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Privat Insolvenz und selbstständig

19.02.2008 21:55 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Meine Frau und ich wollen evtl. privat Insolvenz beantragen. 1 Gläubiger eine Bank ca. 500.000 € ( Einfamilienhaus Wert ca. 250.000.00 ) aber zur Zeit kein Käufer, Müssen aber verkaufen, , oder Insolvenz, da neuer Arbeitgeber, in einem anderen Bundesland.
1. Frage: Muss der neue Arbeitgeber von der Insolvenz erfahren ? (Ist eine Art selbstständige Arbeit )2. Frage Mit der Bank verhandeln, Zwangsversteigerung beantragen, dann sehen, wieviel Schulden bleiben ? Oder sofort Insolvenz.
Danke. MFG

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1.Das Verfahren über eine Privat- oder Regelinsolvenz wird im Internet öffentlich bekannt gegeben, je nach Bundesland auch in einer örtlichen Tageszeitung. Insoweit kann der Arbeitgeber von der Insolvenz erfahren, muß dies aber nicht.

Soweit Sie eine selbständige Tätigkeit nachgehen, haben Sie die Insolvenzgläubiger nicht schlechter zu stellen, als wenn Sie eine unselbständige Tätigkeit nachgehen. Demnach können Sie mit dem Treuhänder/Insolvenzverwalter vereinbaren, dass Sie entsprechende Zahlungen freiwillig abführen. Möglich wäre auch das der Treuhänder/Insolvenzverwalter die Beträge einzieht, was aber nicht zwingend ist und sicherlich nicht tunlich, wenn dadurch die Geschäftsbeziehung beeinträchtigt würde.

2. Soweit die Bank Ihr einziger Gläubiger ist, ist sicherlich an eine vergleichsweise Regelung zu denken. Dabei wird die Bank sicherlich eine Verkaufsvollmacht für die Immobilie und eine Darstellung Ihrer persönlichen finanzielle Verhältnisse fordern.

Die Bank profitiert von einer freihändigen Veräußerung, da erfahrungsgemäß bei einer Zwangsversteigerung ein geringerer Erlös zu erwarten ist. Bei einem Insolvenzverfahren kann die Bank außerhalb der Zwangsversteigerung nur mit dem Insolvenzverwalter die Immobilie verwerten. Insoweit sollten Sie als Gegenleistung für eine Verkaufsvollmacht, die der Bank eine freihändige Veräußerung der Immobilie ohne Ihr Zutun ermöglicht, im Gegenzug einen Forderungsverzicht über die nach dem Verkauf verbleibenden Darlehensbetrag fordern. Angesichts der Problematik empfehle ich Ihnen hierzu unbedingt einen Kollegen hinzuzuziehen.

Soweit Sie mit der Bank allerdings keine Einigung erzielen können, wäre ein Insolvenzverfahren in Erwägung zu ziehen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Im Rahmen der Nachfragefunktion stehe ich für Nachfragen gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom


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