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Privat Geld ausgeliehen - Empfehlen Sie Anzeige zu erstatten?

| 21.09.2009 15:02 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Bianca Vetter


Ich habe einem Bekannten, selbständig, tätig im Immobilienbereich mit Bankerausbildung, privat Anfang 2009 einen Betrag von EUR 1.500,00 ausgeliehen. Trotz mehrmaliger telefonischer Aufforderung zur Rückzahlung des Betrages habe ich das Geld bis heute nicht erhalten. Per e-mail habe ich ihn mit Zahlungsfrist in Verzug gesetzt. (Anschrift liegt mir nicht vor - s. unten)

Ich hatte zum Zeitpunkt der Geldübergabe darum gebeten, mir dieses Darlehen zu bestätigen. Erhalten habe ich lediglich eine Quittung auf neutralem Papier ohne Anschrift und ohne Name in Druckbuchstaben. De facto geht sein Name und Anschrift nicht daraus hervor, lediglich der Betrag, Datum und Unterschrift.

Aus steuerlichen Gründen wurde von ihm der Wohnsitz ins nachbarschaftliche Ausland verlegt, die Anschrift im Ausland ist mir nicht bekannt. Einholung einer Auskunt beim deutschen Einwohnermeldeamt war ebenfalls ergebnislos. Sein überwiegender Aufenthaltsort ist Deutschland, wohnhaft im eigenen Haus mit Söhnen. Diese Anschrift ist mir bekannt. Ferner werden zur Erledigung der Geschäfte in Deutschland angemietete Büroräume unterhalten. Tel.-Nr. liegt mir vor, Anschrift ist aber auch hier nicht zu erfahren.

Kann ich Anzeige wegen Betrugs erstatten, da die mangelhaft ausgestellte Quittung in Widerspruch zu seiner Bankerausbildung steht und ist diese Quittung ausreichender Hinweis auf Betrug? Der Bekannte hat zum Zeitpunkt der Geldübergabe verschwiegen, dass er keinen behördlich angemeldeten Wohsitz in Deutschland hat. Er ließ mich in dem Glaube, er wäre nach wie vor unter der mir bekannten Anschrift wohnhaft. Von seinem ausländischen Wohnsitz erfuhr ich erst später durch ihn.

Wie kann ich hier weiter vorgehen?

Empfehlen Sie Anzeige zu erstatten?

Besten Dank für Ihre Antwort

Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst bedanke ich mich bei Ihnen für die Nutzung dieses Forums. Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass aufgrund der Charakteristik dieses Forums keine allumfassende Beantwortung Ihrer Fragen möglich ist, zumal bei einer solchen unter Umständen noch weitere Angaben notwendig wären.

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten.

Auf der zivilrechtlichen Seite wird es aufgrund Ihrer Angaben schwer sein, von Ihrem Bekannten das Geld zu bekommen oder diesen zur Zahlung auffordern zu lassen.
Hintergrund hierfür ist, dass Sie im Falle eines zu beantragenden Mahnbescheides oder einer Klage den Hauptwohnsitz Ihres Bekannten kennen müssen. Denn wenn Sie gegen ihn gerichtlich vorgehen wollen, ist fast immer der Wohnsitz des Beklagten (also Ihres Bekannten) maßgebend. Bei einer Leihe kann das auch anders sein, aber der Wohnort muss bekannt sein, um das richtige Gericht anschreiben zu können.

Des Weiteren könnten Sie auch ein Beweisproblem bekommen. Denn Sie müssen beweisen können, dass Sie Ihrem Bekannten das Geld geliehen haben. Ohne entsprechende Beweise wird es im schlimmsten Fall so sein, dass in einem gerichtlichen Verfahren Ihr Bekannter bestreitet das Geld von Ihnen geliehen zu haben.
Allerdings könnte man aus dem Ihnen überlassenen Schriftstück ein Schuldanerkenntnis herleiten. Denn das Datum und die Unterschrift lassen doch darauf hindeuten, dass der Bekannte Ihnen den Empfang des Geldes bestätigt hat. Und auch die Summe läßt eher auf eine Leihe als auf ein Geldgeschenk deuten.

Wie gesagt müssten Sie zunächst ermitteln, wo Ihr Bekannter gemeldet ist und seinen Wohnsitz hat.

In Bezug auf eine (Straf-) Anzeige müssen Sie konkrete Hinweise oder Fakten haben, die darauf schließen lassen, dass Ihr Bekannter von Anfang an nicht vorgehabt hat, Ihnen das Geld zurück zu zahlen.
Sie müssen daher Beweise haben, die einen Betrug Ihres Bekannten nahelegen.
Sollten Sie ohne entsprechende Beweise oder Fakten eine Anzeige erstatten und im Nachhinein das Verfahren gegen Ihren Bekannten wegen der Nichtnachweisbarkeit einer Straftat eingestellt werden, könnten Sie sich unter Umständen wegen einer falschen Verdächtigung strafbar gemacht haben.
Sie sollten daher konkrete Hinweise haben, dass Ihr Bekannter das Geld von Ihnen "erschwindeln" wollte.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine positiveren Antworten geben konnte.
Sollten Sie noch Fragen haben oder weitere Auskünfte wünschen, können Sie sich gerne unter meinen Kontaktdaten an mich wenden.

Bewertung des Fragestellers 24.09.2009 | 10:22

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"Die Antwort von Frau RA Vetter hat mir bei der Entscheidungsfindung über mein weiteres Vorgehen wesentlich geholfen. Sehr gefallen hat mir, dass Frau RA Vetter mich gleich auf eventuelle nachteilige Konsequenzen für mich bei falscher Handlung aufmerksam gemacht hat.

Sollte sich mein Fall nicht von selbst lösen, würde ich mich in jedem Fall an Frau RA Vetter wenden
DANKE!"
Stellungnahme vom Anwalt:
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