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Privat von Privat Auto gekauft

| 17.06.2016 11:19 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


14:18

Guten Tag,

folgende Situation. Habe am 01.04.2016 einen VW Bus T5 für 25000€ gekauft. Ich habe den Verkäufer explizit nach dem Öl- Verbrauch gefragt. Er behauptete das alles in Ordnung sei.
Doch ein paar Tage nach dem Kauf leuchtete das Öl- Lämpchen auf und ich musste 2l Öl nachkippen. das Teilte ich im gleich mit. Er sagte mir ich solle erstmal zu VW fahren um es überprüfen zulassen. Nach einigen Tests heute das Ergebnis: Motorschaden!! VW übernimmt KEINE Kosten. Wie gut stehen meine Chancen die Reperaturkosten erstattet zu bekommen vom Verkäufer? Die VW- Werkstatt sagte das der Verkäufer mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vom dem Schaden wusste. weil als ich das Auto gekaufte habe und nach 1000Km ich zwei Liter Öl nachkippen musste nicht in so einer kurzen Zeit sein könnte.

Welche möglichkeiten habe ich?

MfG
A. Fast

17.06.2016 | 11:56

Antwort

von


(1215)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Aus Ihrer Sachverhaltsschilderung geht nicht hervor, ob Sie das Fahrzeug bei einem Händler oder privat gekauft haben. Diese Frage ist deshalb von Bedeutung, weil ein Händler die gesetzliche Gewährleistung nicht ausschließen kann, wohl aber ein privater Verkäufer.

Den Händler könnten Sie also aufgrund des Gewährleistungsrechts in Anspruch nehmen, den privaten Verkäufer dann nicht, wenn das Fahrzeug unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft worden ist.

In rechtlicher Hinsicht folgt daraus, dass Sie gegenüber einem Händler einerseits Gewährleistungsansprüche geltend machen können, aber auch die Möglichkeit haben, den Kaufvertrag wegen arglistiger Täuschung nach § 123 BGB anzufechten. Die Anfechtung hätte die Wirkung, dass Sie das defekte Fahrzeug zurückgeben und den Kaufpreis erstattet erhalten. Sie würden also so gestellt, als wäre es nie zu einem Verkauf des Fahrzeugs gekommen.

Haben Sie das Fahrzeug dagegen von einem Privatverkäufer erworben, und ist die Gewährleistung ausgeschlossen, hätten Sie nur die Möglichkeit, wegen arglistiger Täuschung anzufechten.


2.

Die Tatsache, dass Sie bereits wenige Tage nach dem Kauf des Fahrzeugs 2 l Motoröl nachfüllen mussten, kann dafür sprechen, dass dies dem Verkäufer bekannt gewesen sein dürfte. Um hier die Sach- und Rechtslage besser einschätzen zu können, sollte man noch wissen, wie viele Kilometer Sie mit dem Fahrzeug nach dem Kauf bis zum Aufleuchten der Kontrollleuchte zurückgelegt haben.

Wenn Sie den VW Bus bei einem Händler gekauft haben, können Sie von dem Händler die Beseitigung des Mangels, d.h. die Reparatur des Fahrzeugs, verlangen. Lehnt der Händler ab, erklären Sie den Rücktritt vom Vertrag.

Vermutlich wird der Händler die Übernahme der Reparaturkosten ablehnen. In diesem Fall wäre ein Rechtsstreit wohl kaum vermeidbar.

Deshalb sollten Sie einen Rechtsanwalt einschalten, damit die richtigen Schritte eingeleitet werden.

Im Streitfall wird ein Sachverständiger prüfen müssen, ob der Schaden bereits bei Vertragsschluss bzw. bei Übergabe des Fahrzeugs vorgelegen hatte. Und hier stehen Ihre Erfolgsaussichten gut, da, sollte das Fahrzeug vom Händler erworben worden sein, dieser beweispflichtig dafür ist, dass der Schaden bei Vertragsschluss bzw. Fahrzeugübergabe noch nicht bestanden hat. Dieser Nachweis dürfte dem Händler nur schwerlich gelingen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 17.06.2016 | 12:36

Vielen Dank für Ihre Antwort. Das Fahrzeug wurde Privat gekauft. Das esrtemal ist das Lämpche nach ca.700-800 Km augeleuchtet. Wenn ich den Kaufvertrag wegen arglistiger Täuschung nach § 123 BGB anfechte. wie hoch stehen die Chancen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.06.2016 | 14:18

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Bitte prüfen Sie vorab Ihren Kaufvertrag, insbesondere dahingehend, ob ein Gewährleistungsausschluß vereinbart ist. Damit stellen Sie sicher, dass Sie alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen (können).


2.

Die Erfolgsaussichten, mit der Anfechtung durchzudringen, sind schwer zu beurteilen, da es sich dabei, was die Frage anbelangt, ob der Verkäufer den Mangel kannte, vorrangig um eine technische Frage handelt.

Im Streitfall müßte der Motor untersucht und daraufhin geprüft werden, ob einerseits der Fehler bei Vertragsschluß bereits vorhanden gewesen ist und andererseits, ob der Verkäufer den Mangel hätte erkennen müssen. Das Ergebnis einer solchen technischen Prüfung läßt sich naturgemäß nicht vorhersagen.

Allerdings spricht die Tatsache, dass ein extrem hoher Ölverbrauch vorlag, schon dafür, dass der Verkäufer wußte, dass mit dem Motor etwas nicht in Ordnung gewesen ist.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 19.06.2016 | 08:24

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