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Prepaid-Vertragsabschluß auf meinen Namen, ohne mein Wissen!


23.11.2007 12:37 |
Preis: ***,00 € |

Datenschutzrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

bei folgender Problematik benötige ich Ihren Rat:

Vor einiger Zeit (26.10.2007) wurde auf meinen Namen und unter meiner Referenzadresse ein Prepaid-Mobilfunk-Vertrag abgeschlossen; dieses geschah ohne mein Wissen und in der Absicht mir persönlich zu schaden.

Von der dazugehörigen Nummer wurden in meinem Bekanntenkreis Obskure und verläumderische Textmitteilungen verschickt (ebenfalls ohne mein Wissen). Auf diesen Tatbestand wurde ich erst aufmerksam, als mich jemand erbost ansprach, dass er herausgefunden hätte dass dieser Anschluß auf meinen Namen gemeldet sei ("er kenne jemanden, der das herausgefunden hätte..."). Ich war verständlicherweise föllig verdutzt und sagte, dass dieses nicht sein könne.Um so größer war meine Überaschung, als man mir bei Eplus sagte, dass mein Name tatsächlich in Verbindung mit der entsprechenden Rufnummer auftauche. Nachdem ich Eplus meinen Personalausweis gefaxt habe, machten erteilten sie mir weitere Auskünfte:

Es handelt sich um einen Prepaid-Vertrag und ich solle mich mit diesem Vertragspartner in Verbindung setzen.

Hier mußte ich mich wiederum mit einer Ausweikopie verifizieren, nachdem man mir sagte, ich hätte angeblich am o.g. Datum um 15.09 Uhr online eine Prepaid-Karte freischalten lassen.

Folgende weitere Informationen bekam ich auf meine Rückfragen dann per Email:

- Es könne mir keine Angabe über den Käufer gemacht werden, da diese Karten in Kiosken und Tanstellen verkauft werden; offensichtlich ohne Einsicht in den Personalausweis zu nehmen.

- Eine IP-Adresse wird bei der Onlineaktivierung nicht gespeichert.

- Eine Email-Adresse muss nicht hinterlegt werden.

Daraufhin habe ich mir den Internetauftritt (www.ortelmobile.de) selbst angesehen und man muss tatsächlich nur den Namen, die Anschrift und irgendein Geb.datum eigeben. Theoretisch kann man auch Donald Duck, Entenhausen hinterlegen.

Es ist mir zwar kein direkter finanzieller Schaden entstanden, wohl aber persönlicher in erheblichem Umfang.

Wie kann ich jetzt herausfinden wer hinter dieser Aktion steckt, bzw. wie kann ich diesen Anbieter zur Herausgabe weiterer Informationen zwingen (Händler, Kaufdatum der Karte, warum Kauf ohne Ausweiskontrolle oder wenn mit Ausweis, welche Ausweisnummer usw.)

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen





23.11.2007 | 14:21

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Sie haben die Möglichkeit, bei der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt aufzugeben und den Sachverhalt zu schildern. Sie sollten sich dabei von einem Anwalt vor Ort vertreten lassen, der dann Akteneinsicht nehmen kann und auf diesem Wege – sofern die Ermittlungen der Polizei einen Täter ergeben – den Namen des Täters herausfinden kann.

2.Da sich der Käufer einer PrePaid- Karte jedoch nicht ausweisen muss, wird es schwierig werden, bei dem Vertragspartner weitere Angaben zu erhalten. Sollte der Vertragspartner jedoch weitere Informationen haben, so muss er diese im Rahmen eines Strafverfahrens angeben.

3.Ihnen bleibt daher nur der Weg über die Strafanzeige, um der Verleumdung Einhalt zu gebieten. Sie sollten daher die Ihnen bekannten Personen, die derartige SMS erhalten haben, ermitteln und befragen und versuchen, diese SMS zu sichern, z.B. Fotografieren, damit Sie bei einer Anzeige den Sachverhalt belegen können.

4. Daneben sollten Sie den Vertragspartner auffordern, Ihre Daten zu löschen und bei einer Erneuten Anmeldung mit Ihren Daten Sie umgehend zu benachrichtigen. Die Löschung erlangen Sie gegebenenfalls im Wege der einstweiligen Verfügung, sofern sich der Vertragspartner weigert, die Daten zu löschen. Lassen Sie sich die Löschung nachweisen!




Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
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80333 München
Tel: (089) 89 33 73 11 / (089) 45 75 89 50

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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


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