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Post per Einschreiben Verlust Haftung

17.07.2018 17:38 |
Preis: 49,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Liebes frag-einen-Anwalt Team,
Eine Zustellung sensibler Daten per Einschreiben konnte nicht zugestellt werden.
Laut Zustellung (Abholschein) erfolgte allerdings die Zustellung an eine falsche Adresse.
Der Empfänger hat Aufgrund der falschen Angaben im Zustellschein das Einschreiben nicht abgeholt, wahrscheinlich wäre gar die Abholung des Einschreibens an den falschen Adressdaten gescheitert, da Sie nicht mit den Personalausweisdaten des Empfängers übereinstimmen. Trotzdem erhielt er die Zustellung in seinen richtigen Briefkasten.

Das Einschreiben ist nun verloren gegangen.
Wer haftet nun?
Der Zusteller, die Post oder der vermeintliche Empfänger.
Und kann sich der Empfänger auf die falschen Adressdaten berufen?
17.07.2018 | 18:49

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Die Post haftet gegenüber dem Absender, weil sie verpflichtet war, das Einschreiben an den Adressaten zu transportieren oder dem Absender zurückzugeben. Gegenüber dem Empfänger haftet sie nicht.

Der Empfänger haftet nur, wenn er wußte oder hätte wissen müssen, dass das Einschreiben unwiderbringliche Daten enthält UND bei Nicht-Abholung verloren geht sowie sich zur Abholung verpflichtet hatte. Beides muß der Absender bzw. der Inhaber der Daten beweisen. Im Rahmen des Wissen bzw. Wissen müssen kann sich der Empfänger auf die falschen Adressdaten berufen, d.h. wenn er vom Absender nicht gesondert auf das Einschreiben hingewiesen wurde, mußte er nicht damit rechnen.

Der Zusteller haftet gegenüber der Post, allerdings sind da die vertraglichen Regelungen zwischen Zusteller und Post entscheidend.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt



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