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Private Autokauf

| 30.10.2018 17:14 |
Preis: 50,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Im Fall eines privaten Autokaufs kann die Gewährleistung vertraglich ausgeschlossen werden. Will der Käufer gleichwohl Mängelrechte geltend machen, muss er beweisen, dass der Verkäufer einen schweren Mangel verschwiegen oder eine Beschaffenheitsgarantie gegeben hat.

Guten Tag,
Ich habe am 23.10.18 von privat an privat ein Fahrzeug erworben. (Peugeot 206 / ez 2007).
Der Verkäufer kam mir preislich etwas entgegen, da der Zahnriemen fällig war . Ansonsten wurde mir versichert, dass das Fahrzeug sich in einem Wartungsstau freiem Zustand befindet. Nach dem ersten Begutachten war auch alles in Ordnung. Heute, am 30.10. habe ich festegestellt, dass sich keine Kühlflüssigkeit im Fahrzeug befand und der Motorblock verölt ist. Nach einem Besuch in einer Fachwerkstatt, wurde festgestellt, dass es sich hierbei wohl über einen Schaden an der Zylinderkopfdichtung handelt.
Daraufhin habe ich den Verkäufer kontaktiert und ihn darauf hingewiesen, dass ich gerne vom Kaufvertrag zurücktreten möchte, da dies beim Kauf nicht angegeben wurde.
Die Antwort daraufhin war, dass ihm dies nicht bekannt war und ich vor dem Kauf die Möglichkeit hatte , das Fahrzeug begutachten zu lassen, davon aber keinen Gebrauch gemacht habe.
Wie ist nun die Rechtslage? Kann ich vom Kaufvertrag zurücktreten oder muss ich auf den hohen Reparaturkosten sitzen bleiben?
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
30.10.2018 | 17:55

Antwort

von


(511)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Tel: 0172 9077547
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Sie müssten zunächst in den Kaufvertrag schauen, ob die Gewährleistung ausgeschlossen ist. Dies wäre bei einem Kaufvertrag zwischen Privaten zulässig. Ist dies nicht der Fall, können Sie sich ganz normal an den Verkäufer wenden. Sie müssten nur noch beweisen, dass Mangel bereits bei Übergabe des Fahrzeugs vorhanden war, was aber aufgrund der Kürze der Zeite möglich sein dürfte.

Findet sich eine Klausel über den Gewährleistungsausschluss müssten Sie entweder beweisen, dass der Käufer den Mangel kannte oder aber dass er Ihnen zugesichert hat, dass außer dem Wechsel des Zahnriemens keine Wartungsarbeiten notwendig sind. Ich nehme an, dass die Kühlflüssigkeit ausgelaufen ist und dies durch entsprechende Pfützen unter dem Fahrzeug aufgefallen sein muss. Inwieweit der Verkäufer daraufhin bei einer Werkstatt war und ihm diese eine konkrete Diagnose gegeben haben, wird nur schwer zu ermitteln sein. Leichter könnte es werden, wenn Sie die Aussage bezüglich des fehlenden Wartungsstaus beweisen können. Wenn diese nur mündlich gefallen ist, würden Sie hierzu einen Zeugen benötigen.

Ein Rücktritt vom Kaufvertrag dürfte nur möglich sein, wenn Sie die Täuschung über den fehlenden Reparaturstau beweisen können, da es nur bei einem derartigen Vertrauensbruch nicht zumutbar sein dürfte, dass der Verkäufer den PKW repariert bzw. reparieren lässt. In den anderen Fällen müssen Sie ihm zunächst Gelegenheit zur Reparatur geben.

Dass Sie den PKW vor Kauf hätten begutachten können, ist hingegen kein Argument dafür, dass Ihre Rechte in jedem Fall verloren sind. Bei einem derartig schweren Schaden war der Verkäufer ungefragt zur Aufklärung verpflichtet, auch wenn Sie nicht danach gefragt oder den PKW geprüft haben. Voraussetzung ist allerdings, dass der Käufer den Schaden kannte.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 01.11.2018 | 18:41

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