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Postbank Kosten für Umsatzauskunft


| 23.11.2017 11:49 |
Preis: 50,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Da ich ein offizielles Schreiben haben wollte, bat ich die Postbank, mir meine Gesamt-Einkünfte per Gesamtsumme für den Zeitraum 01.2015-10-2017 mitzuteilen.

So etwas dauert bei dem Programm Star Money etwa 30sek. (Ist aber nicht offiziell)

Antwort der Postbank:

Entweder könnte man mir Kopien der Kontoauszüge aus diesem Zeitraum übersenden, Kosten 706,67
oder bei einer Zusammenstellung (wie von mir gewünscht), mit 10,50 € pro angefangener 1/4 Stunde.
Dies würde aber noch erheblich teurer kommen.

Meine Einwände betr. Auszüge per USB Stick etc. und die Gesamtsumme wäre für eine Bank innerhalb Sekunden zu überprüfen und all dieses ausschliesslich zur Abzocke am Kunden dient, wurde damit beantwortet, dass die Bank die Zinsen und Entgelte nach billigem Ermessen bestimmen könnte.

FRAGE

Was ist mit einer Auskunftspflicht zu angemessenen Kosten. Ich kann diese Auskunft nur von dieser Bank erhalten, entsprechend wird die Situation zu Wucher Kosten ausgenutzt.

Eine Bank, die nun wirklich jemanden hinsetzen müsste, um alle Einkünfte mit Rechner zu addieren, anstatt dies wie bei 19,90 Software per Mausklick innerhalb Sekunden zu wissen, ist meines Erachtens kriminell oder strohdoof.

Was kann ich machen??

23.11.2017 | 12:37

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn die Bank Ihnen die Kontoauszüge bereits einmal übersandt oder auf andere Weise (etwa am Kontoauszugsdrucker) zur Verfügung gestellt, darf sie zwar grundsätzlich für nachträglich erstellte Auszüge ein Entgelt verlangen. Dieses Entgelt muss sich aber an den tatsächlichen Kosten orientieren, darf also nicht einfach beliebig festgesetzt werden (vgl. BGH Az. XI ZR 66/13). Der Bundesgerichtshof hat in dem genannten Urteil ein pauschales Entgelt von 15 € je Auszug für Verbraucher als zu hoch erachtet.

Überträgt man dies auf Ihren Fall, so kann die Bank zwar tatsächlich das geforderte Entgelt verlangen, wenn die Ermittlung und Zusendung der Gesamtsumme diese Kosten tatsächlich verursacht. Diesbezüglich habe ich aber im automatisierten Computerzeitalter ebenso erhebliche Zweifel wie Sie.

Wenn in den Vertragsbedingungen hierzu keine ausdrückliche und angemessene Gebührenvereinbarung getroffen wurde, sollten Sie die Bank höflich auffordern, Ihnen die Berechnungsgrundlage darzulegen, da Sie die Kosten nicht nachvollziehen können. Weisen Sie dabei auch auf § 675d Absatz 3 Satz 2 BGB hin, wonach das Entgelt angemessen und an den tatsächlichen Kosten des Zahlungsdienstleisters ausgerichtet sein muss.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Nachfrage vom Fragesteller 23.11.2017 | 14:19

Vielen Dank. Sollte also die Postbank weiter auf genannte Kosten bestehen, kann ich daraus resultieren, dass diese technisch nicht in der Lage ist, Aufstellungen anzuzeigen, die billigste Software in Sekunden macht.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.11.2017 | 14:41

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften z.B. zum Datenschutz kann das Computersystem der Bank natürlich nicht so flexibel gestaltet werden wie eine privat genutzte Banking-Software. Aber das für die Zusammenstellung ein Mitarbeiter 20 Stunden oder mehr brauchen würde, wie es die Antwort der Bank ja suggeriert, ist für mich dennoch nicht nachvollziehbar. In der Tat klingt es für mich eher danach, als wollte sich die Bank vor einer vertraglichen Nebenpflicht drücken, indem ein stark überhöhtes Entgelt gefordert wird.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 23.11.2017 | 14:43


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