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Privatankauf von Historica- Verkäufer möchte Wandlung


| 05.03.2007 20:14 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



hallo,
folgendes problem.
ich bin sammler von alten dingen und inseriere wöchentlich
in zeitungen unter der rubrik : ankauf von militaria, orden, etc.

vergangene woche rief mich eine ältere dame an, erzählte mir von
diversen orden ihres mannes die sie gerne verkaufen möchte.

wir vereinbarten einen termin und ich besuchte die dame
in ihrem haus. dort zeigte sie mir ihren nachlass.

ich bot ihr für diverse dinge ihres verstorbenen mannes
u.a. orden + urkunden euro 250.

einen teil wollte sich aufgrund eines besseren angebotes nicht
veräußern, so daß ich für nur einen restteil sodann für 250,-- erwarb.

ich machte ein angebot- und sie war einverstanden.
ich bezahlte bar und nahm meinen erwerb mit.

alles mündlicher kaufvertrag - ohne zeugen.

nun ruft die familie an (sohn..), und möchte den kaufvertrag wandeln.
ware zurück- geld zurück.
ggf. auch gerichtlich gegen mich vorgehen.

offensichtlich liegt der sammlerwert dieser von mir gekauften
dinge - höher als der kaufpreis.

frage: muss ich wandeln?

ich habe ein angebot gemacht und bar angekauft.
wohlgemerkt: privatsammler

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

I. Ein Recht zum Rücktritt wegen eines Mangels der Kaufsache („Wandlung“) hat die Verkäuferin nicht. Dieses Recht kann bereits dem Grunde nach nur ein _Käufer_ haben.
Ihren Schilderungen nach wurde auch ein vertragliches Rücktrittsrecht nicht vereinbart.

II. Das Begehren der Familie (ich gehe zunächst davon aus, dass diese wirksam von der Verkäuferin bevollmächtigt worden sind; eine Vollmacht möge aber bitte vorgelegt werden) könnte man jedoch als Anfechtung des Kaufvertrages werten und zwar wegen eines Erklärungsirrtums. Im Rahmen der Anfechtung wegen eines Erklärungsirrtums ist es jedoch ständige Rechtsprechung, dass der Wert oder Marktpreis einer Sache keine! Eigenschaft iSd § 119 Abs. 2 BGB sind und deshalb bei einem „Irrtum“ darüber kein! Anfechtungsrecht besteht.

III. Dem Begehren der Verkäuferin sollten Sie daher nach jetziger Kenntislage nicht nachkommen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
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