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Premiere Sonderkunden


07.06.2005 20:47 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Hallo,

im vergangenen November begann ich eine Tätigkeit als Promoter für die Firma Pact im Auftrag von Premiere.
Auf der Schulung in München wurde gesagt, dass die Promotoren ein vergünstigtes Vollabo zu 20,- für ein Jahr erhalten könnten. Meine Nachfrage, ob ich ein zweites Abo zu 20,- haben könnte wurde bejaht. Als Journalist habe (hatte) ich ja bereits ein vergünstigtes Abo.
Ich schloss dieses selbst ab (wie verlangt) und informierte den zuständigen Aussendienstmitarbeiter wie in München besprochen. Im ersten Monat sollten 45,- € berechnet werden und ab dem zweiten nur noch 20,- € zu begleichen sein.

Doch es wurden wieder 45,- abgebucht. Meine Nachfrage bei der Sonderkundenhotline ergab, dass es sich um ein Missverständnis handeln musste und ich den zuviel gezahlten Betrag gutgeschrieben bekommen würde.
Wieder wurden 45,- € abgebucht und ich buchte die Summe zurück und plötzlich war jede Vereinbarung hinfällig.
„Es gibt kein zweites provisioniertes Abo…“ und ich könnte nur stornieren. Bitte Schriftlich und die Karte beilegen hieß es am Telefon und es täte ihnen leid, dass ich mehrmals falsch informiert wurde.
Gesagt, getan – aber erneut wurde ich verladen und enttäuscht. Eine Stornierung ginge nicht und ich hab halt Pech und müsse ein Jahr 45,- pro Monat bezahlen.

Nun habe ich nach etlichen Mahnungen und Kontaktversuchen eine Inkassoforderung von 545,65 auf dem Tisch, die ich mir als Student nicht leisten kann. Ist die mündliche Vereinbarung des zweiten vergünstigsten Abos und die telefonische Absprache zur Stornierung wirklich ohne Wirkung?

mfg dave27

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Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihrer online-Anfrage nehme ich aufgrund Ihrer Sachverhaltsdarstellung wie folgt Stellung:

Grundsätzlich gilt, dass auch mündliche Abreden Gültigkeit haben. Wenn Ihnen also zugesagt wurde, dass Sie für ein weiteres Jahr ein vergünstigtes Abo für mtl. EUR 20,- erhalten können und Sie im Hinblick hierauf das Abo abgeschlossen haben, dann ist Premiere an diese vertragliche Zusage gebunden.

Sollte mit Premiere allerdings keine gütliche Einigung erzielt werden können, dann müßten Sie bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung beweisen, dass zwischen Ihnen und Premiere eine entsprechende Vereinbarung getroffen wurde. Günstig wäre es, wenn Sie sich außer auf das Zeugnis des Schulungsleiters sowie des Außendienstmitarbeiters und des Mitarbeiters der Sonderkundenhotline, die alle namentlich benannt werden müßten, auf weitere Zeugen berufen könnten. Ggf. können andere Teilnehmer der Schulung in München die zugesagten Sonderkonditionen bestätigen. - Gleiches gilt für die Ihnen erteilte Zusage, das Abo nunmehr stornieren zu können. Kann der jeweilige Mitarbeiter von Ihnen hingegen namentlich nicht benannt werden, dürfte diese Zusage kaum zu beweisen sein.

Können die mündlichen Vereinbarungen beweisen werden, kann sich Premiere auch nicht mit Erfolg darauf berufen, dass diese Informationen falsch gewesen seien. Vielmehr hat das Unternehmen dann für das Verhalten ihrer Mitarbeiter selbst einzustehen.

Sie sollten die Ihnen in Rechnung gestellte Forderung nunmehr dem Grunde nach und hilfsweise der Höhe nach unter Hinweis auf die Ihnen erteilten Zusagen zurückweisen und die Namen der entsprechenden Zeugen mitteilen.

Für weitere Nachfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Jutta Petry-Berger
Rechtsanwältin
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