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Post vom Amtsgericht nach Widerspruch Mahnbescheid

13.02.2018 00:21 |
Preis: 43,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Widerspruch gegen Mahnbescheid, Abgabe an das zutsändige Gericht, Zuständigkeit

Meine Schwester hat ein Leasingfahrzeug zurückgegeben. Angeblich besteht eine Restforderung von 400,07€, Zinsen 216,52€ durch PRA Group mit Rg. Datum 13.07.07. Sie ist im April 2006 in die USA ausgewandert und ist sich sicher, alles hier in Deutschland erledigt zu haben. Leider haben wir nach der Zeit, nach über 10 Jahren, keine Belege mehr. Ich erledige gewissenhaft ihre Angelegenheiten hier. Eine Mahnung oder offene Rechnung wäre mir aufgefallen. Ich habe nichts von dieser Firma gehört bis mit Datum vom 15.3.2017 ein Mahnbescheid ins Haus flatterte. Diesem habe ich fristgerecht widersprochen. Am 4.4.17 kam ein Schreiben mit einer vorgefertigten Antwort zur Rücknahme des Widerspruchs. Daraufhin habe ich am 8.4.17 meine Begründung des Widerspruchs an die PRA Group geschickt. Als Begründung hatte ich Verjährung und fehlende Hemmung dieser angegeben. Nun erhielt ich Post vom Amtsgericht. Darin wird beantragt meine Schwester zur Zahlung der Summe nebst Zinsen zu verklagen. Es wird die Anberaumung des schriftlichen Vorverfahrens zu erlassen und Anerkenntnis-/Versäumnisurteil im "schriftlichen Vorverfahren zu erlassen, falls die Voraussetzungen hierfür vorliegen." Was muss/kann ich tun? Ist das nicht verjährt? Verjähren nicht auch Zinsen? Danke für Ihre Hilfe. MfG Doris Grimbs

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Die Klägeirn hat nach erfolgtem Widerspruch die weiteren Gerichtskosten eingezahlt und den Anspruch in einer Klageschrift begründet. Insoweit wird der Rechtsstreit nun vor dem Amtsgericht geführt, welches die Klägerin als zuständig angegeben hat.

2. Auch wenn die Klage zugestellt wurde, ist zunächst die Zuständigkeit des Gerichtes zu rügen. Da Ihre Schwester nicht mehr in Deutschland wohnhaft ist, wäre die Klage an das Gericht an ihrem Wohnort zu richten, nach Ihren Angaben die USA. Dies sollte als erstes erwidert werden.

3. Sollte eine Zuständigkeit eines deutschen Gerichtes gegeben sein, wäre die Einlassung gegenüber der Kläger gegenüber dem Amtsgericht zu wiederholen. Die Begründung an die Klägerin direkt findet keinen Eingang in den Prozess.

Neben der Geltendmachung der Einrede der Verjährung ist anhand der Klagebegründung auch vorzutragen, warum der Anspruch nicht begründet ist. Soweit die Klägerin keine Dokumente vorlegt, die den Anspruch begründen, ist der geltend gemachte Anspruch zu bestreiten

4. Tragen Sie im Ergebnis daher vor, dass das betreffende Gericht nicht zuständig ist, da Ihre Schwester keinen Wohnsitz in Deutschland hat. Hierbei ist darzulegen, warum die Klage trotzdem zugestellt werden konnte.

5. In einem weiteren Schriftsatz ist dann zu dem Anspruch Stellung zu nehmen. Aufgrund der besonderen Zuständigkeitsproblematik ist es sicherlich hilfreichen hier einen Anwalt hinzuziehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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