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Privatdarlehen - keine Ratenzahlung

| 30.07.2008 11:52 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Sehr geehrte Frau Anwältin,
sehr geehrter Herr Anwalt,
mein Vater hatte im Juli 1999 an eine Bekannte „B“ ein Privatdarlehen über 60.000 DM bei 4%iger Verzinsung mit einer monatlichen Rückzahlung von 800 DM vergeben (Vertrag liegt vor). Das Geld diente als Grundlage für einen Vergleich gegenüber Gläubigern der „B“ zur Vermeidung eines Insolvenzverfahrens.
Mein Vater ist im Juni 2008 verstorben, ich bin die Alleinerbin.
Aus den Unterlagen meines Vaters geht hervor, dass die Monatsraten für September 2005 sowie seit Januar 2006 bis heute (Juli 2008) durchgehend nicht mehr bezahlt wurden.
Im Mai und Juni 2006 hatte mein Vater die „B“ und deren Anwalt zur Weiterbezahlung der Raten aufgefordert (Schreiben liegt vor) – ohne Reaktion. Allerdings verfolgte mein Vater die Angelegenheit damals nicht weiter, weil sich die persönliche Bindung zwischen meinem Vater und „B“ wieder intensivierte.
Ich habe „B“ diesen Monat (Juli 2008) per Einschreiben zur Rückzahlung des Restdarlehens (6.769,26 €) in Monatsraten (409,03 €) ab 1. August 2008 aufgefordert – höchstwahrscheinlich ohne Erfolg.
Gerüchtehalber wird „B“ wegen eines Bankdarlehens bereits gepfändet. Grundsätzlich handelt es sich um eine notorische Schuldnerin, die bereits mehrfach eine Eidesstattliche Erklärung abgelegt hat und auch früher schon wegen Betrugs gerichtlich verurteilt wurde.
Frage: Wie soll ich weiter verfahren?
Ich möchte eigentlich prinzipiell „B“ nicht einfach ungeschoren mit unbezahlten Schulden davonkommen lassen, andererseits nicht dem „schlechten Geld“ auch noch „gutes Geld“ für Gerichtskosten etc. hinterherwerfen, wenn evtl. bei „B“ ohnehin nicht zu holen ist.
Vielen Dank im voraus!

Sehr geehrte Ratsuchende,


sofern Sie kein Geld für die zivilrechtlich notwendigen Schritte investieren wollen, um einen rechtskräftigen Titel, der 30 Jahre gültig wäre, zu erlangen, sollten Sie dann die Sache auf sich beruhen lassen.


Denn neben den zivilrechtlichen Schritten (Aufforderung, Mahnverfahren - bei Widerspruch dann Klageverfahren) werden Sie hier auch kaum mit einer strafrechtlichen Anzeige etwas bewirken können. Voraussetzung für eine Straftat wäre, dass ZUM ZEITPUNKT der Darlehenshingabe eine Täuschung vorgelegen hätte, was angesichts der Vermeidung eines Insolvenzverfahrens kaum nachzuweisen wäre.

Allenfalls könnten Sie noch, sollte es zu einem Insolvenzverfahren kommen, dann die Forderung anmelden, wobei Sie allerdings nach der von Ihnen geschilderten Sachlage kaum mit einer Zahlung rechnen können.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Rückfrage vom Fragesteller 30.07.2008 | 13:11

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
danke für die fixe Antwort.
Ergänzungsfrage (für nochmal 30,- € bitte):
Ich bin so verärgert über "B", dass ich rechtliche Möglichkeiten wahrnehmen möchte, soweit die Kosten vertretbar bleiben. Ich bin außerdem rechtsschutzversichert.
Welche Fristen/Formulierungen muss ich beachten in den Schreiben zur Ratenzahlungs-Aufforderung bzw. Darlehenskündigung?
Vielen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.07.2008 | 14:35

Sehr geehrte Ratsuchende,

hier müssen Sie zunächst die Inhaberschaft durch Vorlage eines Erbscheines nachweisen und dann gleichzeitig dem Darlehensnehmer eine zweiwöchige Frist zur Zahlung des rückständigen Betrags setzen, verbunden mit der Erklärung, dass Sie bei Nichtzahlung innerhalb der Frist den Darlehensvertrag fristlos kündigen und dann die gesamte Restschuld verlangen. Dieses sollte per Einschreiben mit Rückschein erfolgen.

Wird vermutlich nich gezahlt, sollte danach die Kündigung mit Zahlungsaufforderung des Gesamtbetrages wieder mit einer Frist von 14 Tagen und per Einschreiben/Rückschein erfolgen.

Danach sollten Sie das Mahnverfahren einleiten; die Kosten liegen, wenn Sie es ohne anwaltliche Hilfe machen, bei ca. 450,00 EUR.


Allerdings, und das möchte ich betonen, kann ich aus dem Darlehensvertrag selbst eine andere rechtliche Bewertung ergeben, da der genaue Wortlaut der Vertragsabfassung relevant ist.

Daher sollten Sie sich wirklich überlegen, ob Sie nicht doch die gesamte Sache zur Prüfung an einen Anwalt abgeben; sinnvoll wäre es allemal.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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