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Praktikum - ungenutzte Urlaubstage auszahlen lassen?


26.11.2011 10:37 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Vogt



Sehr geehrte Damen und Herren,
wir betreiben ein kleines Unternehmen und haben nun zum ersten Mal eine Auseinandersetzung mit einem ehemaligen Praktikanten, weswegen wir gern folgende Frage beantwortet hätten.

Wenn ein Praktikant seinen Urlaubsanspruch (in unserem Fall 11 Tage) während des Praktikums nicht nimmt, kann er sich diesen nach Ausscheiden aus dem Betrieb ausgehend von der Praktikumsvergütung (in unserem Fall 400 EUR) ja ausbezahlen lassen. So weit so gut!

In unserem Fall wurde aber der Praktikant nach Abschluss des Praktikums in ein festes Anstellungsverhältnis übernommen, das er nach 6 Wochen wieder gekündigt hat. Nun verlangt er aber, dass die 11 Tage Urlaubsanspruch aus dem Praktikum zum vollen Festangestellten Gehalt vergütet werden. Die kann doch wohl so nicht korrekt sein?

Wir gehen sehr stark davon aus, dass der Praktikant nur in die Festanstellung gewechselt ist, um sich diese 11 Tage Urlaub voll vergüten zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen,

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Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne darf ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Grundsätzlich gelten für Personen, die eingestellt werden, um berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse, Fähigkeiten oder berufliche Erfahrungen zu erwerben, wie z.B. Praktikanten, nach § 26 BBiG in Verbindung mit § 10 BBiG die gesamten für einen „normalen" Arbeitsvertrag geltenden Rechtsvorschriften und Rechtsgrundsätze, also auch das Bundesurlaubsgesetz.

Im Zeitpunkt der Beendigung des Vertragsverhältnisses noch nicht genommener Urlaub ist also nach § 7 Abs. 4 BUrlG abzugelten, wobei sich die Berechnung nach der Berechnung des so genannten Urlaubsentgeltes richtet.

Die Berechnung des Urlaubsentgelts ist wiederum in § 11 BUrlG geregelt. Demnach bemisst sich das Urlaubsentgelt zunächst einmal nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst, den der Arbeitnehmer in den letzten 13 Wochen erhalten hat.

Kam es jedoch zu einer – nicht nur vorübergehenden – Verdienststeigerung, so ist nach § 11 Abs. 1 Satz 2 BUrlG von dem erhöhten Verdienst auszugehen. Dies gilt auch beim Übergang von einem Ausbildungs- in ein Arbeitsverhältnis. (BAG, 29.11.1984, DB 85, 1746)

Dementsprechend wird sich die Berechnung des Anspruchs auf Urlaubsabgeltung in Ihrem Fall leider in der Tat insgesamt nach dem höheren Verdienst aus dem Arbeitsverhältnis richten, da dieser von vornherein nicht nur vorübergehender Natur war.

Ich bedauere, dass ich Ihnen keine günstigere Auskunft geben kann, hoffe jedoch dennoch, Ihnen mit meiner Antwort zmindest einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir Verbindung aufnehmen.

Für eine über diese Erstberatung hinausgehende Interessenvertretung steht Ihnen meine Kanzlei selbstverständlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
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