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Private Krankenversicherung: Anwartschaft trotz chronischer Erkrankung?

21.09.2014 14:52 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Grübnau-Rieken, LL.M., M.A.


Guten Tag,

ich bin 26 Jahre alt und Student. Derzeit bin ich über meinen Vater privat krankenversichert. Während des Bestehens dieses Versicherungsschutzes bin ich an einem Diabetes mellitus Typ 1 erkrankt.

In etwa eineinhalb Jahren werde ich mein Medizinstudium beenden und dann einer Angestelltentätigkeit als Arzt nachgehen, mein Gehalt wird hierbei aller Voraussicht nach zunächst unter der Versicherungspflichtgrenze liegen. Ich muss also dann zwangsläufig in die GKV wechseln.

Meine Frage ist nun, ob es für mich die Möglichkeit gibt, mir die Chance offenzuhalten, später bei Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze oder Selbstständigkeit in die private Krankenversicherung zurückzukehren. Aufgrund meiner Erkrankung und der relativ hohen Kosten für die notwendigen Medikamente etc. bin ich sicherlich für die privaten Krankenversicherer kein sehr attraktiver Kunde.

Ich habe in diesem Zusammenhang von der Möglichkeit gehört, eine große Anwartschaft abzuschließen. Ich vermute jedoch, dass der Versicherer nicht gewillt sein wird, mir eine solche anzubieten. Angefragt habe ich diesbezüglich noch nicht. Liegt es allein im Ermessen des Versicherers oder ist dieser in irgendeiner Form verpflichtet, mir eine Anwartschaft zu ermöglichen?

Wie sollte ich nun am besten vorgehen? Macht es Sinn, jetzt schon beim Versicherer formlos nach der Möglichkeit einer Anwartschaft zu fragen? Was kann ich tun, wenn der Versicherer meine Anfrage nach einer Anwartschaft ablehnt?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Anwartschaftsversicherung ist kein eigenständiger Tarif, sondern die besondere Durchführungsform eines Tarifs, in dem Sie bereits versichert sind.

Der Wechsel von der „aktiven Phase" des Tarifs in die Anwartschaftsversicherung als seine „passive Phase" oder „Ruhensphase" ist nur ein Wechsel der Durchführungsform und kein Tarifwechsel i. S. v. § 204 Satz 1 VVG (MüKo VVG, § 204 Rn. 141).

Nach § 204 VVG kann der Versicherungsnehmer verlangen, dass der bestehende Vertrag entsprechend umgewandelt wird.

Bei einer Anwartschaft konservieren Sie dann den Gesundheitszustand, den Sie bei Vertragsabschluss hatten.

Mit einer sogenannten großen Anwartschaftsversicherung zahlen Sie einen erhöhten Beitrag, der dann zum Aufbau von Altersrückstellungen verwendet wird.

Sie können formlos beim Versicherer nach den Konditionen für beide Formen der Anwartschaftsversicherung anfragen.

Im Regelfall wird die Anwartschaft nicht abgelehnt.

Bei Eintritt der Versicherungspflicht in der GKV, müssten Sie ohnehin kündigen oder in eine Anwartschaftsversicherung umwandeln.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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