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Postbank fordert Geld nach 6 Jahren trotz beglichener Gesamtforderung

| 02.12.2009 22:50 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Lembcke


Durch RA H*yl, welcher anscheinend für Angelegenheiten der Postbank eher negativ bekannt ist, wurde im Jahr 2002 ein Bescheid an meinen Arbeitgeber geschickt. Mein Chef hatte sich daraufhin mit dem RA in Verbindung gesetzt und eine Ratenzahlung vereinbart, welche von meiner Arbeitststelle monatlich an den RA He*l gezahlt wurde. Gesamtforderung der Postbank war: 6364,53 €. Diese Forderung war im Oktober 2003 komplett beglichen. Auf den Cent genau. Seit dem war diese Angelegnheit beglichen und erledigt. Heute allerdings nach sage und schreibe 6 Jahren und 2 Monaten bekomme ich wieder ein Schreiben vom RA H*yl, daß ich angefallene Zinsen bis heute Nachzahlen soll in Höhe von: 458,32 € !! Zzgl. einer angeblichen restzahlung der Hauptforderung von: 658,80 €. Alles Gesamt also: 1117,12 € !! Das kann doch nicht rechtens sein, wenn doch die Hauptforderung durch regelmäßige Raten ordnungsgemäß beglichen wurden. In dem Schreiben von heute werde ich gebeten, daß ich mich zur Rückführung der angegebenen Forderung zu äußern habe. Ich kann diese Forderung in keiner Weise nachvollziehen. Habe ich recht auf Verjährung ? Aber eigentlich habe ich doch alles bezahlt. Regelmäßig durch Dauerauftrag meiner Firma. Monatliche Raten betrugen: 17 x 358.- € und als Abschluß-/Restzlhung: 278,53. Wie soll ich mich jetzt verhalten ? Habe das Gefühl, als Opfer dieses unseriösen RA zu werden !!! Vielen Dank für schnelle Hilfe.....

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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Fragen zusammenfassend wie folgt beantworten:

Sie schildern, dass die Forderung mittels einer Ratenzahlungsvereinbarung bereits erfüllt ist und insoweit aufgrund dieser Vereinbarung sämtliche Forderungen erledigt sind, insbesondere die Hauptforderung.

Wenn die Forderung restlos vor 6 Jahren beglichen wurde, dann hat sich unter diesem Gesichtspunkt die Rechtsangelegenheit nach hiesiger Auffassung auch erledigt.

Ggf. wäre es erforderlich unter welchem Aspekt die Forderung geltend gemacht wurde, ob es sich lediglich um eine Zahlungsaufforderung oder auch um einen Vollstreckungsbescheid handelt.

Jedoch wäre dies unter dem Aspekt der Erledigung der Hauptforderung und der schlichten Geltendmachung von Zinsen auf diese nach 6 Jahren irrelevant, denn Zinsansprüche unterfallen auch der regelmäßigen Verjährung von 3 Jahren ab dem Zeitpunkt ihrer Entstehung.

Wenn insoweit die Forderung bereits vor 6 Jahren erledigt wurde, dann könnten allenfalls vor 3 Jahren noch Zinsen angefallen sein. Diese sind zum heutigen Zeitpunkt jedoch vollumfänglich verjährt, sodass deren Geltendmachung die Einrede der Verjährung entgegen steht.

Wenn jedoch noch ein Teil der Hauptforderung offen ist und diesbezüglich ein Vollstreckungsbescheid bestünde, könnte diese auch weiterhin geltend gemacht werden zzgl. etwaiger darauf entfallender Zinsen für 3 Jahre vom heutigen Tage rückwirkend.

Sie sollten daher dringend prüfen, ob sich die Hauptforderung tatsächlich durch Zahlung vollumfänglich erledigt hat und sämtliche Raten durch Ihren Arbeitgeber geleistet worden sind und was konkret Gegenstand dieser Ratenzahlungsvereinbarung war und erforderliche Unterlagen sichern.

Darüber hinaus können Sie auch die Herausgabe des Titels verlangen, wenn die Forderung vollumfänglich beglichen wurde.

Ggf. sollten Sie einen Rechtsbeistand mit der Prüfung der Angelegenheit und dazugehöriger Unterlagen beauftragen und die Forderung des Rechtsanwaltes zunächst unter dem Verjährungseinwand zurückweisen und Aufklärung, sowie Aushändigung des Titels verlangen, soweit dieser erfüllt ist.

Wenn die Forderung durch Zahlung erledigt ist, ist die nunmehr geltend gemachte Zahlungsaufforderung mit dem Verjährungseinwand behaftet und damit rechtlich nicht mehr durchsetzbar und einklagbar oder vollstreckbar.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben einen ersten rechtlichen Überblick in dieser Rechtsangelegenheit gewinnen zu können. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Nachfrage vom Fragesteller 03.12.2009 | 21:22

Guten Abend Hr.Lembcke, Ihre sehr ausführliche Antwort läßt mich hoffen in dieser Angelegenheit als Sieger herauszugehen.
Es gab in dieser Sache nie einen Vollstreckungsbescheid gegen mich.
Ich habe von damals ein Schreiben des genannen RA an meinen Arbeitgeber wo drinsteht, daß die vereinbarte Ratenzahlung von monatlich 358.- € als vereinbart gilt. Zur Begleichung der Hauptforderung von damals insgesamt 6364,53 €. Und in dem Brief von gestern steht nichts von einer Zahlungsaufforderung innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Was ja auch schon komisch ist, oder ? Ich werde lediglich dazu gebeten mich zur Rückführung der Zinsen sowie angeblichen Rest-Haupzforderung von 458,- € zu äußern. Ebenso lag diesem Schreiben gestern eine Übersicht bei, in der man nachvollziehen kann, daß die Hauptforderung beglichen wurde !! Die können nicht meinen einfach mal eine Forderung zu stellen, in der Hoffnung, daß ich aus Unsicherheit und Unwissen evtl. drauf reinfalle und blauäugiger Weise vielleicht bezahle... Auf jeden Fall vielen Dank für Ihre sehr klaren und auch mir leichtverständlichen Worte..... Ich werde nächste Woche einen Anwaltstermin vor Ort in Anspruch nehmen um die Angelegenheit zu erledigen. Oder was würden Sie mir evtl. raten ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.12.2009 | 22:42

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen nachfolgend bantworten.

Ich empfehle Ihnen zunächst die Forderung zurück zu weisen mit dem Hinweis auf Erledigung der Forderung und auch dem Verjährungseinwand.

Ggf. auch unter dem Hinweis, dass Sie die Angelegenheit von der Staatsanwaltschaft überprüfen lassen.

Hilfsweise können Sie auch eine anwaltliche Beratung in Anspruch nehmen, um die ganzen Unterlagen und Schreiben nochmals genauer prüfen zu lassen.

Ihre Zurückweisung jedoch sollte als erstes genügen, da dann die Gegenseite erstmal in Erklärungspflicht ist, worauf die neu aufgemachte Forderung gestützt ist und Ihr damit nochmal eine Überlegungsfrist eingeräumt wird.

Ob dies geboten ist, kann ich anhand der mir nicht bekannten Schreiben nicht gänzlich einschätzen, jedoch um vorerst unnötige Kosten zu vermeiden, sollte ein Schreiben von Ihnen erstmal ausreichen und bei einer Erwiderung durch die Gegenseite die Einschaltung eines Anwaltes erforderlich werden.

Ergänzung vom Anwalt 03.12.2009 | 22:47

Mir liegt eine Vermutung nahe, dass es sich eventuell um Anwaltskosten und Zinsen darauf handeln könnte, jedoch sind auch diese nach einem Ablauf von 6 Jahren nach Erledigung der Hauptforderung der regelmäßigen Verjährung unterfallen und damit innerhalb von 3 Jahren nach Erledigung verjährt.

Ergänzung vom Anwalt 03.12.2009 | 22:47

Mir liegt eine Vermutung nahe, dass es sich eventuell um Anwaltskosten und Zinsen darauf handeln könnte, jedoch sind auch diese nach einem Ablauf von 6 Jahren nach Erledigung der Hauptforderung der regelmäßigen Verjährung unterfallen und damit innerhalb von 3 Jahren nach Erledigung verjährt.


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