Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Post/Briefgeheimniss

| 27.08.2011 12:30 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Guten Tag !

Ich habe da mal eine Frage bzgl. einer Straftat ...

Ich war am 25. August vor dem Familiengericht bezüglich eines Herausgabeantrages betreffend meine kleine Schwester da meine Mutter nicht möchte, das sie dauerhaft in meinem Haushalt lebt.

Meine Mutter legte Briefe ( Rechnungen, Mahnungen) die an mich adressiert waren vor. Diese riefen wurden kein Gegenstand der Verhandlung. Jedoch wusste Ich bis zu diesem Zeitpunkt nichts davon das meine Mutter diese Briefe aus meiner ehemaligen Wohnung nach dem Umzug zu meinem Mann entwendete, sie macht ebenso Bilder von dem zustand der Wohnung und legte diese ohne mein Einverständnis dem Richter vor. Auch sämtliche SMS Nachrichten die Ich Ihr seid Anfang des Jahres schrieb hatte sie fein säuberlich notiert und ihrer Anwältin überreicht.

Mein Mutter handelt im Vollen Bewusstsein und will mir mit allen erdenklichen Mitteln Schaden.

Alleine das Vorlegen der Briefe ist ein Eingriff in das Briefgeheimniss.

Frage : Nach dem Anraten einen Strafantrag zu stellen möchte Ich dies jetzt tun und sie diesbezüglich bitten mir einen Vordruck des Strafantrages mit den dazugehörigen Paragraphen zur Verfügung zu stellen.

Ich möchte in dieser Sache nicht zur Polizei gehen da dieser weg mir zu lange dauert. Lieber würde ich die Staatsanwaltschaft gerne direkt anschreiben.

Diesbezüglich sollte der Vordruck auch an die Staatsanwaltschaft gerichtet sein.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts sowie Ihres Einsatzes beantworten möchte. Dieses Forum dient zur ersten rechtlichen Orientierung, kann und soll keinesfalls die Beratung bei einem Rechtsanwalt Ort ersetzen.

Das Recht eine Strafanzeige bei Polizei oder Staatsanwaltschaft zu stellen hat jeder Bürger.

Sie gehen davon aus, dass das Verhalten Ihrer Mutter den Tatbestand des Briefgeheimnisses erfüllt. Tatsächlich spricht
einiges dafür. Ich habe Ihnen die ausgehend von Ihrer Darstellung einschlägigen Gesetze notiert. Sie werden sehen, dass es
bei der Verletzung des Briefgeheimnisses entscheidend darauf ankommt, ob die Briefe verschlossen waren. Diese Umstände müssten Sie
dann entsprechend bei der Schilderung Ihrer Anzeige aufführen. In Betracht kommen aber auch noch Diebstahl und Unterschlagung.

Letztlich ist es nicht erforderlich, bestimmte Delikte in der Anzeige zu benennen, da die Staatsanwaltschaft von Amts wegen gehalten ist,
alle relevanten und ggf. verletzten Normen zu ermitteln.

In meinem Textvorschlag ist auch von Strafantrag die Rede, da, sofoern auf Diebstahl und Unterschlagung abgestellt wird, in Ihrem Fall die
Delikte nur auf Antrag verfolgt werden (vgl. § 247 StGB: Haus- und Familiendiebstahl ), wobei letztlich Strafanzeige und Strafantrag umgangssprachlich durchaus synonym, also gleichbedeutend anzusehen sind.

Den genauen Sachverhalt müssten Sie an entsprechender Stelle im Textvorschlag noch einfügen. Bitte beschreiben Sie die Handlungen Ihrer
Mutter so exakt wie möglich und vor allem führen Sie genau das Datum der Tathandlungen und die Adresse des genauen Tatortes (Ihre Wohnung vermute ich) an. Hierzu konnte ich Ihrer Darstellung leider
nichts entnehmen.

Unterhalb der zitierten Gesetze finden Sie den Formulierungsvorschlag der Strafanzeige.

=======ZITAT GESETZE=======

§ 202 StGB: Verletzung des Briefgeheimnisses : Verletzung des Briefgeheimnisses

(1) Wer unbefugt
1.einen verschlossenen Brief oder ein anderes verschlossenes Schriftstück, die nicht zu seiner Kenntnis bestimmt sind, öffnet oder
2.sich vom Inhalt eines solchen Schriftstücks ohne Öffnung des Verschlusses unter Anwendung technischer Mittel Kenntnis verschafft,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 206 mit Strafe bedroht ist.
(2) Ebenso wird bestraft, wer sich unbefugt vom Inhalt eines Schriftstücks, das nicht zu seiner Kenntnis bestimmt und durch ein verschlossenes Behältnis gegen Kenntnisnahme besonders gesichert ist, Kenntnis verschafft, nachdem er dazu das Behältnis geöffnet hat.
(3) Einem Schriftstück im Sinne der Absätze 1 und 2 steht eine Abbildung gleich.

§ 242 StGB: Diebstahl : Diebstahl

(1) Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.

§ 246 StGB: Unterschlagung : Unterschlagung

(1) Wer eine fremde bewegliche Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zueignet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.
(2) Ist in den Fällen des Absatzes 1 die Sache dem Täter anvertraut, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe.
(3) Der Versuch ist strafbar.

§ 247 Haus- und Familiendiebstahl

Ist durch einen Diebstahl oder eine Unterschlagung ein Angehöriger, der Vormund oder der Betreuer verletzt oder lebt der Verletzte mit dem Täter in häuslicher Gemeinschaft, so wird die Tat nur auf Antrag verfolgt.

=======ENDE ZITAT GESETZE=======

=======TEXTVORSCHLAG STRAFANZEIGE=======

Absenderadresse

Anschrift der zuständigen Staatsanwaltschaft

Ort, Datum

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erstatte ich Strafanzeige bzw. Strafantrag

gegen

Name, Vorname
geb. am Datum
Straße Hausnummer
PLZ ORT

wegen § 202 STGB (Verletzung des Briefgeheimnisses), § 242 StGB: Diebstahl (Diebstahl) bzw, § 246 StGB: Unterschlagung (Unterschlagung) sowie sämtlicher anderer in Betracht kommender Delikte.

Der Tatverdacht ergibt sich aus folgendem Sachverhalt:

(Schilderung Sachverhalt: Bezüglich § 202 StGB: Verletzung des Briefgeheimnisses muss insbesondere dargestellt werden, dass verschlossene Briefe geöffnet wurden, sofern das natürlich zutrifft oder eine Handlung nach § 202 Absatz 2
vorliegt (waren die Briefe vielleicht in einer verschlossenen Schublade o.ä. aufbewahrt?).

Es ist daher vom Tatverdacht der Verletzung des Briefgeheimnisses und des Diebstahls bzw. der Unterschlagung auszugehen.

Ich bitte, die Ermittlungen aufzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Name/Unterschrift

=======ENDE TEXTVORSCHLAG STRAFANZEIGE=======

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen. Bitte nutzen Sie bei Unklarheiten die kostenlose Nachfragefunktion beziehungsweise beachten Sie meinen nachfolgenden Hinweis:

Sofern die Anzeige von einem Rechtsanwalt für Sie bei der Staatsanwaltschaft eingereicht wird, kann über die Akteneinsicht das Verfahren verfolgt werden. Sofern Sie dies wünschen wenden Sie sich gerne an mich, an einen anderen Kollegen dieser Plattform oder an einen Anwalt Ihres Vertrauens vor Ort.

Selbstverständlich bringe ich Ihre hier veranschlagte Gebühr umfänglich in Anrechnung, falls ich die Anzeige für Sie führen soll. In diesem Fall kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail oder rufen mich ab Montag in meinem Büro an.

Mit freundlichen Grüßen,

Rückfrage vom Fragesteller 27.08.2011 | 14:43

Ok das hab ich soweit verstanden ...

Wie ist es jetzt mit einer Unterlassungsklage? Ich möchte ja auch haben das sie es sofort unterlässt diese Briefe weiter an Dritte zu zeigen sowie ich auch haben möchte das sie sie mir aushändigen muss ..

unter welchem Paragraphen kann ich die Klage erheben .. oder wäre eine Einstweilige Anordnung zu beantragen bei Gericht besser .. Und unter welchem Paragraphe muss diese einstweilige Anordnung gestellt werden?



Bewertung des Fragestellers 27.08.2011 | 15:17

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?