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Privat Insolvenz -neu-

04.05.2021 12:17 |
Preis: 52,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


13:12
Frage: Wie werden in einer Privatinsolvenz Einkünfte aus nebenberufliche Gewerbeeinkommen, Ca. 1000 pro Jahr,,, berücksichtigt
04.05.2021 | 13:04

Antwort

von


(315)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

im Falle einer selbständigen Tätigkeit ist der Schuldner verpflichtet einen Betrag an die Insolvenzmasse abzuführen der dem Einkommen entspricht, was man mit dieser Tätigkeit im Angestelltenverhältnis verdienen würde, siehe § 295a Insolvenzordnung

Zitat:
§ 295a
Obliegenheiten des Schuldners bei selbständiger Tätigkeit
(1) Soweit der Schuldner eine selbständige Tätigkeit ausübt, obliegt es ihm, die Insolvenzgläubiger durch Zahlungen an den Treuhänder so zu stellen, als wenn er ein angemessenes Dienstverhältnis eingegangen wäre. Die Zahlungen sind kalenderjährlich bis zum 31. Januar des Folgejahres zu leisten.
(2) Auf Antrag des Schuldners stellt das Gericht den Betrag fest, der den Bezügen aus dem nach Absatz 1 zugrunde zu legenden Dienstverhältnis entspricht. Der Schuldner hat die Höhe der Bezüge, die er aus einem angemessenen Dienstverhältnis erzielen könnte, glaubhaft zu machen. Der Treuhänder und die Insolvenzgläubiger sind vor der Entscheidung anzuhören. Gegen die Entscheidung steht dem Schuldner und jedem Insolvenzgläubiger die sofortige Beschwerde zu.

Es wäre hier also zu ermitteln, welches Einkommen Sie erzielen würden, wenn Sie angestellt wären und dann müsste nochmal festgestellt werden, wie hoch dieser Betrag dann in Teilzeit wäre. Wenn also z.B. ein Elektriker im Durchschnitt in Ihrer Region angestellt 2.000 € verdient und nur 20 Wochenstunden arbeitet wäre ein Betrag von 1.000 € anzusetzen. Auf den tatsächlichen Verdienst kommt es dabei übrigens eigentlich nicht an. Letztlich wird das Ganze in den meisten Fällen auf eine Vereinbarung mit dem Verwalter hinauslaufen.

Der dann ermittelte Betrag wird zu Ihrem eigentlichen Einkommen aus dem Angestelltenverhältnis addiert und daraus wird dann der pfändbare Betrag ermittelt. z.B. 1.200 € aus der angestellten Tätigkeit + 1.000 € fiktives Einkommen = 2.200 €, hieraus sind dann (aktuell ohne Kinder und Ehefrau) 644,99 € pfändbar. Sie müssen diesen Betrag dann entsprechend abführen.

Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünschen Ihnen noch ein schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


Rückfrage vom Fragesteller 04.05.2021 | 13:07

Also ich habe Einkünfte aus Versorgungsbezüge -pensionierter Beamte- und halt den nebenerwerb.. jährlich 1.000€....

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.05.2021 | 13:12

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

auch wenn der Betrag gering ist gilt grundsätzlich das fiktive Einkommen nach § 295a Insolvenzordnung. Sie müssen sich deswegen in jedem Fall leider mit dem Verwalter in Verbindung setzen und sich auf einen konkreten Betrag einigen.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke

ANTWORT VON

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