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Postzustellung


04.08.2006 23:52 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Guten Abend,
ich versuche seit Wochen vergebens, private und berechtigte Geldforderungen bei meinem Ex-Freund geltend zu machen.
Die Postzustellung sollte per Einschreiben mit Rückschein erfolgen. Bisher schlugen aber alle Versuche fehl. Er holt meine Briefe garnicht ab, so dass sie mir zurückgeschickt werden. Auch die Zustellung über Dritte schlug fehl (hier handelt es sich um Familienangehörige, zu denen er regen Kontakt hat).Hier wurde mein Brief garnicht angenommen, sondern die Annahme verweigert.Wenn ich meine Briefe auf "normalem" Wege schicke, laufe ich Gefahr, dass sie ungeöffnet vernichtet werden bzw ungeöffnet zurückkommen, wenn mein Absender daraufsteht. Ohne Absender bekomme ich meine Briefe aber von der Post nicht zurück, wenn die Annahme verweigert wird und so habe ich keinen Nachweis, dass sie angekommen sind.
Ohne Nachweis einer erfolgreichen Bekanntgabe meiner Forderungen kann ich aber kein gerichtliches Mahnverfahren einleiten.
Nun meine Frage:
Welche Möglichkeiten habe ich, meine Forderungen geltend zu machen, wenn es auf dem regulären Postweg nicht geht bzw. an wen kann ich mich wenden um meine Forderungen geltend machen zu können?
Danke für Ihre Antwort
Sehr geehrte Fragestellerin,

Zustellungen können auch über den Gerichtsvollzieher erfolgen; dies dürfte aber gar nicht erforderlich sein.

Bei einer bewußten Zugangsvereitelung kann sich der Empfänger später nicht darauf berufen, er hätte von der Forderung und dem Inhalt Ihrer Briefe nichts gewußt. Wenn Sie die einzelnen Versuche, Ihre Briefe zu übersenden, nachweisen können, sind Sie insoweit auf der sicheren Seite.

Sie können daher einen Mahnbescheid beantragen. Wenn Ihr Ex-Freund dann immer noch nicht reagiert, erhalten Sie zügig einen Titel. Sofern er sich zur Wehr setzt, können Sie Ihren Anspruch danach im streitigen Verfahren geltend machen.

Ich hoffe, zur ersten Orientierung hilfreich gewesen zu sein.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 07.08.2006 | 08:09

Danke, dass hilft mir etwas weiter. Nur noch eine Frage:

Kann ich einen Mahnbescheid selbst beim Gericht beantragen oder brauche ich dazu einen Rechtsanwalt und was würde mich das kosten? Wie komme ich dann an das entsprechende Formular? Es handelt sich um Forderungen von ca. 2500,00€. Mir ist bekannt, dass ich die entstehenden Kosten erstmal übernehmen muß,diese aber später ebenfalls beim Schuldner einfordern kann.

Danke für Ihre Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.08.2006 | 10:49

Sehr geehrte Fragestellerin,

für das Mahnverfahren und ein mögliches streitiges Verfahren vor dem Amtsgericht benötigen Sie bei einem Streitwert von 2.500,- EUR nicht zwingend einen Anwalt; eine anwaltliche Vertretung ist allerdings zu empfehlen, da die Auseinandersetzungen in ähnlichen Fällen durch die Parteien unnötig emotional geführt werden.

Die Mahnbescheidsformulare sind im Handel erhältlich.

Das Kostenrisiko für ein streitiges Verfahren in der ersten Instanz würde für Gerichtskosten und die Kosten von zwei Anwälten etwa 1.465,- EUR incl. Mehrwertsteuer betragen; im Einzelfall können aber andere Kosten entstehen.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

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