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Privat Geld verliehen ohne Quittung

05.10.2010 19:14 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren
Bestimmt ist die Frage, welche ich stellen möchte schon des öfteren gestellt worden.
Vor etwa neun Monaten habe ich einer Bekannten finanzielle Unterstützung zukommen lassen um Ihr den Umzug in eine andere Wohnung zu ermöglichen.
Dadurch liefen verschiedene Kosten auf bei denen ich mich bereit erklärte, Ihr finanziel leihweise unter die Arme zu greifen.
Kaution, Küchenfinanzierung, anfallende Doppelmiete, Lebensunterhaltszuschuß.
Die Zahlungen erfolgten bar über den Tisch, gegen das Versprechen, das Geld so bald als möglich zurückerstattet zu bekommen. Leider ohne Quittung. Die wurde mir damals zwar angeboten, jedoch verlangte ich dies nicht, da es ja auf der Basis einer Freundschaft lief. Tja, Vertrauen ist gut aber.....
Nach Erledigung des Umzugs wurde der Kontakt allerdings abrupt abgebrochen.
Lediglich die Anfrage auf telefonischem Weg auf Rückzahlung wurde von meiner Seite in der Zwischenzeit zweimal eingeleitet. Immer mit dem Versprechen, wenn Ihre Anwaltsangelegenheiten geklärt wären (Arbeitsgericht sowie Mietstreit) würde sie Ihre Schulden bei mir auslösen.
Wie gesagt, Vertrauen ist gut......
Zwischenzeitlich hat sich bei mir eine Situation ergeben, welche es nötig macht, die Leihgabe wieder zurück zu erhalten.
Also hab ich Ihr die Schuldenauflistung via Post / Einschreiben zukommen lassen. Daraufhin wurde ein Treffen vereinbart bei dem man sich über die anstehende Thematik unterhalten wollte.
Mit dem Ergebnis: Sobald es möglich wäre, würde sie zurückzahlen. Aber die erneut vorgelegte Schuldenauflistung wollte sie dennoch nicht unterschreiben.
Tja, guter Rat ist teuer, und Vertrauen muß wohl hoch bezahlt werden.
Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben welche Schritte ich in die Wege leiten sollte, um so bald als möglich auch wirklich an mein Geld zu kommen, denn die Summe ist doch zu hoch, als sie als "Lehrgeld" in den Wind zu schreiben.
Und, verjähren Privatschulden nach einer gewissen Zeit, und wenn ab wann.
Hätte der Fall auf gerichtlicher Ebene überhaupt eine Chance. Dem einzigen Zeugen, Ihre Tochter, welche bei mancher Geldübergabe dabei war würde ich, naja, sagen wir mal, Befangenheit, zutrauen.
Klar, denn es geht ja schließlich auch um deren Existenz.
Wie gesagt, bzw. geschrieben das Vertrauen ist dahin.
Bin um jede konstruktive Antwort dankbar und bedanke mich schon jetzt für Ihre Bemühungen.
Mit Dank und freundlichen Grüßen
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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Sie haben zunächst das Richtige getan, indem Sie die Dame schriftlich aufgefordert haben, die Gesamtsumme zurückzuzahlen. Solch eine Aufforderung sollte unter Fristsetzung erfolgen.

Es gibt nun mehrere Möglichkeiten, gegen die Dame vorzugehen. So könnten Sie die Dame bitten, ein notarielles Schuldanerkenntnis ggf. mit Vereinbarung von Ratenzahlung zu unterzeichnen, in welchem sie die Gesamtforderung anerkennt. Ein notarielles Schuldanerkenntnis hat die gleiche Wirkung wie ein rechtskräftiger Titel, sodass Sie hieraus sofort vollstrecken könnten.

Eine andere Möglichkeit ist, einen Mahnbescheid über die Gesamtsumme zu beantragen. Dies ist zunächst eine kostengünstige Lösung, um Forderungen gerichtlich geltend zu machen. Allerdings sollten Sie sicher sein, dass dem Mahnbescheid nicht widersprochen wird, da ansonsten das Verfahren in ein streitiges Verfahren wie bei einer Klage übergeht und Sie dadurch nichts gewonnen hätten. Ohne Widerspruch können Sie Vollstreckungsbescheid beantragen und bei dessen Vorliegen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einleiten.

Eine weitere Möglichkeit ist die sofortige Klageerhebung. Je nach Höhe der Forderung wäre die Klage entweder vor dem Amtsgericht (bei einer Forderung bis zu 5000 Euro) oder beim Landgericht (bei einer Forderung ab 5001 Euro) zu erheben. Beim Landgericht herrscht Anwaltszwang, sodass Sie hier einen Rechtsanwalt mit der Geltendmachung Ihrer Forderung beauftragen müssten.

Vor Klageerhebung muss natürlich überlegt werden, ob die Gewährung des Darlehens von Ihnen bewiesen werden kann. Da hier nur die Tochter der Dame zur Verfügung steht, kann das durchaus schwierig werden. Als weitere Beweismittel stehen Ihnen eventuell auch Zeugen zur Verfügung, die bekunden können, dass die Rückzahlung des Geldes zugesagt wurde.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

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Ich weise Sie darauf hin, dass diese Plattform lediglich zur ersten rechtlichen Orientierung dient und eine ausführliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es ist nur eine überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems aufgrund Ihrer Angaben zum Sachverhalt möglich. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Angaben zum Sachverhalt kann sich eine abweichende rechtliche Bewertung ergeben.


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