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Privat Geld geliehen ( verjährungsfrist )

07.07.2008 11:06 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Sonja Richter


Sehr geehrte Damen und Herren,
im Jahre 2002 Hbe ich mir von meiner damaligen Lebengefährtin
3500 euro geliehen. Zinslos .
da es mir nicht möglich war das Geld zurückzuzahlen , tat ich dies nur sporadisch insgesamt 1500 euro.
Blauäugig ohne Quittung und in Bar .
Jetzt sindeinige Jahre vergangen und Ihre Anwältin fordert den Rest der Schuld incl. den Üblichen Zinsen die sich auch schon auf ca, 1500 euro belaufen, soweit okay.
Meine Ex hat aber nie die Forderung schriftlich angemahnt.
Meine Frage : Ist die Forderung verjährt ?
Kann Sie die Zinsen verlangen ?
Seitens der Anwältin wurde mir natürlich eine Ratenzahlung incl. eines Schuldanerkenntis Schriftsatzes zur Unterschrift beigefügt...
Um einezeitnahe Bearbeitung wird gebeten da die Frist bis heute gesetzt wurde .
Mit freundlichem Gruß

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Die Frage der Verjährung hängt insbesondere von Ihren Vereinbarungen zur Rückzahlung des Darlehens ab. Wenn das Darlehen ganz oder teilweise schon in den Jahren 2002 bis 2004 zurückgezahlt werden sollte, sind diese Forderungen bereits verjährt. Wenn Sie zur Rückzahlung keine Vereinbarung getroffen haben, ist für die Rückzahlungsforderung zunächst eine Kündigung erforderlich (§ 488 Abs. 3 BGB). Bei dieser Kündigung muß keine Frist eingehalten werden, wenn das Darlehen zinslos gewährt wurde. Wenn man in dem Schreiben der Anwältin die Kündigung sehen kann, wäre das Darlehen erst jetzt zur Rückzahlung fällig. Verjährung würde dann erst in drei Jahren eintreten.

Zinsen können nur unter zwei Voraussetzungen verlangt werden: 1. Die Zinsen wurden vertraglich vereinbart. Dies ist nach Ihrer Schilderung nicht der Fall, da das Darlehen “zinslos” gewährt wurde. 2. Einige Raten waren bereits zu einem früheren Zeitpunkt fällig (s.o.) und wurden von Ihnen nicht beglichen. Dann können hierfür gesetzliche Verzugszinsen geltend gemacht werden.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -

Gesetze:
§ 488 BGB
"(1) 1Durch den Darlehensvertrag wird der Darlehensgeber verpflichtet, dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag in der vereinbarten Höhe zur Verfügung zu stellen. 2Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, einen geschuldeten Zins zu zahlen und bei Fälligkeit das zur Verfügung gestellte Darlehen zurückzuerstatten.
(2) Die vereinbarten Zinsen sind, soweit nicht ein anderes bestimmt ist, nach dem Ablauf je eines Jahres und, wenn das Darlehen vor dem Ablauf eines Jahres zurückzuerstatten ist, bei der Rückerstattung zu entrichten.
(3) 1Ist für die Rückerstattung des Darlehens eine Zeit nicht bestimmt, so hängt die Fälligkeit davon ab, dass der Darlehensgeber oder der Darlehensnehmer kündigt. 2Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate. 3Sind Zinsen nicht geschuldet, so ist der Darlehensnehmer auch ohne Kündigung zur Rückerstattung berechtigt."

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