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Pot. Neukunden kontaktieren / UWG


30.07.2006 19:32 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Sehr geehrte Damen und Herren,

kurz zu meinem Vorhaben: Ich möchte nebenberuflich wieder einige
Websites gestalten und potentielle Neukunden möglichst aktiv ge-
winnen, dabei aber rechtlich auf der sicheren Seite sein,
wenn ich diese anrufe, anmaile oder evtl anfaxe..
Hier also meine Fragen...

1. Ich habe mir einige Firmenadressen aus dem Firmenverzeichnis
meiner Gemeindewebsite besorgt.
Gibt es irgendeine Möglichkeit diese Firmen legal zu kontaktieren, ohne dass ich deren Einwilligung habe (bzw. eine Geschäftsverbindung besteht), um sie auf meine Dienstleistung aufmerksam zu machen bzw. ihnen ein Angebot zu machen?

2.Mit welchen Konsequenzen (in €) muss ich schlimmstenfalls rechnen, wenn ich diese Firmen kontaktiere, ohne dass ich deren Einwilligung zur Kontaktaufnahme habe?
(Abmahnung,Bussgeld, Klage etc.)

danke im Voraus für alle Hinweise und Tips

Notfall?

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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zu Werbeanrufen, -faxen, oder -mailings kann ich Ihnen nicht raten, da Sie sich dann der Gefahr einer berechtigten Abmahnung bzw. auch des einstweiligen Verfügungsverfahrens aussetzen. Hiermit können erhebliche Anwalts- und Gerichtskosten verbunden sein. Diese richten sich nach dem Gegenstandswert, der bei wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsansprüchen regelmäßig im fünfstelligen Bereich liegt.

So platt es klingen mag, aber der sicherste und einprägsamste Weg ist es, sich und Ihr Konzept diesen Firmen im Wege des persönlichen Kontakts anlässlich eines Besuchs dort vorzustellen.

Ich bedaure, Ihnen keine positivere Auskunft geben zu können, hoffe aber, Ihnen auf diesem Weg eine erste Orientierung ermöglicht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 01.08.2006 | 21:16


Danke für Ihre schnelle Rückantwort,

jedoch ist mir noch einiges unklar.

-Mit welcher Berechtigung darf z.B. der Pizza-Heimlieferservice
um die Ecke mit einem Flyer in meinem Briefkasten landen oder
das Supermarktprospekt? Beide haben mit Sicherheit ja auch keine
explizite Einwilligung von mir erhalten und diese Werbung landet
ja in jedem Haushalt.

-dem persönlichen Kontakt vor Ort bei Firmen müsste normaler-
weise ein Anruf vorangehen, um mich anzumelden. Wäre dann
so ein Anruf erlaubt, bei dem man fragt, ob man einmal seine
Dienstleistung etwas genauer vorstellen könnte?

Danke im Voraus für Ihre nochmaligen Bemühungen

PS: Die Kosten für eine Abmahnung hat mir jemand mit ca. 500 euro
beziffert, ist das nur irgendeine "Hausnummer" die extrem nach
oben und unten abweichen kann oder ein Wert, an dem man sich orientieren kann?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.08.2006 | 08:01

Sehr geehrter Fragesteller,


die Kosten einer Abmahnung richten sich nach dem Streiwert, weil hiernach die Anwaltsgebühren berechnet werden. Je nach Fall, hier kommt es stark auf die jeweiligen Einzelumstände an, liegen Streitwerte etwa im Bereich von 10.000 - 50.000 €, so dass Anwaltskosten von 500 € im unteren Bereich liegen, es kann Sie durchaus auch "härter treffen", aus meiner Erfahrung sind durchschnittlich ca. 800 € realistisch.

Ihre anderen (Nach-)Fragen stellen gegenüber den Eingangsfragen sslbständige Fragen dar, die ich gemäß den Nutzungsbedingungen dieser Plattform im Rahmen der Nachfragefunktion nicht beantworten darf.

Daher abschließend zumindest noch folgender Hinweis: wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten und dabei zunächst nicht das Produkt sondern nur Ihren Namen vorstellen und mitteilen, mit wem Sie einen Termin vereinbaren möchten, spricht nichts dagegen. Auf die obligatorische Rückfrage "und worum geht es?" dürfen Sie dann natürlich wahrheitsgemäß antworten- man hat Sie ja schließlich gefragt. Allerdings sollte dann nur der Zweck des Besuchs und nicht das Konzept selbst in epischer Breite erläutert werden. Dies sollte dem Besuch selbst vorbehlaten bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

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