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Privat Schulden

12.04.2005 19:04 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mir in der Zeit von 1996 bis 2000 von einer guten Bekannten insgesamt DM 6.500 leihen müssen (DM 4.000 im Jahr 1996/DM 500 im Jahr 1997 /DM 2000 im Jahr 2000). Bereits 1996 konnte ich DM 2.000 davon wieder zurückzahlen. Somit bestand eine Restschuld von DM 4.500.

Im Jahr 2000 legte sie mir einen Schuldschein vor, auf dem Folgendes stand:
" (Name) schuldet (Name) folgende Beträge: DM 4.000.-- / DM 500.-- / DM 2.000.-- sowie das Datum (aus dem Jahr 2000) und meine Unterschrift"

Leider achtete ich nicht darauf, dass die bereits zurückgezahlten DM 2.000 nicht unter Abzug gebracht wurden und musste auf auf die Schnelle diesen Schuldschein unterschreiben. (Eine Kopie des Schuldscheines habe ich erst ein oder zwei Wochen später bekommen).

Im November 2003 forderte sie mit sofortiger Wirkung eine Gesamtschuld in Höhe von plötzlich DM 7.700 ein. Eine offizielle schriftliche Kündigung des Darlehens gab es nicht. Da ich in meinen Unterlagen leider die Kopie des Schuldscheins nicht wiederfinden konnte, erhielt ich nach mehrmaligem Mahnen erst im Februar 2004 eine Kopie von ihr, die nicht identisch mit dem war, was ich damals unterschrieben habe.

Ich hatte jedoch bereits im Januar 2004 mit einer monatlichen Ratenzahlung begonnen und konnte die "eigentliche" Restschuld von DM 4.500 (in Euro zum Wechselkurs von 1,95583) bis August 2004 zurückzahlen. Es fand auch ein ausführlicher Schriftwechsel mit komplett allen Belegen meiner Rückzahlungen in dieser Zeit statt.

Auf dieser Kopie des Schuldscheines befanden sich Beträge die eindeutig im Nachheinen eingesetzt wurden. Nun beläuft er sich auf DM 7.700 (nicht in Euro umgerechnet) mit zusätzlich 4%iger Verzinsung der DM 4.000 (aus dem Jahr 1996). Er enthält jedoch meine Unterschrift mit Datum.

Im März 2005 kam ein Schreiben von ihr, dass sie, wenn sie ihre Restforderung innerhalb 14 Tage nicht bekäme, sie dann einklagen werde.

Meine Fragen:
- Was habe ich für Möglichkeiten diesen gefälschten Schuldschein aufzudecken?
- Muss ich diese ungerechtfertigten Forderungen zahlen, wenn ich die Fälschung nicht beweisen kann bzw. meine Kopie von damals nicht mehr wiederfinde?
-Wie ist das mit der Verjährung einer Schuld?

Im Voraus besten Dank für Ihre Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen

Guten Tag!

Wenn Ihre Bekannte mit Klage droht, dann warten Sie diese ab, denn Sie möchte ja etwas von Ihnen, nämlich Ihr Geld.

Der Knackpunkt ist die Beweisbarkeit der Tatsache, daß der Schuldschein gefälscht ist. Hierfür eignen sich besonders gut alle Belege, Schriftverkehr etc. Darüber hinaus kann es interessant sein, wenn die Fälschung sichtbar ist, oder es Zeugen gibt. Und: durchsuchen Sie am besten alles nach der Kopie.
Schlimmstenfalls, d.h. wenn nichts bewiesen werden könnte, ist es nicht ausgeschlossen, daß Sie zahlen müssen.

Zur Verjährung: Grds. verjähren Ansprüche auf Darlehnsrückzahlung in 3 Jahren, es sei denn die Verjährung wird gehemmt durch Verzug etc.
Um hierzu genaueres sagen zu können, müßte ich allerdings alle Unterlagen einsehen können.

Sie können wegen des weiteren Vorgehens gerne Kontakt mit mir aufnehmen. Meine Daten:

Marina Spiertz
Rechtsanwältin
Offenbachstr. 22
81245 München
Tel.: 089/ 88 99 93 49
Fax: 089/ 88 99 83 60
Web: www.kanzlei-spiertz.de

Nachfrage vom Fragesteller 14.04.2005 | 12:16

Sehr geehrte Frau Spiertz,
vielen Dank für Ihre Antwort. Eine Frage habe ich noch:

Was bedeutet genau "...es sei denn, die Verjährung wird gehemmt durch Verzug etc."

Besten Dank!
Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 14.04.2005 | 12:17

Sehr geehrte Frau Spiertz,
vielen Dank für Ihre Antwort. Eine Frage habe ich noch:

Was bedeutet genau "...es sei denn, die Verjährung wird gehemmt durch Verzug etc."

Besten Dank!
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.04.2005 | 20:39

Guten Abend!
Das heißt, daß die Verjährung nicht "durchläuft", sondern daß die 3 Jahre durch ein Ereignis unterbrochen und dann wieder in Gang gesetzt werden. So könnte es z.B. sein, wenn Sie einer Zahlungsverpflichtung zwischenzeitlich nicht nachgekommen wären. Dann wären Sie in Verzug geraten. So könnte sich diese Zeit evtl. verlängert haben.
ich hoffe, ich konnte Ihre Frage damit beantworten.

Freundliche Grüße

Marina Spiertz

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