:09 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht



Muss die private KV alle Rechnungen bezahlen?

Ich bin privat versichert, und habe ab und zu Herzrasen, welches sehr unangenehm ist, ich war schon bei 3 praktischen Ärzten und auch 2 verschiedenen Kardiologen, es wurde nichts gefunden, und man meinte, es sei nichts schlimmens, ich müsse auf Sport und Ernährung achten.

Die Rechnungen sind mir komplett erstattet worden, es handelte sich bis jetzt um Kosten von ca. 1500 Euro.

Ich bin der Meinung, dass es doch eine Ursache gibt, also will ich so lange verschiedene Ärzte aufsuchen, bis die Ursache gefunden wird, da ich nicht der erste wäre, der nach langer Suche, endlich einen Arzt findet, der dies behandeln kann.

Mein Frage, muss meine Versicherung auch zahlen, wenn ich z.B. bei 7 verschiedenen Kardiologen war, wegen der selben Sache?

Bis jetzt konnte nichts gefunden werden, und es kann sein, dass die nächsten zwei Ärzte auch nichts finden.

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Sehr geehrte Ratsuchende, sehr geehrter Ratsuchender,

in der privaten Krankenversicherung gibt es grundsätzlich keine Begrenzung in bezug auf die Anzahl der Ärzte, die Sie als Versicherter pro Behandlungsfall aufsuchen dürfen. Die Zahlungsverpflichtung der Krankenkasse ergibt sich aus Ihrem persönlichen Tarif. Dem entnehmen Sie im Zusammenhang mit den Versicherungsbedingungen den Leistungsumfang der Versicherung. Normalerweise werden Kosten zu 100% erstattet. Das ist die sogenannte Vollversicherung.

Die Musterbedingungen der privaten Krankenversicherungen (MB/KK) ergeben keine unmittelbare Begrenzung.

§ 4 Abs. 6 S. 1 der MB/KK sieht vor:
„Der Versicherer leistet im vertraglichen Umfang für Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden und Arzneimittel, die von der Schulmedizin überwiegend anerkannt sind.“

Satz 1 stellt also auf den vertraglichen Umfang und somit auf den gewählten Tarif ab. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Abrechnung nur für jeweils einen Versicherungsfall gilt. Dabei werden gem. § 1 Abs. 2 der MB/KK Leistungen erstattet, solange Behandlungsbedürftigkeit besteht. Die privaten Krankenversicherungen sind daher dazu übergegangen bei einer gewissen Zahl nachzuprüfen, inwiefern weitere Arztbesuche berechtigt sind. Sofern sie dann zu dem Ergebnis kommen, dass mehrere Ärzte immer wieder zu demselben Befund kommen, verweigern sie die Leistung, da sie nicht mehr als medizinisch notwendig angesehen wird. In Ihrem Fall bedeutet das, dass Ihre Versicherung die Festellung der Ärzte, sie seien gesund wiederholt gemacht haben und weitere Besuche von anderen Ärzten irgendwann nicht mehr erstattet. Dazu allerdings gibt es keine zahlenmäßige Begrenzung, sondern eine Ermessensentscheidung der Versicherung.

Ich schlage Ihnen vor, Kontakt mit Ihrer Versicherung aufzunehmen. Lassen Sie sich Ihren Tarif erläutern und fragen Sie wie Ihre Versicherung normalerweise verfährt.

Sollten Sie weitere Hilfe benötigen stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung. Sie haben die Möglichkeit, eine kostenlose Nachfrage zu stellen oder mich direkt über meine Kontaktdaten zu kontaktieren. Bitte haben Sie Verständnis, dass die Beratungsmöglichkeiten in diesem Forum sich lediglich auf eine Erstberatung beschränken. Eine nachhaltige Beratung durch einen Anwalt ersetzt dies nicht.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

Mit freundlichem Gruß!

Rechtsanwalt Dipl.-Jur. Thomas R. Krajewski

Jungbuschstraße 5
68159 Mannheim

email: Krajewski@haftungsrecht.com

Tel.: 0621 / 3 90 37 98
Fax 0621/ 1 78 99 90

Nachfrage vom Fragesteller 23.02.2006 | 11:31

Hallo

Danke für die schnelle Antwort.

Wenn die PKV entscheidet, dass weitere Arztbesuche nicht notwendig sind, kann diese dies auch rückwirkend erklären, sodass ich nachzahlen muss, oder heißt es wie ich es verstanden habe, dass diese mir schriftlich mitteilen muss, dass in Zukunft wegen der Symptome keine Kosten mehr erstattet werden.

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.02.2006 | 11:56

Sehr geehrter Ratsuchender,

tatsächlich ist es auch möglich, dass die Krankenversicherung ihre Leistung verweigert, wenn ein Arztbesuch bereits gemacht wurde und sie feststellt, dass Behandlungsbedürftigkeit nicht mehr gegeben war. Dies dürfte allerdings nur dann möglich sein, wenn noch frühere Arztbesuche zu dem Ergebnis gekommen sind, dass Sie gesund sind. Es dürfte also nicht dazu kommen, dass Sie z. B. nur einen Arzt aufsuchen, dieser Sie für gesund befindet und die Versicherung darauf die Leistung verweigert. Dabei wird natürlich vorausgesetzt, dass Sie nicht grundlos zum Arzt gegangen sind, sondern weil Sie Beschwerden hatten.

Stellen aber z. B. drei verschiedene Ärzte fest, dass Sie gesund sind und Sie suchen noch einen vierten Arzt auf, ist es möglich, dass die Versicherung nachprüft, ob Behandlungsbedürftigkeit für den vierten Arztbesuch noch vorlag. Kommt die Versicherung dann zu dem Ergebnis, dass dies nicht der Fall war, kann sie die Leistung verweigern.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. Für weitere Unterstützung erreichen Sie mich über meine Kontaktdaten.

Mit freundlichem Gruß!

Rechtsanwalt Dipl.-Jur. Thomas R. Krajewski

Jungbuschstraße 5
68159 Mannheim

email: Krajewski@t-online.de

Tel.: 0621 / 3 90 37 98
Fax 0621/ 1 78 99 90

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